In Thüringen werden vor allem Glas, Keramik,
Spielwaren, Holz und Textilien und viele Produkte
aus der Metallverarbeitung hergestellt. Die meisten
Arbeiter sind in Eisenach und Waltershausen im
Maschinen- und Fahrzeugbau beschäftigt, aber auch in
der Kleineisen- und Werkzeugproduktion. Von
Bedeutung sind Elektrotechnik und Gerätebau in
Erfurt, Eisenach, Ruhla, Suhl und Meiningen. Die
Stadt Jena erlangte durch die Herstellung von
Präzisionsgeräten weltweites Ansehen. Aus dem
Unternehmen „Carl Zeiss Jena“ entstand nach 1990
Jenoptik, der größter Arbeitgeber der Stadt.
Der Tourismus ist ein wichtiger Wirtschaftszweig für
das Bundesland. Die Erholungsgebiete befinden sich
hauptsächlich im Thüringer Wald und im Thüringer
Schiefergebirge. Zahlreiche Wanderwege erschließen
diese Gebirge. Der etwa 160 Kilometer lange
Fernwanderweg „Rennsteig“,
der auf dem Kamm des gesamten Thüringer Waldes und
des Thüringer Schiefergebirges entlangführt, bietet
sehr gute Fernsichten. Eines der Wintersportzentren
ist
Oberhof, welches etwa zehn Kilometer nördlich
von Suhl liegt. Im Jahr 2005 waren die meist
besuchten Orte Thüringens: Erfurt (610.071
Übernachtungen), Weimar (543.239), Oberhof
(435.618), Jena (316.264),
Bad Liebenstein (295.736, vor allem Kurgäste)
und Eisenach mit 295.650 Übernachtungen.[