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Weitere Deutschland-Infos |
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Städte & Regionen
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Die Bundesrepublik Deutschland |
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Einleitung
Sandstrände, Hochgebirge, Wälder, Seen, Flusstäler, mittelalterliche Kleinstädte, Schlösser und Burgen sowie einige der größten Städte Europas machen Deutschland zu einem attraktiven Reiseziel.
Der Norden umfasst die Nordseeküste, die Ostfriesischen Inseln, Schleswig-Holstein, die Stadtstaaten Hamburg und Bremen sowie das Wesertal und die Lüneburger Heide. An die Ostseeküste mit ihren Seebädern, den tief ins Land reichenden Förden und den vorgelagerten Inseln Rügen und Usedom zieht es Jahr für Jahr viele Reisende. Weitere beliebte Urlaubsgebiete sind die Mecklenburger Seenplatte, der Harz, der Thüringer Wald, die Sächsische Schweiz mit dem beeindruckenden Elbsandsteingebirge und das Zittauer Gebirge. Im Westen des Landes liegen Westfalen, das Ruhrgebiet, das Rheinland mit seiner romantischen Flusslandschaft, das Saarland und die Weinregion der Rheinpfalz. Im Bundesland Hessen mit seiner Mittelgebirgslandschaft im Herzen Deutschlands verläuft die Bergstraße, eine der schönsten deutschen Ferienstraßen. Der Schwarzwald liegt im Südwesten im Bundesland Baden-Württemberg. Das Neckartal, die Schwäbische Alb und der Bodensee sind weitere beliebte Urlaubsgebiete dieser Region. Bayern ist nach wie vor Ferienziel Nummer eins. Der Bayerische Wald mit dem ersten deutschen Nationalpark an der tschechischen Grenze, das liebliche Frankenland in Nordbayern, die Alpen und Oberbayern im Süden Bayerns sowie das schöne Allgäu sind äußerst populär.
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Norddeutschland
Hamburg (Internet: www.hamburg.de) ist mit über 1,8 Mio. Einwohnern die zweitgrößte Stadt der Bundesrepublik. Der Stadtstaat gehörte mit Lübeck, Bremen und Rostock zur Hanse, dem mittelalterlichen Kaufmanns- und Städtebund. Die barocke Michaeliskirche (»der Michel«), das Rathaus mit dem grünen Kupferdach, das elegante Hanseviertel, die Alsterarkaden und die Alster (größter See innerhalb einer Stadt in Europa) gehören zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt. Die Hamburger Kunsthalle, das Museum für Hamburgische Geschichte, das Museum für Kunst und Gewerbe, das Altonaer Museum und die Deichtorhallen (moderne Kunst) sind nur einige der interessantesten Museen. Die Hamburgische Staatsoper und das Deutsche Schauspielhaus machen Hamburgs Ruf als Kulturzentrum alle Ehre. In Planten un Blomen, dem wunderschön angelegten Park im Herzen der Stadt am Congresscentrum (CCH) finden im Sommer mehrmals täglich eindrucksvolle Wasserspiele statt; abends um 22.00 Uhr plätschern die farbenfrohen Wasserfontänen mit musikalischer Untermalung (klassisch bis modern). Wer tagsüber an Planten un Blomen vorbeikommt wird den Fernsehturm nicht übersehen können. Mit dem Fahrstuhl kann man gegen ein Eintrittsgeld zur Aussichtsplattform fahren und sowohl die nördlichen Stadtteile als auch den Hafen und das südliche Elbufer sehen.
In der Nähe des Fernsehturms am U-Bahnhof Feldstraße findet mehrmals im Jahr ein großer Jahrmarkt statt, der Dom. Von der Feldstraße ist es nicht weit bis St. Pauli im Stadtteil Altona, dem Kneipen- und Vergnügungsviertel mit der berühmt-berüchtigten Reeperbahn. Dieser Stadtteil wird erst abends richtig lebendig. Nach einer durchgemachten Samstagnacht trifft man sich um 06.30 Uhr am Sonntagmorgen auf dem Fischmarkt. Dort kann man nicht nur frischen Kutterfisch kaufen, sondern auch Obst, Gemüse und Grünpflanzen. Eine Hafenrundfahrt durch das riesige Hafengelände ist ebenfalls ein Erlebnis.
Die Einkaufsstraßen der Hamburger Innenstadt konzentrieren sich auf die Gegend zwischen dem Hauptbahnhof und dem Gänsemarkt, mit Fußgängerzonen, Kaufhäusern, eleganten Einkaufspassagen und Straßencafés. Wer im Sommer eine Erholung vom Einkaufsbummel sucht kann auf der Alster stundenweise Ruder- oder Tretboote mieten (Personalausweis muss hinterlegt werden) und das grüne, weit verzweigte Kanalsystem der Hansestadt erforschen.
Die Landschaft im nördlichsten Bundesland SCHLESWIG-HOLSTEIN ist überwiegend flach mit sanften Hügeln, Seen und schönen Sandstränden. Die Ostseebäder, darunter Timmendorfer Strand, Grömitz, Damp 2000 und Schönhagen mit ihren goldenen Sandstränden, werden jeden Sommer von vielen Erholungssuchenden besucht. In Schleswig-Holstein liegen die liebliche Holsteinische Schweiz und das Herzogtum Lauenburg, eine malerische Region mit saftigem Weideland und bewaldeten Hügeln. Abseits der Touristenpfade liegen die bezaubernden Kleinstädte Ratzeburg und Mölln. Lübeck (Internet: www.luebeck.de), dessen Altstadt von Wasser umgeben ist, gilt als die schönste Stadt Norddeutschlands. Das Holstentor, das Rathaus, die Marienkirche, das Heilige-Geist-Spital und die vielen im Stil norddeutscher Backsteinbaukunst erbauten Bürgerhäuser verweisen auf die einflussreiche Geschichte der Handelsstadt, die im Mittelalter ihre Blütezeit erlebte. Thomas Mann verewigte sie in seinem »Buddenbrooks«-Roman. Im Buddenbrook-Haus befindet sich das Heinrich- und Thomas-Mann-Zentrum, das über Leben und Werk der Brüder informiert. Lübecks Zentrum wurde kürzlich zur autofreien Zone erklärt.
In Flensburg (Internet: www.flensburg.de), der nördlichsten Stadt Deutschlands, findet man viele Gebäude aus dem 16. Jahrhundert. An der Schlei, in Richtung Schleswig, liegt die alte Wikingerstadt Haithabu – ein modernes Museum, das über die hiesigen Ausgrabungen und das Alltagsleben der nordischen Eroberer informiert. In Schleswig selbst ist vor allem der schöne alte Dom zu bewundern. Weiter südlich an der Ostseeküste liegt Kiel (Internet: www.kiel.de), die Haupstadt Schleswig-Holsteins. Jährlich im Juni findet hier die »Kieler Woche« statt. Kiel ist das Segelzentrum Deutschlands. Segelfreunde finden hier ausgezeichnete Einrichtungen. Der Nordseeküste vorgelagert befinden sich die Nordfriesischen Inseln Sylt, Föhr, Amrum und die Halligen, die für ihre artenreiche Vogelwelt bekannt sind.
Deutschlands älteste Hafenstadt Bremen (Internet: www.bremen.de) hat über 500.000 Einwohner, ist ebenfalls ein Stadtstaat und seit dem Jahr 965 eine Handelsstadt. Die ältesten Bauwerke wie das gotische Backstein-Rathaus (1405-1410) befinden sich im Umkreis des Marktplatzes. Der Roland, das Wahrzeichen der Stadt, dokumentiert die lange stolze Geschichte Bremens. In der Fußgängerzone steht eine Skulptur der Bremer Stadtmusikanten, bekannt durch das gleichnamige Märchen der Gebrüder Grimm. Besonders reizvoll ist ein Bummel durch das Schnoorviertel, ein altes Wohn- und Künstlerviertel mit schönen Bürgerhäusern und gemütlichen Kneipen. Hannover (Internet: www.hannover.de), die Landeshauptstadt von NIEDERSACHSEN, ist vor allem durch die Hannover-Messe bekannt. Die »Großstadt im Grünen« ist seit langem ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt. Besonders sehenswert ist die Marienkirche (14. Jh.) und das Rathaus mit dem berühmten Staffelgiebel (15. Jh.). Das Musik- und Theaterfest, das auf Freilichtbühnen in der Gartenanlage stattfindet, zieht alljährlich im Sommer viele Besucher an. Das Sprengel-Museum am Maschsee entwickelt sich zu einem der bedeutendsten Museen für moderne Kunst in Deutschland. Im Wesertal liegt die Rattenfängerstadt Hameln (Internet: www.hameln.de). Im Sommer wird hier jeden Sonntagmittag das berühmte Märchen aufgeführt. In der Stadt gibt es mehrere bedeutende Bauwerke im Stil der Weser-Renaissance.
