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Südossetien
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Südossetien

 

 

Länderinformationen

                                                                 
 


Bild:Ossetia-map.png

Хуссар Ирыстон
სამხრეთ ოსეთი
Южная Осетия

 

Das im Kaukasus gelegene Gebiet Südossetien (georgisch Samchret Osseti, ossetisch Республикæ Хуссар Ирыстон, Chussar Iryston, russisch Республика Южная Осетия, Juschnaja Ossetija) ist ein stabilisiertes De-facto-Regime, das völkerrechtlich jedoch als Teil Georgiens gilt. Die Republik erklärte sich 1990 nach einem Krieg gegen Georgien für staatlich unabhängig.

Hauptstadt ist Zchinwali. Das Gebiet grenzt im Norden an Russland, im Süden an die georgische Region Schida Kartli (dt. Inner-Kartlien) und umfasst eine Fläche von 3.885 Quadratkilometern. Das südlich des Kaukasus-Hauptkamms gelegene, gebirgige Land liegt auf einer Höhe von 1.000 bis 4.000 Metern über dem Meeresspiegel. 1989 lebten in der Region 164.000 Einwohner, heute sind es etwa 75.000.

Status

Der völkerrechtliche Status der Republik ist umstritten, neben Russland und Nicaragua behandeln lediglich die international nicht anerkannten Gebilde Abchasien und Transnistrien Südossetien als souveränen Staat. Zusammen mit Abchasien, Transnistrien und Berg-Karabach bildet Südossetien die Gemeinschaft nicht anerkannter Staaten.

Die meisten Staaten und internationalen Organisationen verstehen Südossetien als Teil Georgiens, teils wird Südossetien jedoch der Status eines De-facto-Regimes zugestanden,[1] [2] was wiederum mit der Begründung abgelehnt wird, dass Südossetien nur durch russische Militärpräsenz überhaupt bestehe.

Geschichte

Die Osseten wanderten im Mittelalter aus Gebieten südlich des Don in den Kaukasus ein. Zunächst lag Ossetien nördlich des Kaukasus. Im 4. bis 5. Jahrhundert migrierten die Osseten in südlichere Gebiete des Kaukasus. Im 5. Jahrhundert sicherte Georgiens König Wachtang I. Gorgassali den Darielpass mit einer Festung, um Angriffe der Osseten vorzubeugen.

1774 trat Ossetien freiwillig dem Russischen Reich bei.

Die Besiedelung des heutigen Südossetien durch Osseten begann schon im 5 Jahrhundert. 1842 wurde die russische Verwaltungseinheit Okrug Ossetien (dt. Kreis Ossetien) gegründet. 1918 bis 1921 war Südossetien Teil der von Russland unabhängigen Demokratischen Republik Georgien. 1920 proklamierten die Bolschewiki eine südossetische Sowjetrepublik. 1922 wurde es als Südossetischer Autonomer Oblast ein Bezirk Georgiens in der Sowjetunion.

Am 10. November 1989 beschloss der Oberste Sowjet des Bezirks die Gründung einer Südossetischen Autonomen Sowjetrepublik, die von der Sowjetunion wieder abgeschafft wurde. Es kam zum ersten Südossetien-Konflikt, der bis Januar 1990 dauerte. Georgische Nationalisten belagerten Zchinwali. Truppen des sowjetischen Innenministeriums versuchten, die verfeindeten Seiten zu trennen.

Am 20. September 1990 erklärte sich Südossetien als Demokratische Sowjetrepublik erneut unabhängig. Georgische Milizen marschierten in das Gebiet ein. In Zchinwali wurden Häuser von Georgiern angezündet. Russland entsandte Truppen, die zumeist auf Seiten der Südosseten eingriffen. Die Kämpfe forderten etwa 2.000 Tote auf Seite der Osseten. Circa 100.000 Osseten flohen aus Georgien und Südossetien nach Russland, 20.000 Georgier flohen nach Georgien und strandeten zumeist in Tiflis. Am 1. September 1991 benannte sich das Gebiet in Republik Südossetien um.

Im Juni 1992 unterzeichneten der russische Präsident Boris Jelzin und Georgiens Präsident Eduard Schewardnadse in Dagomys ein Waffenstillstandsabkommen. Seitdem sichert eine etwa 1.500-köpfige Friedenstruppe von Russen, Osseten und Georgiern den Frieden. Sie wird von einer gemischten Kontrollkommission, in der Georgien, Russland, Süd- und Nordossetien vertreten sind, beaufsichtigt. Am 27. August 1996 unterschrieben Georgiens Präsident Schewardnadse und der Präsident Südossetiens eine Vereinbarung über den künftigen Status des Gebiets.

Image:Pmt.jpg
The monument to the victims of the Georgian-Ossetian conflict in Tskhinvali

Wirtschaft

Südossetiens wichtigste Wirtschaftsfaktoren sind der Anbau von Getreide, Obst und Wein sowie der Gütertransport nach Russland.

Die Abspaltung von Georgien hat die Wirtschaft der Region stark geschwächt. Offiziell sind 40%, inoffiziell 60% der Einwohner arbeitslos. Südossetien ist ein wichtiger Marktplatz für den Transit von Gütern von Georgien nach Russland geworden. Am Roki-Tunnel, der die Grenze zu Russland bildet, werden lediglich 3% Zoll erhoben, während es sonst an der georgisch-russischen Grenze 25% sind. Zugleich ist die Transkaukasische Fernstraße durch Südossetien eine Hauptroute für Schmuggel, Drogen- und Waffenhandel. Nach Schätzungen des russischen Zolls betrug der Wert der geschmuggelten Güter im Jahr 1996 fast eine halbe Milliarde US-Dollar. Dabei handelt es sich vor allem um Benzin und Lebensmittel aus Russland.

 
Capital Kurta
Official languages Ossetian, Georgian
Government
 -  Head of the Administration Dmitri Sanakoyev [1]
 -  Interior Minister Jemal Karkusov
Temporary provisional administrative entity of Georgia 1
 -  Established April, 2007 
 -  Recognition Only by Georgia 
Currency Georgian lari (GEL)
1 Administration was set up by the Georgian government as a temporary measure before final solution on South Ossetia status. As of June 26, 2007 Georgia is proposing autonomous republic status for South Ossetia within the Georgian state.

Quellen

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სამხრეთ ოსეთი
Coat of arms of South Ossetia
Wappen

Staatsform

Staatsoberhaupt
President
Eduard Kokoity

Regierungschef
Premierminister
Yuri Morozov

Amtssprache

Hauptstadt
Zchinwali

Unabhängigkeit
von Georgien
einseitig erklärt am 28. November 1991; international nicht anerkannt

Nationalfeiertag

Nationalhymne

Fläche
3.885 km²

Einwohner
75.000

Bevölkerungsdichte
20 Einwohner/km²

Währung
Russischer Rubel

Zeitzone
UTC +3

 

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