"Fünf
Jahre nach dem Sturz der Taliban bietet Afghanistan ein
ernüchterndes Bild. Die Regierung Karsai ist schwach,
die internationale Staatengemeinschaft hat beim Aufbau
des Sicherheits- und Justizsektors versagt, und für die
meisten Afghanen ist die Verbesserung ihrer
unmittelbaren Lebenssituation ausgeblieben. Angesichts
der versprochenen Milliardenhilfen hat das erhebliche
Ressentiments ausgelöst. Das Wiedererstarken der Taliban
im Süden bedroht den weiteren Entwicklungsprozess und
die politische Stabilität des ganzen Landes."
Kulturlandschaft und archäologische Stätten des Bamiyan-Tals
(K)
Rote Liste
Bildquelle
2 Unesco-Link:
http://whc.unesco.org/sites/208
Wikilink:
http://de.wikipedia.org/wiki/Buddha-Statuen_von_Bamiyan Weblink: Aufgenommen: 2003
Zum Kulturerbe im Bamiyan-Tal gehören die Überreste der beiden Buddha-Statuen aus dem 5. und 6. Jahrhundert, mit 53 und 38 Meter die größten stehenden Buddha-Statuen der Welt. Nach ihrer gewaltsamen Zerstörung durch die Taliban im März 2001 sind sie ein Mahnmal gegen religiösen Fanatismus und Intoleranz. Im Juli 2003 hat die UNESCO die Überreste der Statuen und die zahlreichen buddhistischen Klosteranlagen und Heiligtümer sowie Festungsbauten aus islamischer Zeit in die Welterbeliste aufgenommen. Das Tal wurde wegen der vorhandenen Schäden, der Gefährdung durch Plünderer, illegalen Kunstraub und noch nicht entsorgter Personenminen auch in die "Rote Liste" des gefährdeten Welterbes eingetragen.
Bildquelle
1 Unesco-Link:
http://whc.unesco.org/sites/211
Wikilink:
http://de.wikipedia.org/wiki/Jam_(Ort) Weblink: Aufgenommen: 2002
Das Minarett von Jam ist stark beschädigt. Die archäologischen Fundstätten in der Umgebung des Minaretts weisen Spuren illegaler Grabungen auf. Auch die Bürgerkriegswirren in Afghanistan hinterließen ihre Spuren. Die UNESCO hat die Stätte im Juni 2002 gleichzeitig mit der Anerkennung als Welterbe auf die "Rote Liste" gesetzt.