Urlaubsorte &
Ausflüge
Japan besteht aus einer Kette bergiger Inseln, die an der Küste Chinas liegen und im Falle der nördlichsten Insel Hokkaido an die Russische Föderation angrenzen. Der größte Teil des Landes ist bewaldet und kann für die Landwirtschaft nicht genutzt werden. Die Küstenlinie besteht aus zahlreichen Buchten. Die anderen größeren Inseln südlich und westlich von Hokkaido sind der Reihe nach Honshu, Shikoku und Kyusho. Die Nansei-Inseln sind eine kleine Inselkette, die weiter südwestlich liegt.
Tokio: In
der Hauptstadt gibt es viel zu sehen:
den Kaiserpalast, der in einem
Park liegt, den Stadtteil Asakusa
(lebendiges Einkaufs- und
Vergnügungsviertel) mit einem der
ältesten Tempel des Landes (Asakusa
Kannon) und nicht zuletzt zahlreiche
Tempel, Schreine und herrliche
Landschaftsgärten. In Shibuya, im
Westen der Stadt, liegt der Nationalpark
mit dem Meiji-Schrein, der dem
Kaiser Meiji (1852-1912) gewidmet ist,
der das Land dem Westen geöffnete. Die
Boso-Halbinsel und die schönen
Strände von Shirahama sind von
Tokio aus schnell zu erreichen.
Narita wird von zahlreichen Pilgern
aufgesucht. Der Kairakuen-Park in
Mito ist im Februar besonders
sehenswert, wenn die Pflaumenbäume
blühen. Ddas Museum für Moderne Kunst
ist allein für seine Architektur einen
Besuch wert, veranstaltet aber auch
einige der interessantesten
Ausstellungen für moderne Kunst in ganz
Japan. Mashiko und Kasama
sind Zentren für Keramik. In Mashiko
kann man das alte Anwesen von Shoji
Hamada besichtigen, der nicht nur zum
Erhalt alter Keramiktraditionen selbst
beigetragen, sondern diese auch weit
über Japans Grenzen hinaus bekannt
gemacht hat. Interessant ist auch das
Bonsai-Dorf. In Ogawa-Machi
wird Papier hergestellt. In einem
Nationalpark mit prächtigen Tempeln und
Mausoleen liegt Nikko, eines der
beliebtesten Ausflugsziele. Der Stil der
Tempel weicht von denen des übrigen
Landes ab: in den vielfältigen und
bunten Dekorationen zeigt sich ein
starker chinesischer Einfluss. Die
Schnitzerei mit den drei Affen (Toshogu-Schrein),
von denen sich der erste die Augen, der
zweite die Ohren und der dritte den Mund
zuhält, ist die berühmteste dieses
Tempelbezirks. Ein paar Kilometer
oberhalb von Nikko liegt der
landschaftlich sehr schön gelegene
Chuzenji-See. Die Region um Nikko
ist berühmt für die Herbstfarben ihrer
Bäume: wenn man im September oder
Oktober hier ein paar Tage verbringen
will, muss man lange im Voraus buchen.
Vor der Westküste von Honshu, nicht weit
von Niigata, liegt die Insel Sado,
landschaftlich attraktiv und jeden
August Schauplatz eines interessanten
Musik-Festivals, das von einer
traditionellen Trommlergruppe (Kodo)
veranstaltet wird und Musiker aus der
ganzen Welt anzieht.
Kyoto wurde 794 n. Chr. im klassischen chinesischen Stil errichtet und war jahrhundertelang das religiöse, politische und kulturelle Zentrum Japans. Die alte Kaiserstadt erkundet man am besten zu Fuß. Der Heian-Schrein, dem ersten und dem letzten Kaiser in Kyoto gewidmet, besticht durch seine Weitläufigkeit und seine brillianten Farben: seine Holzbalken und -wände sind karmesinrot, seine lackierten Dachziegeln giftgrün. Ein Spaziergang auf dem Philosophensteig (Tetsugaku no michi), entlang der östlichen Hänge der Stadt, ist eine gute Art und Weise, einige der wichtigsten Tempel Kyotos zu besichtigen. Hier liegen der Nanzen-ji, ein bedeutender Zen-Tempel mit einem berühmten Tofu-Restaurant, der Eikan-do, von dessen Pagode man einen guten Ausblick über Kyoto hat, und der Ginkaku-ji, der silberne Tempel, dessen Zen-Steingarten einer der wichtigsten des Landes ist. Im Norden Kyotos liegt der Kinkaku-ji, ein vergoldeter Pavillon. Nicht weit entfernt sollte man sich den Ryoan-ji ansehen, ebenfalls mit einem eindrucksvollen Zen-Garten. In den vielen kleinen »Unter-Tempeln« des Daitoku-ji findet man willkommene Ruhe. Man sollte unbedingt einen der wunderschönen Gärten Kyotos einen Besuch abstatten. Ausflüge von Kyoto bieten sich an, u. a. nach Himeji, wo es eine alte Burg zu besichtigen gibt, und in die Berge nach Uji, einem der Schauplätze des wahrscheinlich ältesten Romans der Menschheitsgeschichte, des Genji Monogatari (Geschichte des Prinzen Genji), geschrieben um das Jahr 1000 von Lady Murazaki, einer kaiserlichen Hofdame.
Nara ist
eine der ältesten Städte Japans und wird
oft als Wiege der japanischen Kultur
bezeichnet. Eine Million Besucher kommen
alljährlich, um die historische
fünfstöckige Kofuku-ji-Pagode,
die antiken Statuen, Schreine und Tempel
zu besichtigen. Der berühmte
Todai-ji-Tempel mit dem weltgrößten
Holzgebäude und der weltgrößten
bronzenen Buddhastatue
beeindrucken jeden Besucher. Im
Nara-Park, wo die meisten der Tempel
stehen, leben Hunderte von halbzahmen
Hirschen, die gefüttert werden wollen.
Außerhalb von Nara gibt es mehrere
Ausgrabungsstätten, die einige Tempel
vorzuweisen haben. |