Im Norden Niedersachsens liegt Ostfriesland, bestehend aus einer weiten Ebene, die von bewaldeten Hügeln durchzogen wird. Auch die autofreien Ostfriesischen Inseln sind für ihre Kurorte mit modernen Einrichtungen und für ihre guten Sandstrände bekannt. Zwischen Elbe und Aller befindet sich ein großes Naturschutzgebiet, die Lüneburger Heide (Internet: www.lueneburger-heide.de). Moore mit großen Heideflächen, Birkenwäldern und Wacholdersträuchen bestimmen das Landschaftsbild. Die Fachwerkhäuser in Celle (Internet: www.celle.de) und Lüneburg (Internet: www.lueneburg.de) machen einen Besuch dieser Städte lohnenswert. Weiter westlich liegt Oldenburg, das Wirtschafts- und Kulturzentrum der Region zwischen Ems und Weser. Im Norden liegt der Badeort Wilhelmshaven, der für seine therapeutischen Moorbäder bekannt ist. Die Stadt ist auch ein guter Ausgangspunkt für Ausflüge entlang der Küste und auf die Ostfriesischen Inseln.
Westfalen liegt zwischen dem Rhein- und Wesertal. Hier gibt es viele romantische Wasserburgen und Gebiete von besonderer landschaftlicher Schönheit und historischer Bedeutung. Der Teutoburger Wald ist mit seinen Naturschutzgebieten ein herrliches Wandergebiet. Zentrum des Münsterlandes ist die wunderschöne alte Bischofsstadt Münster (Internet: www.muenster.de). Hauptsehenswürdigkeiten sind hier der Prinzipalmarkt und das gotische Rathaus, in dem 1648 der Westfälische Frieden geschlossen wurde, der den Dreißigjährigen Krieg beendete. Im Sauerland findet man stille Seen, Wälder und Hügel, die im Winter zum Skilaufen und zu jeder Jahreszeit zum Wandern einladen.
Südlich von Münster liegt das Industriegebiet der Ruhr, ein Ballungszentrum aus mehreren Großstädten, die mehr oder weniger zusammengewachsen sind. Das Ruhrgebiet ist nicht nur Deutschlands bedeutendstes Industriezentrum, sondern beeindruckt auch durch sein faszinierendes breit gefächertes Kulturangebot. Unzählige Museen, Theater, Kunstgalerien und Opern machen es zu einem der kulturellen Mittelpunkte Deutschlands. Große Parkanlagen bieten Erholung innerhalb der Industrielandschaft. Gut erhaltene oder liebevoll restaurierte alte Gebäude erinnern an die Zeiten als die Städte an der Ruhr noch kleine Orte waren, umgeben von Ackerland und sanften Hügeln.
Die größten Städte der Region von Westen nach Osten sind Duisburg (Deutschlands größter Binnenhafen), Essen, Bochum und Dortmund, das Brauereizentrum der Bundesrepublik. Südlich der Ruhr, an der Grenze zum Siegerland liegt Wuppertal, dessen einzigartige Schwebebahn das bekannteste öffentliche Nahverkehrsmittel der Region ist.
Die Küste: Aktuelle Informationen über die Nordsee, Ostsee und über die Hansestädte gibt es auf den Internetseiten Deutsches Küstenland www.deutsches-kuestenland.de und Deutsche Ostseeküste www.deutscheostseekueste.de.
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Das Rheinland
Das Rheinland ist Deutschlands älteste Kulturregion. Hier findet man die weiten fruchtbaren Tiefebenen des Niederrheins, die Kraterseen der Eifel, das Bergische Land mit seinen Seen und dem Altenberger Dom sowie das Siebengebirge. Weinberge bedecken die sonnigen Hänge des Rheintals. Im Frühling zur Zeit der Obstblüte verweilt man hier besonders gern. In der Nähe befindet sich der Nürburgring, die berühmte Autorennstrecke. Trier, die älteste deutsche Stadt, liegt an der Mosel in der Nähe der luxemburgischen Grenze. Hier findet man die bedeutendsten römischen Baudenkmäler nördlich der Alpen. Unter den vielen Burgen des Rheintals zählen Stolzenfels, Marksburg, Rheinfels bei St. Goar und Schönburg bei Oberwesel zu den schönsten. Zwischen Karfreitag und Ende Oktober betreibt die KD Deutsche Rheinschiffahrt Bootsfahrten zwischen Köln und Mainz.
Düsseldorf (Internet: www.duesseldorf.de), die Landeshauptstadt NORDRHEIN-WESTFALENS, ist ein wichtiges Wirtschafts- und Kulturzentrum. Die außerordentlich wohlhabende Stadt hat eine schöne Oper, Konzertsäle, Galerien, über 20 Theater und 17 Museen. Die Staatliche Kunstgalerie von Nordrhein-Westfalen und die Kunsthalle sind nur zwei der interessantesten »Kunsttempel«. Das große Messegelände liegt nördlich des Hofgartens. Im Herzen der Stadt liegt die elegante Königsallee, allgemein »Kö« genannt. Ganz in der Nähe findet man den Botanischen Garten, den Hofgarten, das barocke Schloss Jägerhof und den Landtag. Weitere Sehenswürdigkeiten sind die Burgruine aus dem 13. Jahrhundert, die St. Lambertuskirche, das wieder aufgebaute Rathaus (16. Jh.), das Barockschloss Benrath im Süden Düsseldorfs und die vielen Seen und Gärten im Stadtbereich und in den Vororten. Die zahlreichen Altbierkneipen in Düsseldorfs Altstadt haben ihr den Ruf der »längsten Theke Europas« eingebracht.
Das von den Römern gegründete Köln (Internet: www.koeln.de) ist heute eine bedeutende Kultur- und Wirtschaftsmetropole, in der jährlich viele Handelsmessen stattfinden. Wahrzeichen der Stadt ist der gotische Dom von St. Peter und St. Maria (13.-19. Jh.). Besonders sehenswert sind auch der goldene Schrein der Heiligen Drei Könige, die mittelalterlichen Stadtmauern und die vielen romanischen Kirchen wie St. Pantaleon, St. Georg, St. Apostein, St. Gereon und St. Kunibert. Die schönsten gotischen Kirchen sind St. Andreas, die Minoritenkirche und die Antoniterkirche. Zahlreiche römische Überreste wie das Dionysosmosaik, das Praetorium, die Wasserrinnen und die Katakomben haben sich erhalten. Das Wallraf-Richartz-Museum (bedeutende Gemäldesammlung) ist zusammen mit dem Museum Ludwig (moderne Kunst) in einem umstrittenen Neubau am Rheinufer in der Nähe des Doms und des Bahnhofs untergebracht. Das Römisch-Germanische Museum, das Schnütgen-Museum (mittelalterliche Kirchenkunst), den Zoo und den Rheinpark mit seinen »tanzenden Fontänen« sollte man ebenfalls gesehen haben. Die Stadt ist idealer Ausgangspunkt für Rheinfahrten und mit Düsseldorf zusammen die Hochburg des rheinischen Karnevals. Die Altstadt wurde liebevoll restauriert und ist wie die großen Einkaufsstraßen eine Fußgängerzone.
