Schleswig-Holstein
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Basisdaten

Land:

Schleswig-Holstein

ISO 3166-2-Kode:  DE-SH
Beitritt zum Bund:  1949
Fläche:  15.765 km² (Rang 11)
Einwohner:  2,833 Mio (Rang 9) 
Einwohner pro km²:  179  (Rang 9)
Hauptstadt:  Kiel (Bev.:235.366 (31. Dez. 2006))
Arbeitslosenquote: 8,4 Jan. 2008

Wirtschaft

BIP:  69,862 Mrd. €
BIP pro Kopf:  24.670 €
Einkommen pro Kopf: 16.920 €
Schulden pro Kopf:  8.072
Schulden gesamt:  22,873 Mrd. €
Länderfinanzausgleich:  +140 Mio. € (2007)
insgesamt bis einschließlich 2007:  +5.911 Mio. €
EU-Vergleich: 104,1  
Politik
Regierungschef: Peter Harry Carstensen
Regierungsparteien: CDU und SPD
Stimmen im Bundesrat: 4

 

Schleswig-Holstein (dänisch: Slesvig-Holsten, friesisch: Slaswik-Holstiinj, niederdeutsch: Sleswig-Holsteen) ist das nördlichste Land Deutschlands und wird als das Land zwischen den Meeren – Nordsee und Ostsee – bezeichnet. Die Landeshauptstadt ist seit Gründung des Landes 1946 Kiel. Vorher war Kiel nur Sitz des preußischen Oberpräsidenten, Regierungssitz war Schleswig. Schleswig-Holstein ist das kleinste Flächenland nach dem Saarland. Es grenzt im Norden mit der Bundesgrenze an Dänemark, im Süden an die Länder Hamburg und Niedersachsen sowie im Südosten an Mecklenburg-Vorpommern.
Schleswig-Holstein stellt geographisch den südlichen Abschluss der Halbinsel Jütland und den nördlichen Teil der Norddeutschen Tiefebene dar und ist eingeschlossen zwischen der Nordsee im Westen, der Ostsee und Mecklenburg-Vorpommern im Osten, Hamburg und Niedersachsen im Süden und Dänemark im Norden. Die Küstenlinie des Landes hat einen Anteil von 3,2 % an der gesamten europäischen Küstenlinie. Im Städtchen Nortorf befindet sich der Geographische Mittelpunkt.

Historisch besteht Schleswig-Holstein aus den Landesteilen Schleswig, Holstein, Lübeck und dem ehemaligen Herzogtum Lauenburg; die Grenze zwischen den Landesteilen Schleswig und Holstein wird durch die Flüsse Eider und Levensau (knapp nördlich von Kiel) markiert.

Wirtschaft

Schleswig-Holstein ist traditionell ein strukturschwaches Land mit nur zwei Großstädten, Kiel und Lübeck. Verhältnismäßig viele Einwohner arbeiten weiterhin in der Landwirtschaft. Produzierende Industrie entwickelte sich hier relativ spät und wurde schon früh wieder vom einsetzenden Strukturwandel betroffen. Auch die Wiedervereinigung von 1990, durch die Schleswig-Holstein vom Nehmer- zum Geberland im Länderfinanzausgleich wurde, hatte ökonomisch ungünstige Folgen; der Abbau von Bundeswehr und Marine traf die Wirtschaft des Bundeslandes besonders hart. In ökonomischer Hinsicht lassen sich drei Großräume unterscheiden: das prosperierende Hamburger Umland in der Metropolregion Hamburg, auch "Speckgürtel" genannt (mit Maschinenbau und Dienstleistungen), die besonders strukturschwache Westküste (Landwirtschaft, Tourismus, Windenergie) und die Hafenstädte an der Ostküste (insbesondere Flensburg, Kiel und Lübeck) mit Handel, Verkehr und Schiffbau. In den letzten Jahren gewinnt der Seehandel mit dem Ostseeraum wieder an Bedeutung. Eine besondere Rolle spielen dabei die Jütlandlinie und die Vogelfluglinie wie auch der Lübecker Hafen als Wege nach Skandinavien, Finnland, Russland und das Baltikum. Kiel ist der nach Rostock bedeutendste Fährhafen Deutschlands.

In Schleswig-Holstein sind gut zwei Drittel der gesamten deutschen Fischereiflotte stationiert. Rund ein Viertel der deutschen Reedereien sind im Land angesiedelt; etwa 20 % des deutschen Umsatzes im Schiffbau werden hier erwirtschaftet. Vor allem die Werft HDW in Kiel ist auch international sehr erfolgreich.

Schleswig-Holstein hat an drei Standorten Kernkraftwerke, in Brunsbüttel, Brokdorf und Krümmel.

Der Tourismus in Schleswig-Holstein hat eine weit größere Bedeutung als in den meisten anderen Bundesländern. Im Jahr 2002 erwirtschafteten etwa 80.000 Beschäftigte einen Umsatz von 5,2 Milliarden Euro. Der Beitrag des Tourismus zum Volkseinkommen betrug damit 4,6 % (im Gegensatz zum Bundesschnitt von 2,8 %). Besonders die nordfriesischen Inseln (allen voran Sylt) erfreuen sich großer Beliebtheit bei den - zumeist deutschen - Touristen, doch auch die Ostseebäder (z. B. Timmendorfer Strand, Ostseebad Laboe, Eckernförde oder Glücksburg) sind von Bedeutung.

Schleswig-Holstein aus dem All
Schleswig-Holstein aus dem All

Quellen
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