Nigeria

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Geographie

Koordinaten: 10 00 N, 8 00 O Referenzkarte

Kontinent: Afrika   Region: Westafrika

Landesfläche: 923.768 km² (Weltrang: 39)
    
davon Land: 910.768 km² (30); Wasser: 13.000  km² (33)

Grenzländer: Benin 773 km, Kamerun 1.690 km, Niger 1.497 km, Tschad 87 km,

Grenzlänge: 4.047 km

Küstenlänge: 853 km

Geographische Merkmale:
Höchste Erhebung
: Chappal Waddi 2.419 m
Tiefster Punkt:
 
Atlantischer Ozean 0m

Nigeria liegt in Westafrika am Atlantischen Ozean und umfasst ein Gebiet von 923.768 km² mit einer Ost-West- und Nord-Süd-Ausdehnung von 1.200 bzw. 1.100 km. Ein markantes Merkmal des Landes sind der südöstlich verlaufende Strom Niger und sein südwestlich verlaufender Nebenfluss Benue, die in Nigeria zusammenfließen und im Nigerdelta auf einer Fläche von ungefähr 24.000 km² in den Golf von Guinea münden.

Der rund 850 km lange Küstenstreifen am Golf von Guinea ist geprägt von Lagunen (im Westen z. B. die Lagune von Lagos) und von Mangrovensümpfen. Er erreicht im Nigerdelta seine größte Ausdehnung. Der früher fast 100 km breite Gürtel von tropischem Regenwald im Landesinneren wurde weitgehend gerodet und durch Sekundärwald ersetzt. Weiter nördlich erstrecken sich eine Middle Belt genannte Region der Feuchtsavanne und eine Trockensavanne. Eine eigene Vegetationszone bildet das im Osten Nigerias gelegene Bauchiplateau, ein bis zu 2010 m hohes Hochland, das als einziges Gebiet in Nigeria in der gemäßigten Zone liegt. Die höchste Erhebung ist mit einer Höhe von 2.419 m der im Gebirgsland nahe der Grenze zu Kamerun gelegene Berg Chappal Waddi.

Nigeria wird von zwei Klimazonen beeinflusst: tropisch feuchtheisses Klima im Süden mit einer ergiebigen Regenzeit, von April bis Oktober dauert. Die Luftfeuchtigkeit liegt ganzjährig hoch zwischen 85 bis 95 %. Die mittleren Temperaturen im südlichen Bereich Nigerias betragen ca. 30 °C. Nachts kühlt es meist nur wenig ab. In Nordnigeria herrscht Wüstenklima mit höheren Temperaturen und weniger Niederschlag als im Süden. Regenzeit ist von April bis Oktober und die Trockenzeit mit Dürreperioden von November bis März; der Harmattan bringt trockene heiße Luft aus der Sahara. Die Temperaturen können im Norden bis auf 50 °C ansteigen. Allerdings ist hier die Luftfeuchtigkeit wesentlich niedriger und angenehmer. Die Temperaturunterschiede betragen bis zu 20 °C zwischen Tag und Nacht. Die Regenzeit ist in Nordnigeria weniger ausgeprägt.

Besonders den Süden des Landes prägen eine sehr starke Urbanisierung und relativ große Zahl von Städten. Einer Schätzung von 2007[2] zufolge gibt es in Nigeria über 100 Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern, darunter acht Millionenstädte. Die mit Abstand bevölkerungsreichste Agglomeration ist Lagos mit 9 bis 11 Millionen Einwohnern. Weitere Städte sind Kano (3.848.885 Einwohner), Ibadan (3.847.472 Einw.), Kaduna (1.652.844 Einw.) und Port Harcourt (1.203.184 Einw.).

Bild:Niger River Center Island.jpg
Mud houses on the center island at Lac Debo (Lake Debo), a wide section of the Niger River

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