Sachsen-Anhalt
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Landkreiskarte: Sachsen-Anhalt

Basisdaten

Land:

Sachsen-Anhalt

ISO 3166-2-Kode:  DE-ST
Beitritt zum Bund:  1990
Fläche:  20.477 km² (Rang 7)
Einwohner:  2,470 Mio (Rang 11) 
Einwohner pro km²:  121  (Rang 11)
Hauptstadt:  Magdeburg (Bev.:229.826 (31. Dez. 2006))
Arbeitslosenquote: 15,8 Jan. 2008

Wirtschaft

BIP:  50,138 Mrd. €
BIP pro Kopf:  20.409 €
Einkommen pro Kopf: 14.005 €
Schulden pro Kopf:  8.252
Schulden gesamt:  20,127 Mrd. €
Länderfinanzausgleich:  +610 Mio. € (2007)
insgesamt bis einschließlich 2007:  +7.845 Mio. €
EU-Vergleich: 81,3  
Politik
Regierungschef: Wolfgang Böhmer
Regierungsparteien: CDU und SPD
Stimmen im Bundesrat: 4
 
Sachsen-Anhalt (plattdeutsch Sassen-Anhalt) ist ein Land innerhalb der Bundesrepublik Deutschland. Die Landeshauptstadt ist Magdeburg. Angrenzende Länder sind Niedersachsen, Brandenburg, Sachsen und Thüringen.

Kulturgeschichte

Die Gegend des heutigen Landes Sachsen-Anhalt war im frühen Mittelalter einer der kulturellen Schwerpunkte im deutschsprachigen Raum. Die heutige Landeshauptstadt Magdeburg war damals eines der politischen Zentren im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation. Von der früheren Bedeutung der gesamten Region zeugen heute die für das Land typischen, gut erhaltenen Baudenkmäler aus der Zeit der Romanik und der Gotik (siehe auch: Straße der Romanik) wie die Dome von Magdeburg und Halberstadt, die Quedlinburger Altstadt und viele Burgen und Kirchen.

Laut Landesmarketinggesellschaft ist Sachsen-Anhalt das Land mit der höchsten Dichte an UNESCO-Weltkulturerben in Deutschland. Hierzu zählen das Bauhaus in Dessau-Roßlau, die Lutherstädte Wittenberg und Eisleben, die Altstadt von Quedlinburg und das Dessau-Wörlitzer Gartenreich mit dem Wörlitzer Park. Prägend für die hiesigen Ortschaften und Städte sind neben verwinkelten Fachwerkhausaltstädten und eng bebauten Dörfern, ebenfalls oft mit Fachwerkarchitektur und sehenswerten alten Dorfkirchen, auch Gebäude aus der Zeit der preußischen Provinz Sachsen, die als reichste Provinz des Landes galt

Wirtschaft

Die Region um Halle (Saale) bildet zusammen mit dem in Sachsen liegenden Leipzig eine wirtschaftliche Schwerpunktregion. Hier laufen verschiedene Verkehrsströme zusammen. Traditionell befindet sich in der Gegend ein Schwerpunkt von Chemie- und Erdölindustrie („Chemiedreieck“, Leuna). In Leuna wurden in den letzten Jahren die größten Auslandsinvestitionen ganz Ostdeutschlands getätigt. Ein weiterer wirtschaftlicher Schwerpunkt ist die günstig zwischen Hannover und Berlin gelegene Landeshauptstadt Magdeburg.

Insgesamt hatte Sachsen-Anhalt große Schwierigkeiten bei der Umstrukturierung der Industrie. So kam es zu vielen Firmenschließungen und enormen Arbeitsplatzverlusten. In den vergangenen Jahren ist es durch eine offensive Standortpolitik zunehmend geglückt, die Arbeitslosenquote zu senken und ein größere wirtschaftliche Dynamik zu erreichen. Sachsen-Anhalt meistert den enormen Strukturwandel mit Erfolg. Das Bruttoinlandsprodukt stieg 2006 um 2,8 Prozent. Bereits 2005 lag Sachsen-Anhalt beim Wachstum weit vorn. 2006 stieg die Wertschöpfung des verarbeitenden Gewerbes um 12,2 Prozent. Das war der zweithöchste Zuwachs in den neuen Bundesländern. Dennoch ist die Arbeitslosenquote immer noch eine der höchsten in der Bundesrepublik. Im September 2007 lag sie bei 15,0 Prozent. Sachsen-Anhalt wies damit die höchste Arbeitslosenquote aller Bundesländer auf. Innerhalb des Bundeslandes zeigt sich seinerseits ein großes Gefälle. Während die Quote im Landkreis Börde mit 10,2 Prozent nur knapp über dem Bundesdurchschnitt lag, war sie im Landkreis Mansfeld-Südharz mit 18,6 Prozent mehr als doppelt so hoch.

In absoluten Zahlen wurden 2005 in Sachsen-Anhalt Waren und Dienstleistungen im Wert von 50 Milliarden Euro erwirtschaftet. Wichtigste Industriezweige sind vor allem die Chemieindustrie, der Maschinenbau und das Ernährungsgewerbe. Das Land hat sich in den letzten Jahren zu einem leistungsstarken und international konkurrenzfähigen Standort entwickelt. Mit der Ansiedlung nationaler und internationaler Unternehmen sowie mit der Modernisierung ansässiger Unternehmen sind neue Forschungs- und Fertigungskapazitäten ins Land gekommen. Durch die intensive Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft verfügen die einzelnen Branchen über ein exzellentes Forschungs- und Entwicklungspotenzial.

Neben den traditionellen Branchen haben sich auch der Dienstleistungssektor und neue Industrien wie Automotive, Biotechnologie, Informations- und Kommunikationstechnologien, Medien, Holz, nachwachsende Rohstoffe, die Solarwirtschaft und der Tourismus etabliert und bestimmen heute die Wirtschaft.

 

Quellen
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Sachsen-Anhalt aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
 

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