Nordrhein-Westfalen
Landesflagge
Informationen zur Flagge

 

Links
Offizielle Seite von NRW
Wikipedia Artikel Nordrhein-Westfalen
Portal: Nordrhein-Westfalen
 

 

 
     
     
     
     

Basisdaten

Land:

Nordrhein-Westfalen

ISO 3166-2-Kode:  DE-NW
Beitritt zum Bund:  1949
Fläche:  34.080 km² (Rang 3)
Ausdehnung: Nord–Süd 243 km, West–Ost 252 km
Einwohner:  18,058 Mio (Rang 1) 
Einwohner pro km²:  530  (Rang 1)
Hauptstadt:  Düsseldorf (Bev.:577.505 (31. Dez. 2006))
Arbeitslosenquote: 9,0 Jan. 2008

Wirtschaft

BIP:  501,707 Mrd. €
BIP pro Kopf:  27.811 €
Einkommen pro Kopf: 18.724 €
Schulden pro Kopf:  6.389 €
Schulden gesamt:  115 Mrd. €
Länderfinanzausgleich:  -20 Mio. € (2007)
insgesamt bis einschließlich 2007:  -13.381 Mio. €
EU-Vergleich: 115,0  
Politik
Regierungschef: Jürgen Rüttgers
Regierungsparteien: CDU und FDP
Stimmen im Bundesrat: 6
 
Nordrhein-Westfalen (amtliche Abkürzung: NW, umgangsspachlich abgekürzt: NRW) ist ein Land im Westen Deutschlands und mit rund 18 Millionen Einwohnern das bevölkerungsreichste, flächenbezogen mit 34.080 km² das viertgrößte. Die Landeshauptstadt ist Düsseldorf. In NRW werden neben dem Hochdeutschen auch niedersächsische Mundarten in Westfalen, niederfränkische am Niederrhein und ripuarische am Mittelrhein gesprochen.

Nordrhein-Westfalen grenzt im Norden an Niedersachsen, im Osten an Hessen, im Süden an Rheinland-Pfalz, im Westen an Belgien und an die Niederlande.

Bild:Rhein-Herne-Kanal bei Oberhausen.jpg
Rhein-Herne-Kanal bei Oberhausen

Wirtschaft

Land von Kohle und Stahl war in den 1950er und 1960er Jahren eine durchaus treffende Selbst- und Fremdbeschreibung für Nordrhein-Westfalen. Das montanindustrielle Ruhrgebiet war nach dem Wiederaufbau wieder eine der wichtigsten Industrieregionen Europas und hat zum Wirtschaftswunder nicht nur im Land, sondern in der gesamten Bundesrepublik entscheidend beigetragen.

Dabei wird vergessen, dass andere Regionen in Nordrhein-Westfalen eine wesentlich längere gewerbliche Tradition aufweisen als das erst im 19. Jahrhundert industrialisierte Ruhrgebiet. Die Textilindustrie hat etwa in Ostwestfalen, in Teilen des bergischen Landes (Wuppertal) und anderen Teilen des Landes den Übergang vom Heimgewerbe zur Fabrikproduktion erfolgreich vollzogen. In weiten Teilen Südwestfalens und des bergischen Landes war die Eisenerzeugung und -verarbeitung in unterschiedlichen Formen seit der frühen Neuzeit verbreitet. Andere Teile des Landes blieben dagegen lange Zeit weiter landwirtschaftlich geprägt. Dazu gehörte etwa das obere Sauerland, weite Teile des Niederrheins, die Eifel, weite Teile des Münsterlandes und des Hochstifts Paderborn. Nicht zu vergessen ist, dass sich am Rhein und anderen Standorten etwa mit der Chemieindustrie und dem Maschinenbau im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert für das Land wichtige neue Industriezweige ansiedelten. Dagegen blieb der in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zentrale Wirtschaftsfaktor der Automobilindustrie (sieht man einmal von den Ford-Werken in Köln und später der Opel-Fabrik in Bochum und dem Mercedes-Benz-Sprinter-Werk in Düsseldorf ab) unterentwickelt. Insgesamt aber kam keine dieser Regionen an die wirtschaftliche und bevölkerungsgeschichtliche Dynamik des „Reviers“ heran.

Spätestens seit den 1960er Jahren begannen sich die negativen Seiten dieser industriellen Monostruktur zu zeigen. Immer wiederkehrende Stahl- und Kohlekrisen ließen den montanindustriellen Sektor immer mehr zusammenschmelzen. Zwar blieben Montanunternehmen wie die RAG Aktiengesellschaft oder ThyssenKrupp regional wichtige Arbeitgeber, waren aber keine Wachstumsmotoren mehr. Dagegen erlebten im produzierenden Sektor die mittelbetrieblichen Unternehmen jenseits des Ruhrgebiets insbesondere im Maschinenbau, der metall- und eisenverarbeitenden Industrie einen erheblichen Aufschwung. Während in Teilen des Ruhrgebiets und den Großstädten des Rheinlandes der Bildungs-, Medien- und Dienstleistungssektor ein immer stärkeres Gewicht erlangten, nahm der gewerbliche Beschäftigtenanteil in ehemals eher peripheren Regionen mit mittelständischer Wirtschaftsstruktur deutlich zu. Im Sauerland sind etwa heute deutlich mehr Menschen im produzierenden Gewerbe beschäftigt als im Ruhrgebiet. Jedoch konnten (2006) 98 Städte in NRW keinen genehmigten Haushalt vorlegen.

Bild:Wissenschaftspark 01.jpg
Wissenschaftspark Rheinelbe in Gelsenkirchen auf dem Gelände des ehemaligen Bergwerks Rheinelbe, im Hintergrund das einstige Verwaltungsgebäude der Zeche

Auch wenn immer noch Teile des alten Reviers hohe Arbeitslosenzahlen aufweisen, ist der Strukturwandel von der Industrie- zur Wissensgesellschaft in den industriellen Kernen insgesamt in den letzten Jahrzehnten durchaus erfolgreich verlaufen. Der Dienstleistungssektor ist mit den Konzernzentralen von Energie- und Wasserversorgern wie der RWE und E.ON Ruhrgas und Handelskonzernen wie der METRO Group (Düsseldorf), der REWE Group (Köln), der Aldi-Gruppe, Arcandor oder der Unternehmensgruppe Tengelmann ebenfalls stark vertreten. Außerdem gibt es in den häufig als Fußgängerzonen ausgewiesenen Innenstädten und den Einkaufszentren Ruhr-Park, Uni-Center, Allee-Center Hamm, RheinRuhrZentrum, City-Arkaden Wuppertal, Volmegalerie in Hagen und CentrO zahllose Einzelhändler.

Quellen
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Nordrhein-Westfalen aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
 

Teile dieses Artikels stammen aus der Wikipedia. Der Inhalt dieser Seite steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation l Über Wikipedia l Lizenzbestimmungen

 

 

 

Home | Kontakt/Impressum l Disclaimer l Copyrightvermerk l © Lexas Information Network. Alle Rechte vorbehalten. Design by Offworld Indonesia