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Bevölkerungsdaten

Nach Schätzungen der tibetischen Exilregierung leben im ursprünglichen Tibet heute 6 Millionen Tibeter und ca. 7,5 Millionen Chinesen. Durch die verstärkte Ansiedlungspolitik der Volksrepublik China nimmt die Zahl der nicht-tibetischen Einwanderer besonders in urbanen Gebieten stark zu. In allen Städten Tibets sind heute bereits die Chinesen in der Mehrheit.

Wenn von "Tibet" die Rede ist versteht die chinesische Regierung darunter das AGT und darauf beziehen sich auch die Daten. Der Dalai Lama bezieht hingegen das sogenannte "historische Tibet" mit ein, also große Teile der Provinzen Qinghai, Sichuan, Gansu und Yunnan. Historisch gesehen ist dieses Groß-Tibet ein Konstrukt; de facto unabhängig von 1912 bis 1950 war ein Tibet, das bis auf minimale Abweichungen dem heutigen Autonomen Gebiet Tibet (AGT) entspricht. Der Anteil han-chinesischer Bevölkerung ist in den tibetischen Siedlungsgebieten außerhalb des AGT durchweg höher als in Tibet. Das geht auch aus den Daten des Zensus hervor.

Beim Zensus der Volksrepublik China im Jahre 2000 wurde für das Autonome Gebiet Tibet eine Einwohnerzahl von 2.616.329 ermittelt (Bevölkerungsdichte: ca. 2,14 Einw./km²).

Ethnische Gliederung der Bevölkerung Tibets (2000)

Name des Volkes Einwohner Anteil
Tibeter 2.427.168 92,77%
Han 158.570 6,06%
Hui 9.031 0,35%
Monba 8.481 0,32%
ethnische Zugehörigkeit noch nicht definiert
(Deng/Dengba, Sherpa und Thami)
3.817 0,15%
Lhoba 2.691 0,1%
Naxi 1.223 0,05%
Bai 722 0,03%
Uiguren 701 0,03%
Mongolen 690 0,03%
Sonstige 3.235 0,11%

Die Zahlen erfassen allerdings nur die Einwohner, die ihren Hauptwohnsitz (chines. 户口 hukou) in Tibet haben. Die Aufenthaltsbevölkerung der Han-Chinesen ist wesentlich größer und dürfte nach seriösen Schätzungen bei über 10% bis höchstens 20% der Gesamtbevölkerung liegen. Es handelt sich dabei vor allem um Soldaten der Volksbefreiungsarmee, Kleinhändler, Kleingewerbetreibende u.a. Personen mit zeitlich befristeten Aufenthaltsgenehmigungen.

Im Stadtgebiet von Lhasa leben ca. 223.000 Menschen, in Xigazê 120.000, Qamdo 25.000 und Nyingchi 16.000.

Nach einer chinesischen Volkszählung im Jahr 2000 ergeben sich für die verschieden Provinzen des Hochlands von Tibet folgende Bevölkerungsanteile.

