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Basisdaten |
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Land: |
Spanien |
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Verwaltungssitz: |
Saragossa
(Zaragoza) |
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Fläche: |
47.698 km² |
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Einwohner: |
1.295.215 (2007) |
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Bevölkerungsdichte: |
26,6 Einw. / km² |
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Ausdehnung: |
Nord-Süd: bis
340 km
West-Ost: bis 212 km |
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ISO 3166-2: |
ES-AR |
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Homepage: |
www.madrid.org |
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Politik und Verwaltung |
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Amtssprachen: |
Spanisch |
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Autonomie seit: |
16. August 1982 |
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Vertretung in den
Cortes Generales: |
Kongress: 13 Sitze
Senat: 14 Sitze |
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Gliederung: |
3 Provinzen
33 Comarcas |
Geographie
Der Norden Aragoniens wird von den
Pyrenäen geprägt, deren Hauptkamm auf der gesamten Länge die
Nordgrenze der Autonomen Gemeinschaft bildet.
Durch die Ebene des zentralen Aragoniens verläuft der Mittellauf
des Ebro,
zu dessen Einzugsbereich der größte Teil der Region gehört.
Im Süden der Region liegen Teile des
Iberischen Randgebirges.
Flüsse
Weitere bedeutende Flüsse in der Region neben dem
Ebro
sind der
Aragón, der
Gállego und der
Segre
(alle drei linke Nebenflüsse des Ebro), der
Cinca
(ein Nebenfluss des Segre), der
Jalón
(ein rechter Nebenfluss des Ebro), der
Jiloca (ein Nebenfluss des
Jalón)
sowie der
Mijares und der
Turia,
die vom Süden Aragoniens aus durch die Region
Valencia direkt ins Mittelmeer fließen.
Bevölkerung
Aragonien gehört zu den am dünnsten besiedelten Regionen
Spaniens. Die einzige Großstadt ist die Hauptstadt
Saragossa, in der ca. die Hälfte der Einwohner der Region lebt.

Blick auf den Ebro in Saragossa
Quelle:
Wikimedia Commons
Lizenz:
GNU Free Documentation license, Version 1.2 or any later version
Sprachen
Sprachen in der Region Aragón
Neben dem
Spanischen wird in einigen Tälern der
Pyrenäen noch die autochthone
Aragonesische Sprache gesprochen, die sich vom aragonesischen
Dialekt des Spanischen abhebt. Zudem wird in einigen Bezirken im
Osten Aragoniens längs der Grenze zu Katalonien
Katalanisch gesprochen.
Geschichte
Das Gebiet gehörte seit 201 v. Chr. zur
römischen Provinz
Tarraconensis und wurde um
415
westgotisch.
Mittelalter
Grafschaft Aragonien
(812–1035)
Nach einer kurzen Periode
maurischer Herrschaft wurden Teile des Gebietes 812 fränkisch.
Aus der
spanischen Mark
Karls des Großen entwickelte sich die Grafschaft Aragon,
als deren erster Graf
Aznar genannt wird. Nach Aussterben des Grafengeschlechts kam
Aragonien am Anfang des 10. Jahrhunderts an
Sancho III., von 970 bis 1035 König von
Navarra.
Königreich Aragonien
(1035)
Nach dem Tod Sanchos III. erbte
1035
dessen Sohn
Ramiro I. Aragonien, das damit zum selbständigen Königreich
wurde. Ramiro erweiterte sein Herrschaftsgebiet, das zuvor auf die
Jacetania beschränkt war, durch die Erwerbung von
Ribagorza und
Sobrarbe sowie durch erfolgreiche Kämpfe gegen die Mauren.
Seine Nachfolger
Sancho Ramírez (1063–1094) und
Peter I. (1094–1104) setzten den Krieg gegen die Mauren mit
Erfolg fort. Ein Heer unter
Alfons I. (1104–1134) eroberte 1118 Saragossa und erhob es zur
Hauptstadt Aragoniens.