Aachen (Internet: www.aachen.de) ist ein bekanntes Heilbad und die alte Hauptstadt des Kaiserreichs Karls des Großen. Sehenswürdigkeiten sind der weltberühmte Kaiserdom, der Marmorthron Karls des Großen, die achteckige Kapelle, das Suermondt-Museum (Gemälde und Skulpturen) und die Fontänen, deren schwefelhaltiges Wasser Aachen zu einem Heilbad machten. Das Rathaus wurde zwischen 1333 und 1370 auf den Ruinen des Kaiserschlosses erbaut, die Krönungshalle und die schönen Fresken, die Karl den Großen darstellen, sind besonders sehenswert.
Bonn (Internet: www.bonn.de) ist die ehemalige Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland und auch nach der Verlegung des Regierungssitzes nach Berlin Sitz vieler Ministerien, Behörden und Botschaften. Seit einiger Zeit sind im Bonner Stadtteil Godesberg, dem ehemaligen Diplomatenviertel der Stadt, auch verschiedene UN-Organisationen angesiedelt, so dass Bonn nun neben Wien und Genf eine der drei europäischen UN-Städte ist. In der schönen Innenstadt sind vor allem das Bonner Münster (11.-13. Jh.) mit seinen Kreuzgängen, die Remigiuskirche (13.-14. Jh.), der Marktplatz mit dem barocken Rathaus (1737), das Poppelsdorfer Schloss (1715-40) und der Botanische Garten sehenswert. Auf der anderen Bonner Rheinseite lockt die wunderschöne zweistöckige Kirche in Schwarzrheindorf (1151). Entlang der Adenauerallee/Friedrich-Ebert-Allee liegt die Museumsmeile mit der Kunst- und Austellungshalle der Bundesrepublik Deutschland, dem Kunstmuseum, dem Haus der Geschichte und dem Deutschen Museum. Interessant ist auch ein Besuch im Naturwissenschaftlichen Museum Alexander König und dem August-Macke-Haus, in dem der berühmte Expressionist August Macke, der im 1. Weltkrieg fiel, lebte und arbeitete. Das Geburtshaus Beethovens ist heute ebenfalls ein Museum.
Wen es ins Grüne zieht kann in den Parkanlagen der Stadt Erholung suchen oder die Rheinpromenade entlangspazieren. Auf der Höhe von Godesberg beginnt auf der anderen Rheinseite das einmalige Panorama des Siebengebirges. Der bekannteste Berg des Siebengebirges ist wohl der Drachenfels, von dessen Burgruine man einem wunderschönen Ausblick auf das Rheintal in beide Richtungen hat. Auch der Petersberg mit seinem Hotel, das einst als Gästehaus der Bundesrepublik Deutschland hochrangige Staatsgäste aus aller Herren Länder beherbergte, ist ein bekanntes Wahrzeichen. Der Kottenforst und der Venusberg sind beliebte Naherholungsgebiete der Bonner. Das Ahrtal und Schloss Augustusburg in Brühl sind ebenfalls schöne Ausflugsziele. An alte Traditionen anknüpfend findet jedes Jahr Anfang Mai die Open-Air-Veranstaltung Rhein in Flammen statt. Überall an den gebirgigen Rheinufern von Bonn bis Mainz werden am Abend Leuchtfeuer entzündet, der Höhepunkt von Rhein in Flammen ist ein riesiges Feuerwerksspektakel. Von Köln und Bonn in Richtung Mainz kann man die schönsten Schiffsausflüge machen. Besonders zu empfehlen sind die Tagesausflüge nach Linz, Koblenz oder Rüdesheim entlang des romantischen Rheinlandschaft.
Koblenz (Internet: www.koblenz.de) liegt am Zusammenfluss von Mosel und Rhein. Von der Festung Ehrenbreitstein (1816-32) hat man einen schönen Blick auf das gegenüberliegende Deutsche Eck (benannt nach dem früheren Deutschherrenhaus) mit dem Denkmal der deutschen Einheit von 1870. Von besonderem Interesse sind die Klosterkirche (12.-13. Jh.) und das Kurfürstliche Schloss. Auch die Florinuskirche (12. Jh., die Kanzel ist aus dem 14. Jh.) und die Liebfrauenkirche (12. Jh., die Kanzel stammt aus dem 15. Jh.) sind sehenswert. In Ehrenbreitstein gibt es ebenfalls ein Beethoven-Museum.
Die alte Römerstadt Trier (Internet: http://redaktion.trier.de/kiosk/index.htm) liegt an der Mosel, 100 km südwestlich von Koblenz. Trier, das zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt wurde, ist die älteste deutsche Stadt. Unbedingt einplanen sollte man einen Besuch der zahlreichen eindrucksvollen römischen Baudenkmäler; die Porta Nigra (das große Stadttor aus dem 2. Jh.), die Kaiserthermen, die Basilika, die Römische Palastaula und das Amphitheater sind wohl die bekanntesten. Besonders schön sind außerdem der imposante Dom (4. Jh.), die gotische Liebfrauenkirche, das Simeonsstift (Kreuzgänge aus dem 11. Jh.) und die Matthäuskirche. Die Kirche von St. Paulinus wurde von Balthasar Neumann entworfen und ist eine der schönsten Barockbauten im Rheinland. Sehenswert ist auch das Heimatmuseum, das Städtische Museum, die Stadtbibliothek (berühmte Manuskripte) und das Geburtshaus von Karl Marx.
Das SAARLAND grenzt an Luxemburg und Frankreich. Die Landeshauptstadt Saarbrücken (Internet: www.saarbruecken.de) ist eine moderne Industriestadt. Sehenswert sind die Ludwigskirche und der Ludwigplatz (1762-75), die Universitätskirche St. Arnual (13. und 14. Jh.), das Schloss und die spätgotische Schlosskirche. Im Franko-Germanischen Garten, einem Vergnügungspark, gibt es eine Modellstadt (Gullivers Miniaturwelt). Die Garnisonsstadt Saarlouis (Internet: www.saarlouis.de) ist eine Stadtgründung des Sonnenkönigs Ludwig XIV. mit historischen Festungsanlagen des berühmten Baumeisters Vauban. In der Stadt finden sich zahlreiche Gebäude aus französischer und preußischer Zeit (17.-19. Jh.). In den liebevoll restaurierten Kasematten sind heute zahlreiche Gaststätten und Kneipen untergebracht, weshalb sie auch die "längste Theke des Saarlandes" genannt werden. Das Industriedenkmal Völklinger Hütte bei Völklingen sowie die Saarschleife und die traditionelle Porzellanmanufaktur Villeroy & Boch in Mettlach sind ebenfalls einen Besuch wert.
Mainz (Internet: www.mainz.de) ist die Landeshauptstadt von RHEINLAND-PFALZ, Universitätsstadt und seit 2000 Jahren Bischofssitz. Die Stadt liegt an den Flüssen Main und Rhein und hat viele schöne alte Fachwerkhäuser. Im Gutenberg-Museum kann man alles Wissenswerte über den Buchdruck erfahren. Der Mainzer Dom ist 1000 Jahre alt. Das Kurfürstliche Schloss, die römische Jupitersäule (67 n. Chr.) und die Zitadelle mit dem Denkmal des Generals Nero Claudius Drusus sind äußerst sehenswert. Die Mainzer Fastnacht (Karneval) und der Weinmarkt (Ende Aug. - Anfang Sept.) sind Höhepunkte im Veranstaltungskalender der Stadt. Südlich von Mainz im Wonnegau liegt die alte Reichs- und Bischofsstadt Worms (Internet: www.worms.de) mit dem Dom und zahlreichen anderen romanischen Bauten. Die Synagoge (11. Jh.) im Wormser Judenviertel ist der älteste jüdische Sakralbau in Deutschland. Der sagenumwobene Schatz der Nibelungen soll in der Nähe von Worms auf dem Grunde des Rheins liegen. Das Wormser Nibelungenmuseum widmet sich diesem Mythos, der im Nibelungenlied (12. Jh.) besungen wurde.
