Traditionell gliedert sich Bayern in die drei Landesteile Franken (heute die Regierungsbezirke Ober-, Mittel- und Unterfranken), Schwaben und Altbayern (Regierungsbezirke Ober- und Niederbayern und Oberpfalz).
Regierungsbezirke
Das Staatsgebiet des Freistaates Bayern ist für den Bereich der allgemeinen und inneren Verwaltung in Verwaltungssprengel eingeteilt, welche die Bezeichnung Regierungsbezirke (Kreise) führen. Die Regierungsbezirke werden durch die Regierungen geleitet, denen je ein Regierungspräsident vorsteht, der vom Innenminister ernannt wird. Die Regierungen sind die Mittelbehörden der allgemeinen und inneren Verwaltung und unterstehen dem Staatsministerium des Inneren. Nachstehend sind die Regierungsbezirke sortiert nach dem Amtlichen Gemeindeschlüssel (AGS) und mit den Abkürzungen des Bayerischen Staatsministeriums des Innern:
| Regierungsbezirk | Hauptstadt | AGS | Abk. | Fläche |
Einwohner (Sep 2005) |
E./km² |
| Oberbayern | München | 091 | OB | 17.529,63 km² | 4.232.962 | 241 |
| Niederbayern | Landshut | 092 | NB | 10.329,91 km² | 1.197.631 | 116 |
| Oberpfalz | Regensburg | 093 | OPf. | 9.691,03 km² | 1.090.318 | 113 |
| Oberfranken | Bayreuth | 094 | Ofr. | 7.231,00 km² | 1.103.239 | 153 |
| Mittelfranken | Ansbach | 095 | Mfr. | 7.244,85 km² | 1.708.841 | 236 |
| Unterfranken | Würzburg | 096 | Ufr. | 8.530,99 km² | 1.342.308 | 157 |
| Schwaben | Augsburg | 097 | Schw. | 9.992,03 km² | 1.789.698 | 179 |
| Bayern | München | 70.549,11 km² | 12.464.997 | 177 |
Wirtschaft
Bayern gilt als sehr wirtschaftsstarker und reicher Staat, es hat sich in den letzten Jahrzehnten vom Agrar- zum Technologieland entwickelt. Die wirtschaftlich stärkste Region ist der Großraum München mit Automobilindustrie (BMW, MAN, Knorr-Bremse), IT-Sektor (Siemens, Infineon, Microsoft), Medien und Verlage (Premiere, Kabel Deutschland, Burda Verlag), Rüstungsindustrie (EADS, Krauss-Maffei), Touristik (historische Sehenswürdigkeiten, Museen, Biergärten, Oktoberfest, Kongresse und Messen). Weitere bedeutende Wirtschaftsstandorte in Südbayern sind Augsburg, Ingolstadt und das Bayerische Chemiedreieck zwischen Chiemsee, Inn und Salzach.
In Nordbayern ist die Metropolregion Nürnberg–Fürth–Erlangen der wichtigste Standort. Daneben kann der Raum zwischen Aschaffenburg und Würzburg/Schweinfurt sehr gute Wirtschaftsdaten aufweisen, etwa eine Arbeitslosigkeit von durchschnittlich unter 6 % und eine florierende Wirtschaft. Gleiches gilt für Regensburg ,das seit Jahren an Wirtschaftskraft zunimmt.
Manche Grenzregionen sind durch Wettbewerbsvorteile in den Nachbarstaaten einesteils und mangelnde Infrastruktur andernteils von Subventionen abhängig. Speziell der Bayerische Wald hatte zu Zeiten des Kalten Krieges durch seine abseitige Lage im Zonenrandgebiet wenig Standortattraktivität besessen. Zwar fiel nach 1990 dort der Eiserne Vorhang zur CSFR, gleichzeitig wurde aber im wiedervereinigten Deutschland die Zonenrandförderung aufgehoben, und zugleich bot das angrenzende Tschechien – ab 2004 auch EU-Mitglied – oft bessere Investitionsanreize.
Touristisch sind neben München besonders die Regionen um die bayerischen Seen und in den Alpen sowie Regensburg mit der Historischen Altstadt als UNESCO Welterbe seit 2007 stark. Die Arbeitslosenquote betrug im Januar 2008 5,3 %. Bayern hatte somit die zweitniedrigste Arbeitslosenquote in Deutschland. Im Vergleich mit dem BIP der EU ausgedrückt in Kaufkraftstandards erreicht Bayern einen Index von 128.2 (EU-25:100) (2003). Bayern konnte im Jahr 2006 ein Wirtschaftswachstum von 2.8 % verbuchen, dieser Wert liegt genau im Bundesdurchschnitt.








