Sachsen
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Basisdaten

Land:

Sachsen

ISO 3166-2-Kode:  DE-SN
Beitritt zum Bund:  1990
Fläche:  18.413 km² (Rang 9)
Einwohner:  4,274 Mio (Rang 7) 
Einwohner pro km²:  232  (Rang 7)
Hauptstadt:  Dresden (Bev.:505.514 (30. Sep. 2007))
Arbeitslosenquote: 14,6 Jan. 2008

Wirtschaft

BIP:  88,713 Mrd. €
BIP pro Kopf:  20.815 €
Einkommen pro Kopf: 14.599 €
Schulden pro Kopf:  2.825
Schulden gesamt:  11,8 Mrd. €
Länderfinanzausgleich:  +1.140 Mio. € (2007)
insgesamt bis einschließlich 2007:  +13.392 Mio. €
EU-Vergleich: 85,9  
Politik
Regierungschef: Georg Milbradt
Regierungsparteien: CDU und SPD
Stimmen im Bundesrat: 4
 

Der Freistaat Sachsen (obersorbisch: Swobodny stat Sakska, niedersorbisch: Zwězkowy kraj Sakska), ist ein Land im mittel-östlichen Teil Deutschlands. Er grenzt im Norden an Brandenburg, im Nordwesten an Sachsen-Anhalt, im Westen an den Freistaat Thüringen und im Südwesten an den Freistaat Bayern. Außerdem hat er eine gemeinsame Grenze im Süden mit Tschechien und im Osten mit Polen. Seine Landeshauptstadt ist Dresden.

Die größten Städte sind Leipzig und Dresden gefolgt von Chemnitz. Wegen Bevölkerungsrückgangs verlor die viertgrößte Stadt Zwickau Ende 2003 den Großstadtstatus. Seit der Wiedervereinigung im Jahre 1990 ist die Einwohnerzahl im Freistaat Sachsen durch Abwanderung und Sterbeüberschuss aufgrund geringer Geburtenraten um 600.000 Einwohner zurückgegangen.
 

Wirtschaft

Die sächsische Wirtschaft hat nach der Wiedervereinigung der Territorien der ehemaligen DDR mit der Bundesrepublik Deutschland einen starken Strukturwandel erlebt. Viele der meist stark rückständigen Industriebetriebe wurden geschlossen. Braunkohletagebaue und -kraftwerke wurden stillgelegt oder durch neue ersetzt. Zahlreiche ehemalige Tagebaurestlöcher befinden sich zurzeit in der Rekultivierung.

Heute steht Sachsen vor Thüringen auf einem Spitzenplatz der mitteldeutschen Wirtschaft, wenngleich das Problem der hohen Arbeitslosigkeit nicht gelöst ist. Sachsen hat mit Wachstumsraten einzelner Industriebereiche zwischen acht und zehn Prozent die höchsten in Deutschland und kann in Teilen bei wichtigen Wohlstandsindikatoren zu den westlichen Bundesländern bereits aufschließen. So liegt das verfügbare Einkommen der Altersgruppe von 20–35 über dem Bundesdurchschnitt, jedoch wird das Gesamtergebnis von den niedrigen Einkommen der Gruppen ab 40 kompensiert. Insgesamt ist der Strukturwandel noch nicht abgeschlossen. Im Vergleich mit dem BIP der EU ausgedrückt in Kaufkraftstandards erreicht Sachsen einen Index von 79,6 (EU-25:100) (2003).[2]

Vor allem die Ballungsräume Leipzig-Halle und Chemnitz-Zwickau sind Antrieb der sächsischen Wirtschaft. Das Ballungsgebiet Dresden ist gemessen am Bruttoinlandsprodukt der wirtschaftlich stärkste Raum Sachsens. Dresden spielt dabei durch die Ansiedlung von AMD und Infineon sowie vieler Zulieferbetriebe eine wichtige Rolle in der Mikrotechnologie. Diese drei Räume bilden die Ecken der Metropolregion Sachsendreieck.

Tourismus

Insbesondere das Erzgebirge, das Vogtland (sächsischer Teil), die Sächsische Schweiz und das Zittauer Gebirge sind als sächsische Landschaften vom Tourismus geprägt, als Städte sind v. a. Dresden und Leipzig zu nennen. Neben Erholungs- und Sportmöglichkeiten

begründet sich die Tourismuswirtschaft in Sachsen in der Architektur und den kulturellen Möglichkeiten in Städten wie Dresden, Leipzig, Meissen (Porzellan) oder Görlitz, aber auch in der Bergbautradition (Silberstraße zwischen Zwickau und Dresden) und in regionalen Produkten wie der Erzgebirgischen Volkskunst oder dem Lausitzer Osterschmuck. Die Anzahl der Übernachtungen im Freistaat belief sich 2005 auf 14,9 Millionen, 2006 auf 15,9 Millionen (+6,7%).[4] Derzeit erleidet Sachsen einen spürbaren Rückgang des Tourismus aufgrund der jüngsten Ereignisse bezüglich rechtsextremer Gewalt, fremdenfeindlicher Übergriffe und Wahlerfolge rechtsextremer Parteien.[5]

Image:Dresden bei Nacht.jpg
Blick auf Dresden bei Nacht

Quellen
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Sachsen aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
Regionales BIP je Einwohner in der EU27

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