In Speyer (Internet: www.speyer.de) steht das größte und bedeutendste romanische Bauwerk Europas, der Kaiserdom (11. Jh.), der zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt wurde. Die Krypta ist Grablege von acht deutschen Kaisern und Königen sowie zahlreicher Bischöfe. Sehenswert ist außerdem die historische Altstadt mit Stadtmauer und Stadttor Altpörtel, das Rathaus (18. Jh.), die Alte Münze und das Kloster St. Magdalena sowie der Judenhof und das Judenbad aus dem frühen 12. Jahrhundert. Die Speyerer Mikwe ist das älteste jüdische Ritualbad in Mitteleuropa. Die sonnige Pfalz mit ihrem milden Klima, in dem neben Wein auch Mandeln, Pfirsiche, Feigen und Esskastanien gedeihen, wird auch als »Toskana Deutschlands« bezeichnet. Die Deutsche Weinstraße verläuft von Bockenheim über Bad Dürkheim, Neustadt an der Weinstraße und Landau bis Bad Bergzabern/Wissembourg an der französischen Grenze, wo sie in die Elsässische Weinstraße übergeht.
In Bad Dürkheim (Internet: www.bad-duerkheim.de) findet alljährlich am zweiten und dritten Septemberwochenende der traditionelle Wurstmarkt statt, Deutschlands größtes Weinfest. Von April bis Ende Oktober laden die malerischen Pfälzer Winzerorte entlang der Weinstraße zu gemütlichen Weinfesten. Der Pfälzer Wald, den man auf zahlreichen gut markierten Wanderwegen erkunden kann, und die sanft zur Rheinebene abfallende Haardt mit ihren Weinbergen, Burgruinen, Mandel- und Esskastanienbäumen zählen zu den schönsten Ferienzielen im Südwesten Deutschlands.
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Zentraldeutschland
Im Herzen Deutschlands liegt das Bundesland HESSEN. In Nord-Hessen (Kurhessen-Waldeck) finden Besucher Seen, Wälder und zahlreiche staatlich anerkannte Heilbäder und Kurorte. Kassel (Internet: www.kassel.de), die schön gelegene Metropole Nordhessens, ist eine moderne Stadt. Ein Besuch im Gebrüder-Grimm-Museum ist nicht nur für Kinder interessant. Die barocke Wilhelmshöhe mit ihrem herrlichen Park und der bedeutenden Gemäldesammlung ist ein weiteres beliebtes Besucherziel. Kassel ist Schauplatz der alle vier Jahre stattfindenen »documenta«, einer der bedeutendsten Ausstellungen internationaler avantgardistischer Kunst.
Hessen ist auch für seine vielen Dörfer mit Fachwerkhäusern bekannt. Die Deutsche Märchenstraße führt durch einige dieser Orte. Schwalmstadt war die Heimat von Rotkäppchen. Die Einwohner tragen hier zum sonntäglichen Kirchgang und an Volksfesten noch traditionelle Kleidung. Im Reinhardswald liegt die Sababurg (heute ein Hotel), die den Brüdern Grimm als Vorlage für Dornröschen diente. Die mittelalterlichen Kleinstädte zeichnen sich durch Giebelhäuser, enge Gassen und hübsche Marktplätze aus. Die Lahn, ein Nebenfluss des Rheins, fließt durch eine romantische Landschaft. Besonders die Gegend um Nassau, Wetzlar, Limburg (Internet: www.limburg.de) und am Schaumburger Schloss ist bei Feriengästen beliebt. Die schöne Universitätsstadt Marburg an der Lahn (Internet: www.marburg.de) mit seiner malerischen Altstadt, der spätgotischen Elisabeth-Kirche und der auf einem steilen Fels thronenden Burg zieht Besucher aus aller Welt an. Fulda, (Internet: www.fulda.de) nordöstlich von Frankfurt, ist das Tor zur Rhön. Die ältesten Gebäude der Stadt stammen aus dem 9. Jahrhundert.
Die hessische Landeshauptstadt Wiesbaden (Internet: www.wiesbaden.de) ist ein eleganter Kurort und internationale Konferenzstadt. Sehenswert, neben dem Kurhaus und dem berühmten Spielkasino, sind die Wilhelmstraße mit ihren eleganten Cafés und Geschäften, das Hessische Staatstheater und die Griechische Kapelle. Auf den 245 m hohen Neroberg führt eine Zahnradbahn. Das traditionelle internationale Reit- und Springturnier am Pfingstsonntag auf dem Gelände von Schloß Biebrich, Bootsfahrten auf dem Rhein und Waldspaziergänge sind nur einige der vielfältigen Freizeitmöglichkeiten.
Nördlich von Wiesbaden und Frankfurt liegt das bewaldete Mittelgebirge des Taunus. Die bekanntesten Urlaubsorte dieser Region sind Oberursel und Bad Homburg. Ganz in der Nähe liegt das gut erhaltene Römerkastell Saalburg, das an der alten Grenze des Römischen Reiches, dem Limes, liegt. Der Limes gehört zum Weltkulturerbe der UNESCO und ist Deutschlands 31. Welterbestätte.
Die Messestadt Frankfurt am Main (Internet: www.frankfurt-am-main.de) ist Bank- und Handelsmetropole und wichtigster Verkehrsknotenpunkt der Bundesrepublik. Ihre Skyline hat der Stadt den Beinamen »Mainhattan« eingebracht. Frankfurt wurde 1944 fast völlig zerstört. Der Römer, das Rathaus der Stadt und seit 1562 Krönungsstätte der deutschen Kaiser, wurde originalgetreu wieder aufgebaut. Weitere Sehenswürdigkeiten sind Goethes Geburtshaus, die Paulskirche, der Zoo, die Oper, der Palmengarten, die südlichen Stadtteile Sachsenhausen und Höchst sowie das Messegelände. Ein Besuch im Naturhistorischen Museum Senckenberg lohnt sich ebenfalls. Kunstfreunden ist die Städelsche Gemäldesammlung und die Ausstellungshalle Schirn ein Begriff.
Darmstadt (Internet: www.darmstadt.de) liegt südlich von Frankfurt. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten dieser Stadt sind das Schloss (16. und 17. Jh.), das Landesmuseum, der Luisenplatz mit der Ludwigsäule, die Jugenstil-Künstlerkolonie auf der Mathildenhöhe mit dem »Hochzeitsturm« und der Russischen Kapelle sowie das Nationaltheater auf dem Marienplatz. Im Jagdschloss Kranichstein sind heute ein Hotel und ein Jagdmuseum untergebracht. Das Prinz-Georg-Palais (18. Jh.) stellt eine umfangreiche Porzellansammlung aus. In Darmstadt beginnt die Bergstraße, die am Rande des Odenwalds entlang über Bensheim (Internet: www.bensheim.de) und Weinheim (Internet: www.weinheim.de) nach Heidelberg führt. Dank des besonders milden Klimas gehört diese Region zu den besten deutschen Obstanbaugebieten.
Der Odenwald mit seinen sanften Hügeln ist ein herrliches Wandergebiet. Touristische Ausflugsrouten sind die Nibelungenstraße und die Siegfriedstraße. Wer diese Gegend bereist sollte Erbach (Barockschloss, mittelalterlicher Wachturm), Michelstadt (Fachwerk-Rathaus, Basilika), den Urlaubsort Lindenfels und das Heilbad Bad König besuchen.
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Der Süden
Im Norden von BADEN-WÜRTTEMBERG (Internet: www.tourismus-bw.de) liegt Mannheim (Internet: www.mannheim.de), ein wichtiges Industrie-, Wirtschafts- und Kulturzentrum am Zusammenfluss von Rhein und Neckar. Die ehemalige kurfürstliche Residenz- und Festungsstadt wurde im 17. Jahrhundert im Schachbrettmuster angelegt und hat Zahlen- und Buchstabenkombinationen statt Straßennamen. Sehenswürdigkeiten sind das Kurfürstenschloss (Anfang 18. Jh.), in dem heute die Universität untergebracht ist, die barocke Jesuitenkirche sowie das Rathaus und der Marktplatz. An der Jugendstilanlage Friedrichsplatz um Mannheims Wahrzeichen, dem Wasserturm, liegen die Städtische Kunsthalle (bedeutende Sammlung von Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts) und das Konzert- und Kongresszentrum Rosengarten. Das traditionsreiche Nationaltheater, in dem Schillers Drama »Die Räuber« uraufgeführt wurde, genießt bei Schauspiel- und Opernfreunden in ganz Deutschland einen guten Ruf. Das Reiss-Museum im alten Zeughaus mit seiner historischen Theatersammlung und das Technische Landesmuseum für Arbeit sowie der schöne Luisenpark inmitten der Stadt sind ebenfalls einen Besuch wert. In der Spargelstadt Schwetzingen liegt das barocke Sommerschloss der Pfälzer Kurfürsten mit seinem zauberhaftem Landschaftsgarten und dem prächtigen Rokokotheater, das zwischen Mai und Juni Schauplatz für Opern- und Konzertaufführungen im Rahmen der Schwetzinger Festspiele ist.
