
Länderinformationen Afrika
Afrika ist mit einer Fläche von 30,3
Millionen km² (22 % der gesamten Landfläche der
Erde) nach
Asien der zweitgrößte
Kontinent und ungefähr dreimal so groß wie
Europa.
Geprägt wird der Erdteil von der kulturellen
Vielfalt seiner unzähligen
Völker, dem Erbe des
Kolonialismus, den Folgen der extremen Armut
weiter Teile der afrikanischen Bevölkerung sowie dem
aktuellen Bemühen, Afrikas
Marginalisierung in vielen Bereichen zu
überwinden und nachhaltige Lösungen für seine
zahlreichen Probleme zu finden.
Die etwa 924 Mio. Einwohner (Stand Mitte 2006)
machen 14 % der gegenwärtigen
Weltbevölkerung aus, wobei dieser Anteil durch
die hohen
Geburtenraten in den nächsten Jahrzehnten
vermutlich noch steigen wird. Die Einwohnerdichte
beträgt 30 Einwohner pro km².
Bevölkerung
Afrika hat 924 Millionen Einwohner (Stand Mitte
2006)[1].
Der bevölkerungsreichste Staat ist
Nigeria mit knapp 140 Millionen Einwohnern. Der
bevölkerungsärmste Staat sind die
Seychellen mit
ca. 80.000 Einwohnern.
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Siehe auch:
Bevölkerungszahlen afrikanischer Staaten und
ihrer Hauptstädte
Städte
Die größte Stadt Afrikas ist
Kairo (Ägypten)
mit 15.707.992 Einwohnern, danach folgt
Lagos (Nigeria)
mit 11.153.863 Einwohnern; die drittgrößte Stadt des
Kontinents ist
Kinshasa (Demokratische
Republik Kongo) mit 8.096.254 Einwohnern.
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Siehe auch:
Liste der größten Städte Afrikas
Ethnien
Im Norden Afrikas lebten schon Jahrtausende vor
der Ankunft der
Araber um das
7. Jahrhundert herum
berberische Völker. Diese leben seitdem vor
allem in den gebirgigen Regionen des
Maghreb, wo sie vor den arabischen Invasoren
Zuflucht fanden, um sich im Laufe der folgenden
Jahrhunderte aber deutlich mit jenen zu durchmischen
und eine eigene maghrebinische Kultur zu schaffen,
die einige Unterschiede zur übrigen arabischen Welt
aufweist, beispielsweise in der
Sprache. Auch die Völker Nordostafrikas, wie
z. B. die
Amharen sind semitische Völker. Südlich der
Sahara, die von den
nomadisierenden
Tuareg bewohnt ist, leben einige Tausend
verschiedene schwarzafrikanische Völker. Von den
westafrikanischen sind die
Mande- und
Voltaic-Völker zu nennen.
Hausa und
Yoruba leben im östlichen
Westafrika,
Wolof und
Fulbe im westlichen Teil. In
Zentral- und
Ostafrika sind die
Bantu beheimatet, eine aus zahlreichen Völkern
bestehende Gruppe. Die
Khoisan-Völker zählen zu den am längsten in
Afrika ansässigen Ethnien. Größte Gruppe von im Zuge
der
Kolonialisierung eingewanderten Menschen sind
die
Buren in
Südafrika. Moderne Migrationsbewegungen haben
Libanesen nach West- sowie
Inder und
Chinesen nach Ostafrika gebracht.
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Siehe auch:
Liste der afrikanischen Völker
Sprachen
Insgesamt gibt es über 2000 eigenständige
afrikanische Sprachen von denen rund 50 als größere
Sprachen gelten, die jeweils von über einer Million
Menschen gesprochen werden. Einige der wichtigsten
afrikanischen Sprachen sind
Swahili,
Igbo,
Hausa und
Fulfulde. Die ehemaligen Kolonialsprachen
Englisch,
Französisch,
Portugiesisch,
Spanisch,
Italienisch und
Deutsch,
Niederländisch (Afrikaans)
werden vielerorts noch heute gesprochen.
Zu den
afroasiatischen Sprachen gehören
Arabisch,
Hausa und
Amharisch, zu den
Niger-Kongo-Sprachen zählen
Bambara,
Swahili,
Wolof,
Yoruba und
Zulu. Die
Khoisan-Sprachen werden von den gleichnamigen
Völkern im Südlichen Afrika gesprochen;
charakteristisch für sie sind Klicklaute. Auf
Madagaskar werden
Austronesische Sprachen wie
Malagasy,
Howa (Dialekt des
Merina) und andere
Merina-Dialekte gesprochen.
weitere Infos:
Afrikanische Sprachen
Religion
In Nordafrika, Ostafrika und Westafrika ist der
Islam weit verbreitet. Mehr als 41 % aller
Afrikaner (darunter in Nordafrika Araber) gehören
dem Islam an. Daneben gibt es vor allem in West- und
Südostafrika eine große Anzahl derer, die
Animismus praktizieren. Man schätzt, dass
weitere 10 % der Afrikaner dem Animismus anhängen.
Die restlichen rund 48 % gehören
christlichen
Konfessionen an (u.a
Kopten) Die Mehrheit der afrikanischen Christen
lebt im Süden Afrikas. Eine Sonderrolle spielt die
Äthiopisch-Orthodoxe Kirche, da in
Äthiopien das Königreich
Axum das Christentum zur
Staatsreligion machte. Außerdem sind unter den
nicht-afrikanischen Minderheiten auch
Bahai,
Judentum,
Hinduismus und
Buddhismus verbreitet.
weitere Infos:
Religion in Afrika
Infos zur Geographie Afrikas