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Schleswig-Holstein (dänisch:
Slesvig-Holsten,
friesisch: Slaswik-Holstiinj,
niederdeutsch: Sleswig-Holsteen) ist das
nördlichste
Land
Deutschlands und wird als das
Land zwischen den Meeren – Nordsee und Ostsee –
bezeichnet. Die Landeshauptstadt ist seit Gründung
des Landes 1946
Kiel. Vorher war Kiel nur Sitz des preußischen
Oberpräsidenten,
Regierungssitz war Schleswig. Schleswig-Holstein
ist das kleinste
Flächenland nach dem
Saarland. Es grenzt im Norden mit der
Bundesgrenze an
Dänemark, im Süden an die Länder
Hamburg und
Niedersachsen sowie im Südosten an
Mecklenburg-Vorpommern.
Schleswig-Holstein stellt geographisch den südlichen
Abschluss der Halbinsel
Jütland und den nördlichen Teil der
Norddeutschen Tiefebene dar und ist
eingeschlossen zwischen der
Nordsee im Westen, der
Ostsee und
Mecklenburg-Vorpommern im Osten, Hamburg und
Niedersachsen im Süden und Dänemark im Norden.
Die Küstenlinie des Landes hat einen Anteil von
3,2 % an der gesamten europäischen Küstenlinie. Im
Städtchen
Nortorf befindet sich der
Geographische Mittelpunkt.
Historisch besteht Schleswig-Holstein aus den Landesteilen Schleswig, Holstein, Lübeck und dem ehemaligen Herzogtum Lauenburg; die Grenze zwischen den Landesteilen Schleswig und Holstein wird durch die Flüsse Eider und Levensau (knapp nördlich von Kiel) markiert. WirtschaftSchleswig-Holstein ist traditionell ein strukturschwaches Land mit nur zwei Großstädten, Kiel und Lübeck. Verhältnismäßig viele Einwohner arbeiten weiterhin in der Landwirtschaft. Produzierende Industrie entwickelte sich hier relativ spät und wurde schon früh wieder vom einsetzenden Strukturwandel betroffen. Auch die Wiedervereinigung von 1990, durch die Schleswig-Holstein vom Nehmer- zum Geberland im Länderfinanzausgleich wurde, hatte ökonomisch ungünstige Folgen; der Abbau von Bundeswehr und Marine traf die Wirtschaft des Bundeslandes besonders hart. In ökonomischer Hinsicht lassen sich drei Großräume unterscheiden: das prosperierende Hamburger Umland in der Metropolregion Hamburg, auch "Speckgürtel" genannt (mit Maschinenbau und Dienstleistungen), die besonders strukturschwache Westküste (Landwirtschaft, Tourismus, Windenergie) und die Hafenstädte an der Ostküste (insbesondere Flensburg, Kiel und Lübeck) mit Handel, Verkehr und Schiffbau. In den letzten Jahren gewinnt der Seehandel mit dem Ostseeraum wieder an Bedeutung. Eine besondere Rolle spielen dabei die Jütlandlinie und die Vogelfluglinie wie auch der Lübecker Hafen als Wege nach Skandinavien, Finnland, Russland und das Baltikum. Kiel ist der nach Rostock bedeutendste Fährhafen Deutschlands. In Schleswig-Holstein sind gut zwei Drittel der gesamten deutschen Fischereiflotte stationiert. Rund ein Viertel der deutschen Reedereien sind im Land angesiedelt; etwa 20 % des deutschen Umsatzes im Schiffbau werden hier erwirtschaftet. Vor allem die Werft HDW in Kiel ist auch international sehr erfolgreich. Schleswig-Holstein hat an drei Standorten Kernkraftwerke, in Brunsbüttel, Brokdorf und Krümmel. Der Tourismus in Schleswig-Holstein hat eine weit größere Bedeutung als in den meisten anderen Bundesländern. Im Jahr 2002 erwirtschafteten etwa 80.000 Beschäftigte einen Umsatz von 5,2 Milliarden Euro. Der Beitrag des Tourismus zum Volkseinkommen betrug damit 4,6 % (im Gegensatz zum Bundesschnitt von 2,8 %). Besonders die nordfriesischen Inseln (allen voran Sylt) erfreuen sich großer Beliebtheit bei den - zumeist deutschen - Touristen, doch auch die Ostseebäder (z. B. Timmendorfer Strand, Ostseebad Laboe, Eckernförde oder Glücksburg) sind von Bedeutung.
Quellen
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