Die berühmteste Stadt am Neckar ist Deutschlands älteste Universitätsstadt Heidelberg (Internet: www.heidelberg.de), die von den Ruinen des berühmten Schlosses (14.-17. Jh.) überragt wird. Das Residenzschloss der pfälzischen Kurfürsten wurde teils im Stil der Renaissance, teils im gotischen und barocken Baustil erbaut. Im Schloss ist das »Große Weinfass«, das 220.000 Liter fasst, und das Apothekermuseum zu besichtigen. Besonderen Anklang finden im Sommer die Serenadenkonzerte und die Schlossfestspiele mit dem in englischer Sprache aufgeführten Musical »The Student Prince« im Schlosshof. Zu den Hauptsehenswürdigkeiten in der Stadt zählen die Alte Brücke über den Neckar, die Heiliggeistkirche mit Marktplatz und Rathaus und das Hotel Ritter, eines der schönsten Renaissancegebäude Deutschlands. Die Universität Heidelberg wurde 1386 gegründet und genießt internationalen Ruf. Die Dichter und Maler der Romantik haben Heidelberg in ihren Werken verewigt. In den Gassen der malerischen Altstadt gibt es unzählige gemütliche Weinstuben und Studentenkneipen. Der ehemalige Studentenkarzer (19. Jh.), ein Studentengefängnis, kann besichtigt werden. Von den Burgen Gutenberg, Hornberg und Hirschhorn hat man eine gute Aussicht auf die malerische Landschaft und die Weinberge des Neckartals.
Von Mannheim/Heidelberg verläuft die 280 km lange Burgenstraße nach Nürnberg in Bayern. Die Straße folgt zunächst dem Fluss Neckar bevor sie Heilbronn erreicht. Sie verläuft weiter durch mittelalterliche Orte und Residenzstädte wie Rothenburg und Ansbach in Bayern. Weiter südlich befindet sich die Schwäbische Alb, die größte Karstlandschaft Mitteleuropas. Sie liegt zwischen dem Schwarzwald und der Donau, Europas zweitlängstem Fluss. Touristische Anziehungspunkte sind die Hohenzollernburg bei Hechingen, die Abtei Beuren und die Bärenhöhlen. Urach und Kirchheim unter Teck sind ausgesprochen hübsche Städtchen. Von Ulm (siehe unten) führt die Straße weiter nach Reutlingen und Blaubeuren mit seiner wunderschönen Abtei und seiner geheimnisvollen Quelle, dem »Blautopf«.
Die alte Reichsstadt Heilbronn (Internet: www.heilbronn.de) liegt inmitten von Weinbergen an der Burgenstraße. Das Renaissance-Rathaus und die gotische Kilianskirche (1513-29) mit dem Turm (62 m) sind besonders schön. Die Stadt ist ein guter Ausgangspunkt für Ausflüge ins Neckartal.
Nördlich von Stuttgart liegt die Barockstadt Ludwigsburg (Internet: www.ludwigsburg.de), die Herzog Eberhard Ludwig von Württemberg Anfang des 18. Jahrhunderts um sein Residenzschloss anlegen ließ. In der historischen Innenstadt befinden sich der mit Arkaden umsäumte Marktplatz mit zwei Barockkirchen sowie die Wohn- und Geburtshäuser berühmter Dichter wie Eduard Mörike und Friedrich Schiller. Das Residenzschloss (1704) mit seiner 1758 gegründeten Porzellanmanufaktur und der Schlosspark mit Märchengarten sind in den Sommermonaten Schauplatz für die Ludwigsburger Schlossfestspiele und die Gartenschau Blühendes Barock. Sehenswert sind auch das Jagd- und Lustschloss Favorite und das Seeschloss Monrepos.
Stuttgart (Internet: www.stuttgart.de), die Landeshauptstadt von Baden-Württemberg, ist eine grüne und weitläufige Stadt, die von bewaldeten Hügeln, Obstgärten und Weinbergen umgeben ist. Nur 25% der Stadtfläche sind bebaut. Vom 193 m hohen Fernsehturm hat man einen schönen Blick auf die Landesmetropole und ihre reizvolle Umgebung. Besuchenswert sind die moderne Staatsgalerie, der Prinzenbau, die Alte Kanzlei am Schillerplatz und die Stiftskirche (15. Jh.). Das Neue Schloss, die frühere Residenz der Könige Württembergs, wurde nach 1945 sorgfältig restauriert. Das Württembergische Landesmuseum und das Daimler-Benz Automuseum sind zwei der interessantesten Museen der Stadt. Schön ist auch ein Besuch der Wilhelma (Zoo und Botanischer Garten).
Die Universitätsstadt Tübingen (Internet: www.tuebingen.de) liegt südlich von Stuttgart am Neckar. Der alte Stadtkern ist noch vollständig erhalten. Anziehungspunkte sind das Schloss Hohentübingen (1078, ehemaliger Sitz der Pfalzgrafen), die alte gotische Stiftskirche (1470) mit der königlichen Grabstätte, der Marktplatz mit dem Rathaus (1453), der Hölderlinturm sowie die alte und die neue Aula der Universität. In der Stadt stehen zahlreiche Denkmäler, u. a. von Johannes Kepler, Hegel, Schelling, Hölderlin, Mörike, Hauff und Uhland, die am Theologischen Seminar der Universität studierten.
Im äußersten Südwesten bildet der Rhein die natürliche Staatsgrenze zu Frankreich. Hier liegt der Schwarzwald (Internet: www.schwarzwald-tourismus.info) das meistbesuchte Mittelgebirge Deutschlands. Die wildromantischen Gebirgswälder, Schluchten und die herrlichen Seen begeistern nicht nur Wanderfreunde. Im Südschwarzwald liegen zwei der schönsten Seen, der Titisee und der Schluchsee. Der Schwarzwald ist außerdem für seine Mineralquellen bekannt, deren Heilkräfte bereits von den Römern entdeckt wurden. Das renommierteste Kurbad ist Baden-Baden (Internet: www.baden-baden.de), welches im vorigen Jahrhundert die Sommerhauptstadt Europas war und in der sich früher der europäische Adel traf. Heute versammeln sich die Kurgäste im Kurpark, um das heilsame Wasser in der Trinkhalle zu kosten. Gestärkt und erfrischt kann man dann eine der vielen Sportanlagen der Stadt aufsuchen. Abends können Besucher das Spielkasino aufsuchen, das von Marlene Dietrich als das eleganteste der Welt bezeichnet wurde. Weitere Attraktionen sind das barocke Kleine Theater, die Kunsthalle, die Ruinen des Römischen Badhauses, das Neue Schloss mit dem Zähringen Museum, die Stiftskirche aus dem 15. Jahrhundert, die Russische Kirche und die Romanische Kapelle.
Die alte Universitätsstadt Freiburg (Internet: www.freiburg.de) ist das Tor zum Südschwarzwald. Der 116 m hohe Kirchturm des gotischen Münsters (12.-15. Jh.) gilt als architektonisches Meisterwerk. Das rote Kaufhaus auf dem Münsterplatz (1550), das Augustiner Museum, Deutschlands ältestes Gasthaus, das Gasthaus zum »Roten Bären«, und viele gute Weinstuben erwarten den Besucher. Aufgrund der vielen Experimente und Aktivitäten im ökologischen Bereich gilt Freiburg als »grüne Hauptstadt Deutschlands«. Den nahe gelegenen Schauinslandberg kann man mit der Drahtseilbahn erreichen. Ein weiteres Naherholungsziel ist Todtnauberg, der höchstgelegene Urlaubsort im Schwarzwald (1006 m). Der höchste Berg der Region ist der Feldberg, ein beliebtes Wintersportgebiet.