Das Testament Alfons I., in dem er das Land den
geistlichen Ritterorden vermachte, wurde von den Ständen Aragoniens
nicht anerkannt. Sein Bruder
Ramiro II., der Mönch, der zu diesem Zeitpunkt Bischof
von Roda-Barbastro war, wurde 1134 zum König erhoben. Dieser
heiratete darauf Inés von Poitou, eine adlige französische Witwe,
die am 11. August 1136 eine Tochter,
Peronella gebar. 1137 regelte Ramiro II. die Thronfolge
dahingegend, dass er Petronella mit dem Grafen
Raimund Berengar IV. von Barcelona verlobte (die Ehe wurde erst
1150 geschlossen, als Petronila 14 Jahre alt war). Wenig später
wurde Petronella Königin, während Ramón Berenguer IV. als Graf von
Barcelona und Prinz von Aragonien regierte, was die Vereinigung
Aragoniens mit Katalonien vorbereitete. Ramiro II. zog sich ins
Kloster zurück.
Vereinigung mit
Katalonien zur
Krone Aragonien 1162/64
Petronellas und Ramón Berenguers Sohn
Alfons II. übernahm 1162 als Graf Alfons I. die Herrschaft in
Katalonien und nach der Abdankung seiner Mutter
1164
die Königskrone von Aragonien, die daraufhin mit Katalonien vereint
blieb. Die so entstandene Staatsgemeinschaft, die neben dem
eigentlichen Aragonien auch
Katalonien umfasste und sich später auf einen großen Teil des
Mittelmeerraumes ausdehnte, ist als
Krone Aragonien (spanisch Corona de Aragón, katalanisch
Corona d'Aragó) bekannt.
Innerhalb dieser Staatsgemeinschaft behielten die
einzelnen Teilgebiete – das Königreich Aragonien im engeren Sinne,
Katalonien sowie später auch das Königreich
Valencia und weitere Gebiete – ihre innere Selbständigkeit,
lediglich auf außenpolitischem Gebiet waren sie unter einem
gemeinsamen Monarchen vereint.
Die Krone Aragonien wurde so zum zweiten
wichtigen christlichen Reich in Spanien neben
Kastilien.
Peter II. (1196–1213) nahm seine Krone vom Papst zu Lehen.
Jakob I. (1213–76) erließ eine Konstitution für Aragonien und
beabsichtigte Teilung des Landes unter seinen Söhnen. Diese kam
jedoch nicht zustande, da der älteste Sohn
Peter III. (1276–85) seinem Bruder
Jakob II., der die Balearen, Roussillon, Cerdanya etc. bekommen
hatte, die Lehnspflichtigkeit aufzwang.
Peter III. erwarb 1282
Sizilien, wurde aber infolgedessen in einen Krieg mit Frankreich
verwickelt. Als die hierdurch und durch sonstige Fehden
hervorgerufene finanzielle Not ihn zur Ausschreibung drückender
Steuern bewog, traten die Stände von Aragonien 1283 zusammen, um
ihre alten Freiheiten zu verteidigen. Sie zwangen dem König das
Generalprivilegium von Saragossa ab, das, später noch erweitert, die
königliche Gewalt deutlich einschränkte. 1285 folgte Peters ältester
Sohn
Alfons III. (1285–1291) in den spanischen Reichen nach, während
der jüngere, Jakob, in Sizilien nachfolgte. Alfons setzte seinen
Onkel Jakob II. auf Mallorca ab und geriet mit Kastilien und
Frankreich in langwierige kriegerischer Auseinandersetzungen,
während der die aragonischen Stände ihre Macht erweitern konnten.
Nach Alfons' kinderlosem Tod folgte ihm sein Bruder
Jakob II. (1291–1327), der
Sardinien als päpstliches Lehen erwarb und 1319 die
Unteilbarkeit des spanischen Reichs festsetzte. Dennoch behielten
Aragonien, Katalonien und Valencia eigene
Cortes.
Auf Jakob II. folgte sein Sohn
Alfons IV. (1327–1336), der gegen die Genuesen und mit seinem
Schwiegervater
Alfons XI. von Kastilien erfolgreich gegen die Mauren kämpfte.