Tibeter und Han-Chinesen in Tibet, aufgeteilt nach Regionen gemäß der Zählung im Jahr 2000
Total Tibeter Han andere
Autonomes Gebiet Tibet (AGT)
AGT gesamt: 2.616.329 2.427.168 92.8 % 158.570 6.1 % 30.591 1.2 %
- Lhasa 474.499 387.124 81.6 % 80.584 17.0 % 6.791 1.4 %
- Qamdo 586.152 563.831 96.2 % 19.673 3.4 % 2.648 0.5 %
- Shannan 318.106 305.709 96.1% 10968 3.4 % 1.429 0.4 %
- Xigazê 634.962 618.270 97.4 % 12.500 2.0 % 4.192 0.7 %
- Nagqu 366.710 357.673 97.5 % 7.510 2.0 % 1.527 0.4 %
- Ngari 77.253 73.111 94.6 % 3.543 4.6 % 599 0.8 %
- Nyingchi 158.647 121.450 76.6 % 23.792 15.0 % 13.405 8.4 %
Provinz Qinghai
Qinghai gesamt: 4.822.963 1.086.592 22.5 % 2.606.050 54.0 % 1.130.321 23.4 %
- Xining 1.849.713 96.091 5.2 % 1.375.013 74.3 % 378.609 20.5 %
- Haidong 1.391.565 128.025 9.2 % 783.893 56.3 % 479.647 34.5 %
- Haibei 258.922 62.520 24.1 % 94.841 36.6 % 101.561 39.2 %
- Huangnan 214.642 142.360 66.3 % 16.194 7.5 % 56.088 26.1 %
- Hainan 375.426 235.663 62.8 % 105.337 28.1 % 34.426 9.2 %
- Golog 137.940 126.395 91.6 % 9.096 6.6 % 2.449 1.8 %
- Yushu 262.661 255.167 97.1 % 5.970 2.3 % 1.524 0.6 %
- Haixi 332.094 40.371 12.2 % 215.706 65.0 % 76.017 22.9 %
Provinz Sichuan
- Ngawa 847.468 455.238 53.7% 209.270 24.7 % 182.960 21.6%
- Garzê 897.239 703.168 78.4 % 163.648 18.2 % 30.423 3.4 %
- Muli 124.462 60.679 48.8 % 27.199 21.9 % 36.584 29.4 %
Provinz Yunnan
- Dêqên 353.518 117.099 33.1 % 57.928 16.4 % 178.491 50.5 %
Provinz Gansu
- Gannan 640.106 329.278 51.4 % 267.260 41.8% 43.568 6.8 %
- Tianzhu 221.347 66.125 29.9 % 139.190 62.9 % 16.032 7.2 %
Gesamt für Großtibet
Mit Xining und Haidong 10.523.432 5.245.347 49.8 % 3.629.115 34.5 % 1.648.970 15.7 %
Ohne Xining und Haidong 7.282.154 5.021.231 69.0 % 1.470.209 20.2 % 790.714 10.9 %

Diese Liste beinhaltet alle tibetischen autonomen Gebiete der Volksrepublik China und zusätzlich Xining sowie Haidong. Die beiden letzten wurden berücksichtigt um die Liste für die Provinz Qinghai zu vervollständigen und auch weil die tibetische Exilregierung diese beiden Gebiete als Teil von Großtibet beansprucht.

Die Schätzungen der tibetischen Exilregierung ergeben andere Zahlen. Nach ihren Schätzungen leben im Hochland von Tibet heute 6 Millionen Tibeter und ca. 7,5 Millionen Chinesen; in allen Städten Tibets seien heute Han-Chinesen bereits in der Mehrheit und insgesamt ca. 111.170 Tibeter leben im Exil:

Tibeter im Exil
Indien 85.000
Nepal 14.000
Kanada und USA 7.000
Bhutan 1.600
Schweiz 2.500
Republik China 1.000
restliches Europa 640
Australien und Neuseeland 220
Skandinavien 110
Japan 60

Diese Zahlen schließen jene Tibeter nicht mit ein, die als Selbständige, Angestellte oder auch als Schüler in chinesischen Städten in Chinas Osthälfte leben. Allein in Peking leben rund 2000 Tibeter, wie auch Lanzhou, die Hauptstadt der nordwestchinesischen Provinz Gansu, und Chengdu, die Hauptstadt der chinesischen Provinz Sichuan, einen beträchtlichen tibetischen Bevölkerungsanteil aufweisen. Nichtoffiziellen Schätzungen zufolge liegt die Zahl der Tibeter, die in Chengdu leben, zwischen 10.000 und 100.000. Aufgrund des inzwischen wieder großen Zuspruchs, dessen sich der tibetische Buddhismus auch unter Han-Chinesen erfreut, lassen sich auch manche hohe Lamas in ost- und südchinesischen Städten wie Shanghai, Hangzhou oder Shenzhen nieder.

Bild:Litang-ninos-c01-f.jpg
Kinder in Tibet, 2003.

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Nationale Symbole
Wappen/Siegel der tibetischen Exilregierung und Tibets vor der chinesischen Okkupation
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Hauptstadt
Lhasa

ISO 3166-2-Code
CN-54

Zeitzone
UTC +8
The two western autonomous regions of China, Xinjiang and Tibet, were in UTC+6 during the Republic era (1912–1949), but were moved to UTC+8 after the founding of the People's Republic of China in 1949. Today, residents of the two autonomous regions do everything 2 hours late. For example, lunch is at 14:00 and business hour ends around 19:00.

Lhasa

Lage von Xīzàng zìzhìqū (Pinyin)  Bod Rang Skyong Lbyongs (tibet.) in China

 

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