Konstanz (Internet: www.konstanz.de) am Bodensee ist eine Universitätsstadt an der Schweizer Grenze. Die historische Altstadt bietet viele sehenswerte Bauwerke, darunter das malerische Konzilsgebäude (14. Jh.), das Renaissance-Rathaus (16. Jh.), das Barbarossa-Haus (12. Jh.), das Hus-Haus (15. Jh.) und die alten Stadtbefestigungen Rheintorturm, Pulverturm und Schnetztor. Das Münster mit seiner wunderschönen Eingangspforte ist ebenfalls einen Besuch wert. Es gibt mehrere Theater und Konzertsäle sowie ein Spielkasino.
Auf der anderen Seite des Bodensees liegt das bayerische Lindau (Internet: www.lindau.de), das früher eine freie Reichsstadt war. Die mittelalterliche Altstadt liegt auf einer Insel im Bodensee, die man von der neuen Gartenstadt aus über die Seebrücke erreicht. Das alte Rathaus ist besonders sehenswert (1422-1435). Weitere Anziehungspunkte sind der Diebsturm, der Mangturm (Alter Leuchtturm), die Heidenmauer, die Hafeneinfahrt (Neuer Leuchtturm) und das Internationale Kasino. In der romantischen Stadt Meersburg (Internet: www.meersburg.de) befinden sich zwei prächtige Schlösser und das Deutsche Zeitungsmuseum (nur im Sommer geöffnet), das auf drei Etagen die Geschichte der deutschsprachigen Presse erzählt.
Die ehemalige Festung und Reichsstadt Ulm (Internet: www.ulm.de) ist vor allem für ihr gotisches Münster bekannt. Der 161 m hohe Turm ist der höchste Kirchturm der Welt und kann über 768 Stufen erklommen werden. Das Chorgestühl stammt von J. Syrlin. Weitere Sehenswürdigkeiten sind das schöne Rathaus, die Kornbörse (1594), das Schuhaus (1536) und das Schwörhaus (1613). Schön ist ein Spaziergang durch das alte Fischerviertel mit den teilweise noch erhaltenen Stadtmauern und dem Metzgerturm. Das Kloster Wiblingen, die Barockbibliothek, das Brotmuseum und das Städtische Museum sind ebenfalls einen Besuch wert. Ulm ist der Geburtsort Albert Einsteins.
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Bayern
Es gibt vier große Urlaubsgebiete in Bayern: Ostbayern mit dem Bayerischen Wald, dem Oberpfälzer Walk, dem Bayerischen Jura und dem südlichen Niederbayern; im Südwesten Bayerisch-Schwaben und das Allgäu; Oberbayern mit den Deutschen Alpen im Süden und Franken im Norden. Hochgebirge, liebliche Flusstäler, waldreiche Mittelgebirge, Seen und mittelalterliche Städte machen den Reiz dieser Region aus.
Die bayrische Landeshauptstadt München (Internet: www.muenchen.de) ist mit über 1,2 Mio. Einwohnern die drittgrößte deutsche Stadt und eine wichtige Kunst- und Wirtschaftsmetropole. Die 800-jährige Stadt ist für ihre zahlreichen Museen und vielen Barock- und Renaissancekirchen bekannt. Die Alte Pinakothek beherbergt die größte Gemäldesammlung des holländischen Malers Rubens und viele bedeutende Werke alter Meister. Direkt gegenüber liegt die Neue Pinakothek mit einer modernen Kunstsammlung. Das Deutsche Museum (Naturwissenschaft und Technologie) mit einem Planetarium und einem nachgebauten Bergwerk ist auch für Kinder interessant. Die Lenbach-Galerie in der wunderschönen Villa des Münchner »Maler-Fürsten« ist ebenfalls einen Besuch wert. Weitere Sehenswürdigkeiten im Innenstadtbereich sind die Königliche Residenz mit dem Residenzmuseum und der Schatzkammer, die Frauenkirche, die Michaelskirche, die Theatinerkirche und die Asamkirche.
Auf dem Marienplatz stehen das Neue und das Alte Rathaus und die wieder aufgebaute Mariensäule. Vor dem Rathausturm versammelt sich täglich um 11.00 Uhr morgens eine Menschenmenge, um das Glockenspiel mit dem Schäfflertanz betrachten. Schön ist auch ein Bummel über den nahe gelegenen Viktualienmarkt. Das Olympiagelände mit dem 300 m hohen Turm und seinem weltbekannten Zeltdach ist ebenfalls interessant. Das weltberühmte Oktoberfest geht auf die Hochzeit des Kronprinzen Ludwig von Bayern mit der Prinzessin Therese von Sachsen-Hildburghausen im Jahr 1810 zurück. Es beginnt alljährlich im September und wird von den Einheimischen »Wies’n« genannt. Jede der neun großen Münchner Brauereien ist mit einem riesigen Bierzelt vertreten. München ist außerdem für seine vielen Bierkeller bekannt, vor allem natürlich für das berühmt-berüchtigte Hofbräuhaus. Wer dem Großstadtlärm entfliehen möchte, kann im weitläufigen Englischen Garten Ruhe finden. In seinem Herzen steht der Chinesische Turm mit einem der typischen Biergärten. In der Nähe des Englischen Gartens liegen das Bayerische Nationalmuseum und das Haus der Kunst.
Das Nationaltheater (Oper), das Residenztheater und das Schauspielhaus sind nur einige der zahlreichen Theater der Stadt. Schloss Nymphenburg hat eine interessante Gemäldegalerie und eine sehenswerte Porzellansammlung. Dreimal im Jahr findet in der Au, einem der alten Stadtviertel an der Isar, die »Auer Dult« statt - ein Trödelmarkt mit Riesenrad, Kräuterständen und »Steckerlfisch«. München verdankt seine Popularität nicht zuletzt seiner schönen Umgebung. Bei schönem Wetter sind die Alpen in Sichtweite. Viele Seen liegen im Umkreis der Stadt.
Garmisch-Partenkirchen (am Fuß der Zugspitze), Berchtesgaden, Mittenwald und Oberammergau (alle 10 Jahre finden hier die Passionsspiele statt) sind die bekanntesten Orte Oberbayerns. Das mehr als siebenhundert Jahre alte Füssen (Internet: www.fuessen.de) mit seiner wunderschönen historischen Altstadt ist Bayerns höchstgelegene Stadt. Sie bildet den südlichen Endpunkt der Romantischen Straße (s. Rundreisen) und ist idealer Ausgangspunkt für Besichtigungen der nur 4 km entfernt gelegenen Konigsschlösser Hohenschwangau und Neuschwanstein, das sich König Ludwig II. von Bayern erbauen ließ. Von hier eröffnen sich herrliche Panoramablicke auf schneebedeckte Gipfel. Der Bayerische Wald, das größte zusammenhängende Mittelgebirge Europas, liegt in Ostbayern an der tschechischen Grenze. Die Dreiflüssestadt Passau (Internet: www.passau.de) ist eine prächtige Bischofsstadt. Das 2000 Jahre alte Regensburg (Internet: www.regensburg.de) in der Oberpfalz ist eine der schönsten Städte Deutschlands.
Franken in Nordbayern ist reich an Kunstschätzen. Die schönsten historischen Städte der Region sind Coburg, Bamberg (wunderbarer Dom), Bayreuth (Bayreuther Festspiele) und Würzburg (weltberühmte Residenz). Nürnberg, die größte Stadt des Frankenlandes, ist eine moderne Großstadt, deren mittelalterlicher Stadtkern erhalten geblieben ist. Die vielen Täler, Wälder, Seen und Burgen der Fränkischen Schweiz und des Fichtelgebirges sowie das Naturschutzgebiet im Altmühltal machen Franken zu einem idealen Ferienziel.
Die Romantische Straße verbindet Nord- und Südbayern. Sie führt an berühmten historischen Städten und reizvollen Landschaften vorbei. Besonders sehenswert sind Würzburg, die mittelalterlichen Ortschaften Rothenburg, Dinkelsbühl und Nördlingen, Augsburg, die Wieskirche, die Abtei Steingaden und das berühmte Schloss Neuschwanstein in der Nähe des Ortes Schwangau.