Sein Nachfolger
Peter IV. (1336–1387) beendete den Krieg mit Genua, der den
Handel Aragoniens stark beeinträchtigt hatte. Er vereinigte Mallorca
(1344) wieder mit Aragonien, verlor dagegen Sardinien, wo vor allem
das
Judikat
Arborea kämpferischen Widerstand leistete, teilweise. Während
seiner Kämpfe mit Kastilien und unzufriedenen Brüdern gewannen die
Cortes immer größere Unabhängigkeit. 1348 siegte Peter IV. jedoch
bei
Épila gegen aufständische Adlige und erreichte damit eine
erneute Festigung seiner königliche Gewalt.
Sein Sohn
Johann I. (1387–1396) verlor ganz Sardinien an
Eleonora di Arborea. Nach Johanns und seines Bruders
Martin I. (1396–1410) kinderlosem Tod entstanden in Aragonien
infolge des Auftretens verschiedener Prätendenten heftige
Thronstreitigkeiten, aus denen endlich durch den Spruch gemischter
Schiedsrichter, dem
Kompromiss von Caspe, der Infant Ferdinand von Kastilien, ein
Neffe Johanns, als König hervorging, der als
Ferdinand I. (1412–16) regierte. Er wirkte eifrig mit zur
Beseitigung des großen kirchlichen Schismas.
Auf Ferdinand I. folgte sein Sohn
Alfons V. (1416–58). Er überließ die Regierung weitgehend seiner
Gemahlin María von Kastilien und seinem Bruder Johann, während er
selbst Kriege führte. Er vereinigte Neapel und Sizilien mit
Aragonien, hinterließ aber nur einen natürlichen, vom Papst
legitimierten Sohn,
Ferdinand, welcher ihm in Neapel auf den Thron folgte.
Die spanischen Reiche nebst Sardinien und
Sizilien und den Balearen erbte
Johann II. (1458–1479), sein Bruder, der durch seine Ehefrau
Blanca auch König von Navarra war. Johanns Regierung war hart und
willkürlich, gegen seine eignen Untertanen erbat er die Hilfe
Frankreichs und bezahlte sie durch Abtretung Roussillons und
Perpignans. Er starb 1479.
Die Katholischen
Könige und die Vereinigung mit Kastilien
Auf Johann III. folgte 1479 sein Sohn
Ferdinand II., seit 1469 Gemahl
Isabellas, der Thronerbin von
Kastilien, wodurch Aragonien und Kastilien zum
Königreich Spanien vereinigt wurden.
Neuzeit
Von 1485 bis 1699 wurde Aragón im Namen der
spanischen Könige von eigenen Vizekönigen regiert. Es behielt seine
alten inneren Institutionen und Freiheiten und verlor diese erst
nach der Parteinahme für die österreichischen Habsburger im
spanischen Erbfolgekrieg (1701–1714).
Napoleonische und
Carlistenkriege
In den
Carlistenkriegen des 19. Jahrhunderts zeigten die Aragonier
denselben hartnäckigen Mut, den ihre Hauptstadt Saragossa 1808/09
bei der Belagerung durch napoleonische Truppen bewiesen hatte.
Während Oberaragonien (in etwa das Gebiet der heutigen
Provinz Huesca) entschieden der Königin
Maria Christina von Sizilien anhing, hielt Niederaragonien (in
etwa die heutige
Provinz Teruel) zum Prätendenten
Don Carlos.
20. Jahrhundert
Spanischer Bürgerkrieg
Im spanischen Bürgerkrieg war vor allem das
südliche Aragonien Schauplatz erbitterter Kämpfe, von denen die
Schlacht von
Belchite in Folge einer republikanischen Offensive auf Saragossa
im September und Oktober 1937 und die
Schlacht von Teruel zwischen Dezember 1937 und Februar 1938 die
bekanntesten sind.
Autonomie
Am 10. August 1982 unterzeichneten König
Juan Carlos I. und Ministerpräsident
Leopoldo Calvo-Sotelo das Gesetz, das die spanischen
Cortes Generales verabschiedet hatten und in dem das
Autonomiestatut für Aragonien enthalten war. Am 7. Mai 1992
stellte eine Sonderkommission des aragonesischen Parlaments, der
Cortes de Aragón, eine neue Fassung des Statuts vor, die vom
aragonesischen und spanischen Parlament verabschiedet wurden, und
mit denen die traditionellen Institutionen der Cortes, der
Diputación General, des Justicia, usw. wieder eingerichtet wurden.

Die Festung von Albafeira bei Nacht
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