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Basisdaten |
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Land: |
Spanien |
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Verwaltungssitz: |
Palma |
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Fläche: |
4.992
km² |
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Einwohner: |
206,1 Einw./km² |
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Bevölkerungsdichte: |
206,1 Einw./km² |
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ISO 3166-2: |
ES-IB |
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Homepage: |
www.caib.es |
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Politik und Verwaltung |
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Amtssprachen: |
Spanisch,
Katalanisch |
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Autonomie seit: |
1. März 1983 |
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Vertretung in den
Cortes Generales: |
Kongress: 8 Sitze
Senat: 5 Sitze |
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Gliederung: |
3 teilautonome Gebiete,
67 Gemeinden |
Die Balearischen Inseln (katalanisch
Illes Balears, spanisch Islas Baleares)
oder Balearen sind eine Inselgruppe im
westlichen
Mittelmeer und eine
Autonome Gemeinschaft
Spaniens. Zur Autonomen Gemeinschaft gehören
neben den eigentlichen Balearen mit den
Hauptinseln
Mallorca und
Menorca auch die
Pityusen mit
Ibiza und
Formentera. Neben diesen vier und der
fünften, mit Abstand kleinsten bewohnten Insel
Cabrera umfasst die Autonome Gemeinschaft
der Balearen 146 unbewohnte Inseln, zu denen
auch die unter
Naturschutz stehenden Felseninseln
Dragonera und
Pantaleu gehören. Größte Insel ist mit
3620,42 Quadratkilometern Mallorca.Der Name
der Inselgruppe leitet sich vom griechischen
ballein/baliarides ab, womit die in der
Antike gefürchteten Steinschleuderer
Els Foners Balears der Inseln gemeint
waren, die sich als Söldner auf den
Kriegsschauplätzen der Antike verdingten.
Geographie
Die Balearischen Inseln sind die abgesprengte Fortsetzung des
andalusischen Felsengebirges, das sich von
Gibraltar über die
Sierra Nevada hinzieht. Ein etwa 1500 Meter tiefer Meeresgraben
trennt die Inseln vom spanischen Festland. Die gebirgigen Inseln
liegen zwischen 90 und 200 km östlich vom spanischen Festland
entfernt.
Stauseen auf Mallorca
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Hafen auf Menorca
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Meeresbucht auf Ibiza |
Bevölkerung
Die Einwohnerzahl beläuft sich (Stand: 2006) auf 1.001.062
Personen, dieses entspricht etwas mehr als zwei Prozent der
spanischen Gesamtbevölkerung. Rund 79 Prozent davon, 790.763
Einwohner, entfallen auf die mit Abstand größte Insel Mallorca. Mit
einer Bevölkerungsdichte von 200,5 Einwohner pro km² sind die
Balearen für spanische Verhältnisse recht dicht besiedelt. Die
Bevölkerungsdichte ist mehr als doppelt so hoch wie der
Landesdurchschnitt (82,7 E/km²) und auch im Vergleich zur
Europäischen Union (119 E/km²) beachtlich. Dazu kommen in etwa zehn
Millionen Touristen, die jährlich die Balearen besuchen. Der
Großteil davon, rund neun Millionen, entfallen alleine auf die Insel
Mallorca. 167.751 Ausländer sind auf den Balearen ansässig, was
16,76 % der Gesamtbevölkerung entspricht.
Deutsche Bevölkerungsanteile
Laut der Bevölkerungserhebung aus dem Jahre 2006 waren 26.293
Deutsche mit Wohnsitz auf den Balearen offiziell gemeldet (zum
Vergleich: 17.637 Briten). Sie stellen etwa 16 % aller auf den
Balearen lebenden Ausländer und rund 31 % der aus Europa stammenden
Zuwanderer. Unter Berücksichtigung der saisonal bewohnten
Zweitwohnungen geht man sogar davon aus, dass tatsächlich mehr als
60.000 Deutsche permanent oder relativ häufig auf den Balearen
leben, rund 80 Prozent davon auf Mallorca.
Sprachen
Amtssprachen der Balearen sind gemäß Artikel 3 des
Autonomiestatuts
Spanisch (castellano) und
Katalanisch (català). Zugleich besteht ein
Diskriminierungsverbot hinsichtlich der Verwendung einer dieser
Sprachen und ein Fördergebot zur Schaffung der Voraussetzung, beide
Sprachen zu erlernen und zu benutzen. Darüber hinaus gibt es
inselspezifische Varietäten der Amtssprachen wie
Mallorquinisch,
Menorquinisch und
Ibizenkisch.
Bildungswesen
Die Balearischen Inseln verfügen über 394 Schulen, darunter sind
263 Schulen im Staatsbesitz. 112 Schulen sind Vertragsschulen und 20
Schulen sind reine Privatschulen. Im Schuljahr 2002/2003 wurden rund
150.000 Schüler unterrichtet. Darüber hinaus gibt es 17
Einrichtungen zur Erwachsenenbildung auf den Balearen.
Neben der Nationalen Universität für Fernlehre (UNED) bietet vor
allem die
Universität der Balearen (UIB) ein breites Ausbildungsspektrum
mit Naturwissenschaften und Geisteswissenschaften. Im Studienjahr
2002/2003 waren 14.323 Studenten in 15 verschiedene Fächersparten an
der UIB immatrikuliert. Seit 1995 ist auf dem Gelände der UIB in
Palma
auch die Hotelfachschule der Balearen angesiedelt.
Wirtschaft
Mit dem Ausbau der Fremdenverkehrswirtschaft ging eine starke
Steigerung der Wirtschaftskraft der balearischen Inseln einher. Das
Pro-Kopf-Einkommen der Einwohner der Balearen ist eines der
höchsten in ganz Spanien und beträgt etwa 118 Prozent des
Landesdurchschnitts. Im Vergleich mit dem
BIP der
EU ausgedrückt in Kaufkraftstandards erreicht die Region einen
Index von 115 (EU-27:100) (2006).
Die Arbeitslosenrate lag
2005
bei 7.2%.
Der mit weitem Abstand größte Anteil an der Wertschöpfung
entfällt mit rund 80 Prozent auf den Dienstleistungssektor. Dies
stellt die höchste Quote aller autonomen Gemeinschaften Spaniens
dar. 73,4 Prozent der arbeitenden Bevölkerung sind im
Dienstleistungsbereich beschäftigt. Den zentralen
Beschäftigungsfaktor bildet der Fremdenverkehr mit einer
Beherbergungskapazität von insgesamt über 410.000 Plätzen.
Von der Zunahme des Fremdenverkehrs hat vor allem auch die
Bauwirtschaft profitiert. Einhergehend mit dem starken
Bevölkerungswachstum durch Zuzug auch aus anderen Landesteilen
Spaniens stieg der Bedarf an Wohngebäuden deutlich an. Inzwischen
existieren auf den Balearen über eine halbe Million Wohneinheiten.
Der Anteil der Baubranche an der Gesamtwertschöpfung lag auch im
Jahr 2005 bei über acht Prozent.
Der Industriesektor ist überwiegend durch kleinere und mittlere
Betriebe geprägt, die vor allem Bedarfsgegenstände wie Schuhe,
Modeschmuck, Lederwaren und Textilien herstellen, nicht zuletzt für
den Export. Ein beachtlicher Teil der Industrieexporte entfällt
jedoch auch auf die Produktsparten Maschinen und Metallwaren. Auf
den Industriebereich entfällt etwa neun Prozent der Gesamtwirtschaft
der Balearen. Demgegenüber liegt der Anteil des Agrarsektors
lediglich bei zwei Prozentpunkten.
Weblinks
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