Die alte Fuggerstadt Augsburg (Internet: www.augsburg.de), 15 n. Chr. von den Römern gegründet, liegt nordwestlich von München und war im Mittelalter das führende Handels- und Finanzzentrum Europas. An das Augsburger Kaufmannsgeschlecht der Fugger erinnern das Fuggerhaus (16. Jh.) und die Fuggerei (1519), der ersten Sozialsiedlung der Welt. Zahlreiche Bauwerke stammen aus der Renaissance. Der Dom (807 römisch/1320 gotisch) hat wunderbare Buntglasfenster (12. Jh.) und eine Bronzetür aus dem 11. Jahrhundert. Sehenswert sind außerdem die Annakirche (Lutherdenkmal aus dem 16. Jahrhundert), das mächtige Rathaus (1615), der Perlachturm, die barocken Brunnen (16./17. Jh.), das Zeughaus und die Stadttore (14.-16. Jh.). Sehr interessant ist ein Besuch im Schaezler-Palais mit seinem barocken Bankettsaal (18. Jh.) und der Städtischen Gemäldegalerie (Deutsche Barockgalerie). In der Staatlichen Gemäldegalerie hängen bekannte Gemälde altdeutscher Meister, u. a. von Hans Holbein d. Ä. und Albrecht Dürer. Das Maximilian-Museum, das Römische Museum und das Mozarthaus sind ebenfalls sehenswert.
Bamberg (Internet: www.bamberg.de) ist eine alte Reichs- und Bischofsstadt, die auf sieben Hügeln erbaut wurde. Die schönsten Sehenswürdigkeiten sind der viertürmige kaiserliche Dom (13. Jh.) mit dem berühmten »Bamberger Reiter«, den königlichen Grabstätten und dem Altar von Veit Stoß sowie das malerische Fischerviertel (»Klein Venedig«), die Alte Residenz, die Neue Residenz (Kunstgalerie) mit dem herrlichen Rosengarten und das Kloster Michaelsberg.
Opernfreunde aus aller Welt zieht es im Sommer ins Festspielhaus (1872-1876) nach Bayreuth (Internet: www.bayreuth.de), um den erstklassigen Aufführungen von Wagners Opern beizuwohnen. Die Bayreuther Festspiele finden jedes Jahr zwischen Ende Juli und August statt. Wagnerfans pilgern zur Villa Wahnfried (heute ein Museum), zum Wagnerdenkmal und zum Grabmal des Komponisten in den Hofgärten. Weitere Anziehungspunkte sind das Alte und das Neue Schloss des früheren Markgrafen, das Opernhaus (größte Barockbühne Europas), die Eremitage (schöner Park) und die Stadtkirche. Die Stadt ist ein guter Ausgangsort für Ausflüge ins Fichtelgebirge, in die Wälder der Oberpfalz und in die »Fränkische Schweiz«.
Nürnberg (Internet: www.nuernberg.de) ist eine moderne Stadt mit mittelalterlichem Stadtkern. In der Altstadt stehen zwei der schönsten Kirchen der Stadt, St. Lorenz (Mariä Verkündigung von Veit Stoß) und St. Sebald. Eine der Hauptsehenswürdigkeiten ist die imposante Burg, die Kaiserstallung ist heute eine Jugendherberge. Die 5 km lange alten Stadtmauer hat 46 Türme. Im Albrecht-Dürer-Haus lebte der Maler von 1509 bis zu seinem Tod. Das Spielzeugmuseum, das Fembohaus (Städtisches Museum), das Germanische Nationalmuseum und das Verkehrsmuseum gehören zu den interessantesten Museen der Stadt. Die Frauenkirche, das Rathaus und der »Schöne Brunnen« (mechanische Uhr) sind weitere beliebte Besucherziele.
Passau (Internet: www.passau.de) liegt am Zusammenfluss der Donau, des Inns und der Ilz. Der barocke Stephansdom mit der größten Kirchenorgel der Welt, die bischöfliche Residenz mit der Rokokotreppe, die Feste Oberhaus und die Feste Niederhaus (13.-14. Jh.) sowie der Innkai mit Häusern im italienischen Baustil erwarten den Besucher.
Regensburg (Internet: www.regensburg.de), im 1. Jahrhundert n. Chr. gegründet, liegt etwa 80 km nordöstlich von München. Der gotische Dom, die Patrizierhäuser und die Steinerne Brücke aus dem 12. Jahrhundert sind die Wahrzeichen der alten Reichs- und Bischofsstadt. Sehenswert sind auch St. Emmeram (Krypten und Grabmale), die Alte Kapelle, das Bischöfliche Palais Niedermünster (Ausgrabungen), Porta Praetoria (das nördliche Stadttor), das alte Rathaus mit dem Reichssaal und das fürstliche Schloss Thurn und Taxis.
Rothenburg ob der Tauber (Internet: www.rothenburg-ob-der-tauber.de) ist eines der mittelalterlichen Kleinode Bayerns. Man kann auf den 3,5 km langen Stadtmauern mit ihren über 30 Toren und Türmen rund um das Städtchen gehen. Von hier genießt man einen herrlichen Blick auf die schönen Patrizierhäuser. Das Deutsche Criminalmuseum mit seiner schaurigen Sammlung von historischen Folterwerkzeugen ist einen Besuch wert.
Die unterfränkische Stadt Würzburg (Internet: www.wuerzburg.de) liegt in reizvoller Umgebung im Maintal. Sie ist umgeben von Weinbergen und bekannt für ihre Bocksbeutel-Weine. Von der Festung Marienberg hat man eine herrliche Aussicht auf die alte fränkische Stadt mit ihren vielen Kirchen. Geht man über die alte Mainbrücke aus dem 15. Jahrhundert, auf der u. a. die Statuen der Frankenapostel Kilian, Totnan und Kolonat stehen, so eröffnet sich der Blick auf den imposanten romanischen Dom. Im Mainfränkischen Museum im alten Zeughaus sind die wunderbaren Arbeiten des Bildhauers und Bildschnitzers Tilman Riemenschneider (1460-1531) ausgestellt. Die Marienkirche (im Jahre 706 erbaut) gehört zu den ältesten Kirchen Deutschlands. Die Residenz, von Balthasar Neumann nach dem Vorbild von Versailles gebaut, ist eines der prächtigsten Barockschlösser des Landes. Im Hofgarten und im Kaisersaal finden alljährlich im Sommer die Konzerte des Mozartfestes statt. Die große Steintreppe mit dem Treppengemälde von Tiepolo gilt als eines der Meisterwerke barocker Baukunst.
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Berlin
Berlin (Internet: www.berlin.de) ist die größte Stadt Deutschlands, Hauptstadt und Regierungssitz. Seit dem Fall der Mauer und der Wiedervereinigung im Jahre 1990 sind über 100 Straßen im Osten und Westen wieder miteinander verbunden und »Geisterbahnhöfe« der U- und S-Bahn zum Leben erweckt worden. Die Beobachtungstürme, die Wachhunde und der Stacheldraht, die 28 Jahre lang nicht nur eine Stadt und ein Land, sondern symbolisch auch einen Kontinent geteilt haben, sind fast vollständig verschwunden. Die beiden Stadthälften sind dennoch in vieler Hinsicht grundverschieden. Im Ostteil Berlins liegen die ehemaligen Arbeiterviertel Mitte, Pankow, Prenzlauer Berg und Friedrichshain, die Erwin Piscator und Bertold Brecht Stoff und Anregungen für ihre Theaterstücke lieferten. In Westberlin befinden sich die traditionellen Arbeiterviertel Wedding, Neukölln und Kreuzberg, das für Szenekneipen und den hohen Anteil türkischer Mitbürger bekannt ist. Die grünen Westberliner Bezirke Charlottenburg und Zehlendorf haben eine eher gutbürgerliche Atmosphäre. Der Alexanderplatz ist heute ein geschäftiger, aber recht gesichtsloser Platz mit Cafés und Hotels. Sein Wahrzeichen ist der 365 m hohe Fernsehturm, der im Volksmund den Beinamen »Telespargel« erhalten hat.
