Abchasien
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Bild:Abkhazia detail map.png

Abchasien (abchasisch Аҧсны/Aṗsny; georgisch აფხაზეთი/Apchaseti; russisch Абхазия/Abchasija) ist eine im Süden des Kaukasus an das Schwarze Meer grenzende Region, die völkerrechtlich als Teil Georgiens gilt. Die Republik erklärte sich jedoch 1992 nach einem Krieg gegen Georgien für staatlich unabhängig.

Geographie: Abchasien liegt südlich des Kaukasus an der Nordküste des Schwarzen Meeres westlich des Flusses Enguri in Georgien. Die Fläche umfasst 8.600 km². Das bis auf einen schmalen, landwirtschaftlich genutzten Küstenstreifen gebirgige Land erreicht Höhen von über 4.000 Metern. Im Arabika-Massiv liegt die Voronya-Höhle. Sie ist mit 2.190 Metern die tiefste bekannte Höhle der Welt.

Bevölkerungs: Die Einwohnerzahl beträgt nach offizieller Schätzung 320.000 (laut UNO 200.000).
Die letzte sowjetische Volkszählung von 1989 hatte noch eine Einwohnerzahl von 500.000 ermittelt, davon 48% Georgier und 17% Abchasier. Im Verlauf des Sezessionskrieges und nachfolgenden ethnischen Säuberungen wurden allerdings rund 250.000 Einwohner (darunter circa 200.000 Georgier) vertrieben. Laut Volkszählung 2005 sind 125.000 (45%) der Bevölkerung Abchasen, 60.000 (18,2%) Armenier, 40.000 (12,9%) Georgier, 22.000 Russen und 6.000 (0,2%) Esten.

Klima: Geschützt durch die Gebirgszüge, weist der Küstenstreifen ein subtropisches Klima auf, das dazu geführt hat, dass sich Abchasien in der Sowjetzeit zu einem beliebten Feriengebiet entwickelte. Das warme Klima begünstigt auch den Anbau von Tabak, Tee, Wein und Obst, sodass Landwirtschaft und Nahrungs- und Genussmittelindustrie zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen des Landes gehören.

Wirtschaft: Das warme Klima begünstigt den Anbau von Tabak, Tee, Wein und Obst, sodass Landwirtschaft und Nahrungs- und Genussmittelindustrie zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen des Landes gehören.

Staat & Politik: Präsident Abchasiens ist Sergei Bagapsch. Er wurde am 12. Januar 2005 ins Amt gewählt und löste am 12. Februar 2005 den Historiker Wladislaw Ardsinba ab. Bagapsch erhielt 91,54% der Stimmen, sein Gegenkandidat Jakob Lakoba 4,5%. Dem Wahlgang war eine verfälschte Wahl am 3. Oktober 2004 vorangegangen, bei der der frühere Premierminister Raul Chadschimba zum Sieger erklärt worden war. Nach langwierigen Auseinandersetzungen ordnete der Oberste Gerichtshof eine Wiederholung der Wahl im Januar an. Bei der 2. Wahl hat Raul Chadschimba nicht kandidiert. Vollständig ordnungsgemäß war auch die Januarwahl nicht. In der ostabchasischen Provinz Gali lebende ethnische Georgier wurden an der Stimmabgabe gehindert.
Premierminister ist Alexander Ankwab, der bereits von 1992 bis 1993 Innenminister des Landes war. Das abchasische Parlament hat in den Jahren 2002, 2003 und 2004 immer wieder erfolglos an die russische Legislative appelliert, assoziierte Beziehungen zu Abchasien herzustellen, die Autonome Republik vertraglich in das russische Zoll- und Währungssystem einzubeziehen sowie militärischen Schutz zu gewähren.

Die Menschenrechtslage in Abchasien ist nach Angaben der Vereinten Nationen prekär. Es gibt keine funktionierende Strafverfolgung, das Land wird von kriminellen Gruppen infiltriert und es fehlt die Möglichkeit Klagen einzureichen. 2004 wurde den Volksgruppen (siehe Urumer) das Recht entzogen, an Schulen in ihrer Muttersprache zu lernen.

Die Regierung in Tiflis beabsichtigt, Abchasien nach dem Modell des Machtwechsels in Adscharien wieder in Georgien einzugliedern. Präsident Micheil Saakaschwili hat am 22. September 2004 vor der UN-Generalversammlung einen Drei-Stufen-Plan zur Beilegung der Konflikte in Abchasien und Südossetien vorgelegt. Eine erste Stufe sieht vertrauensbildende Maßnahmen zwischen regierungsunabhängigen Organisationen, Studenten, Journalisten, Ärzten, Sportlern und Müttern vor. Auf der zweiten Stufe sollen die Konfliktzonen unter internationaler Aufsicht demilitarisiert werden. Auf der dritten schließlich will Georgien Abchasien und Südossetien eine größtmögliche Autonomie gewähren. Die Regierungen von Abchasien und Südossetien haben den georgischen Plan zurückgewiesen. Auch Russland lehnt eine Wiedervereinigung Abchasiens mit Georgien ab und will gemäß dem mit Georgien abgeschlossenen Abkommen von Moskau aus dem Jahr 1995 seine Friedenstruppe nicht abziehen, um nach eigenen Angaben kein neues Blutvergießen an seinen Grenzen zuzulassen. Russland und Abchasien bemühen sich, Abchasien an Russland anzuschließen. Am 10. September 2004 wurde die unterbrochene Eisenbahnverbindung zwischen Sochumi und Moskau wiederaufgenommen.

  Bild:Pravit.JPG
Das im Bürgerkrieg zerstörte abchasische Regierungsgebäude in Sochumi

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Quellen:
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"Abkhazia." Wikipedia, The Free Encyclopedia. 16 Nov 2007, 04:52 UTC. Wikimedia Foundation, Inc. 18 Nov 2007 <http://en.wikipedia.org/w/index.php?title=Abkhazia&oldid=171828182>.

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Wappen

Gründung
23. Juni 1992

Staatsform
Republik

Staatsoberhaupt
Sergei Bagapsch

Regierungschef
Alexander Ankwab

Amtsprache
Russisch, Abchasisch, Georgisch

Nationalhymne
Aiaaira

Nationalfeiertag
23. Juli 1992

Hauptstadt
Sochumi

Fläche
8.600 km²

Einwohner
320.000 (Stand Juli 2000) Laut UN 200.000

Bevölkerungsdichte
29 Einwohner pro km²

Währung
1 Rubel = 100 Kopeken

Zeitzone
UTC +3


Lage Abchasien innerhalb Georgiens

 

 

 

 

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