Das Nikolaiviertel mit seinen Boutiquen, Cafés und Kneipen im Stil alter Berliner Bürgerhäuser ist ein gelungenes Beispiel historischer Stadterneuerung. Das Viertel, im 2. Weltkrieg fast völlig zerstört, wurde anlässlich der 750-Jahrfeier neu errichtet; teils historisch detailgetreu, teils mit Betonfassaden. Hier befindet sich auch die älteste Kirche Berlins, die Nikolaikirche (13. Jahrhundert). Schon Friedrich der Große betrachtete die berühmte, von vielen historischen Bauwerken gesäumte Prachtstraße Unter den Linden hinter dem Brandenburger Tor als Mittelpunkt der Hauptstadt. Die Denkmäler und Prachtbauten aus dem 18. und 19. Jahrhundert wurden kunstvoll restauriert und der Boulevard avancierte zum Schaustück der damaligen Deutschen Demokratischen Republik. Im Kronprinzessinnenpalais sind heute Restaurants und das Operncafé untergebracht und man kann sich hier in schöner Atmosphäre bei Wiener Caféhausmusik mit leckeren Torten und Kuchen verwöhnen. Durch den Bau der Mauer im Jahre 1961 war der von alten Linden gesäumte Boulevard fast 30 Jahre lang mehr oder weniger eine Sackgasse. Am westlichen Ende steht das Brandenburger Tor, seit der Fertigstellung im Jahre 1791 Wahrzeichen der Stadt.
Die Berliner Mauer ist fast vollständig verschwunden. Manch ein »Mauerspecht« hat sich vor ihrem Abbruch ein Stück davon als persönliches Souvenir gesichert. Ganze Teilabschnitte stehen heute in Museen.
Berlin ist eine führende Messe- und Kongressstadt. Das Messe- und Ausstellungsgelände liegt am Funkturm, dem »langen Lulatsch«. Von der Aussichtsplattform auf dem Funkturm kann man bis zum Grunewald sehen. Berlin ist außerdem eine Kultur-Hochburg und Standort angesehener wissenschaftlicher Forschungsinstitute und mehrerer Hochschulen. Es gibt drei Opernhäuser, 53 Theater und mehr als 100 Kinos. Ostberlin hat eine Vielzahl ausgezeichneter Museen. Besonders empfehlenswert ist die Museumsinsel, die in einer Gabelung der Spree liegt. Auf ihr sind die Nationalgalerie, das Alte Museum (Kupferstichkabinett, moderne Kunst) und das Bodemuseum (ägyptische und frühchristlich-byzantinische Sammlung) zu finden. Die rund 3.300 Jahre alte Büste der ägyptischen Königin Nofretete ist seit dem 13. August 2005 im Alten Museum zu bewundern. Prunkstück des weltberühmten Pergamon-Museums ist der Pergamon-Altar, Teil eines Zeus-Tempels aus Kleinasien. Das Museum verfügt über bedeutende Sammlungen aus dem asiatisch-islamischen Raum. Im Westberliner Bezirk Charlottenburg liegt das Ägyptische Museum, in dem bisher die berühmte Büste der Königin Nofretete ausgestellt wurde. In den Dahlemer Museen kann man den größten Teil der Stiftung Preußischer Kulturbesitz sehen. Das Völkerkundemuseum ist ebenfalls interessant. Das Berlin-Museum ist im Gebäude des ehemaligen Kammergerichts im Bezirk Kreuzberg untergebracht. Im prächtig restaurierten Martin-Gropius-Bau finden wechselnde Ausstellungen statt. Außerdem befinden sich hier die Berlinische Galerie, eine Schausammlung der Jüdischen Abteilung des Berlin-Museums, sowie ein Museum zur Alltagskultur des 20. Jahrhunderts. Einer der größten kulturellen Anziehungspunkte in Ostberlin ist die Deutsche Staatsoper. Der schönste Konzertsaal ist das Schauspielhaus Berlin am Gendarmenmarkt. Im Februar zieht es Filmfans zur Berlinale, den Berliner Filmfestspielen. Im Juli finden die Bach-Tage statt, im September die Berliner Festwochen und im Herbst das Jazz-Fest. Liebhaber der klassischen Musik pilgern in die Philharmonie, Heimat der weltberühmten Berliner Philharmoniker, und in den Kammermusiksaal.
Wer den Boulevard Unter den Linden Richtung Brandenburger Tor entlangspaziert, kommt in den Tiergarten, eine der grünen Lungen der Stadt, und von dort in die Westberliner City. Der Kurfürstendamm wird im Volksmund Ku’damm genannt. Beim Bummel über diesen 3,5 km langen Glanzboulevard der Stadt mit seinen Straßencafés, eleganten Restaurants, teuren Boutiquen, Straßenständen und Schnellrestaurants kann man das bunte Treiben an sich vorüberziehen lassen. Die Cafés haben lange Öffnungszeiten, die Bürgersteige sind voller Menschen und der Verkehr ist selbst in den Nachtstunden noch lebhaft. Nachdem man sich in einem der Straßencafés etwas ausgeruht und die Passanten beobachtet hat, kann man seinen Spaziergang zur Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche fortsetzen. Die Ruine der neuromanischen Kirche, im Volksmund »Hohler Zahn« genannt, wurde als Mahnmal an die Schrecken des 2. Weltkrieges stehen gelassen. Die Gedenkhalle im alten Turm soll ein Ort der Mahnung und Versöhnung sein. Ganz in der Nähe liegt das Europa-Center mit zahllosen Geschäften, Restaurants und Bars mit lebhaftem Nachtleben. Von der Aussichtsplattform im 22. Stock hat man einen guten Blick über den Ku’damm bis in die Außenbezirke. Ein paar Schritte weiter ist das KaDeWe, das bekannte traditionsreiche Kaufhaus des Westens. Einen Besuch lohnt der berühmteZoologische Garten mit dem Aquarium.
Der im Krieg zerstörte Reichstag, von dem der Sozialdemokrat Scheidemann 1918 die Republik ausrief, wurde nach 1945 wieder aufgebaut. Ein Besuch der faszinierenden Dauerausstellung »Fragen an die Deutsche Geschichte« lohnt sich.
Das prächtige, im Baustil des Barock und Rokoko errichtete Schloss Charlottenburg ist die ehemalige Sommerresidenz der preußischen Könige, die damals vor den Toren Berlins lag. Der Tiergarten ist ein im englischen Stil angelegter, weitläufiger Park im Herzen der Stadt, in dem an Sommerwochenenden viele Familien Picknick machen. Der Tierpark Berlin in Lichtenberg ist ein 130 ha großes Freigehege mit mehr als 7500 Tieren.
Der Müggelsee, der größte der Berliner Seen, und die Müggelberge sind das beliebteste Ausflugs- und Wassersportgebiet der Ostberliner. Bei einer Dampferfahrt auf den Berliner Wasserstraßen zeigt sich Berlin von seiner schönsten Seite. Verschiedene Reedereien bieten Kanalfahrten auf der Spree durch die Stadt und Ausflugsfahrten in das grüne ländliche Berlin an.
Seit den goldenen zwanziger Jahren ist Berlin auch für sein lebhaftes und extravagantes Nachtleben bekannt. Da es in der Stadt keine Sperrstunde gibt, schließen viele Lokale, Diskotheken und Kneipen erst in den frühen Morgenstunden. Berliner stehen in dem Ruf ein radikales politisches Bewusstsein und eine Ader für experimentierfreudige Kreativität zu haben. Die größten der zahlreichen alternativen Projekte sind die UFA-Fabrik (ehemalige Filmstudios der UFA mit Kino, Töpferei, Sattlerei, Zirkus, Bäckerei, Café und vielem mehr) und das Ökodorf e.V. (Kommunikationszentrum und Treff von Arbeitsgruppen im Ökologiebereich). In keiner anderen Stadt gibt es so viele Nachtklubs, Bars, Restaurants, Kabaretts und Kneipen. Die Stadtmagazine Tip, Zitty, Prinz und Oxmox erscheinen 14-tägig bzw. monatlich (Oxmox) und geben einen Überblick über die vielfältigen Veranstaltungen.
Zum Stadtgebiet gehören auch ausgedehnte Wälder und viele Seen. Die Pfaueninsel im Südwesten der Stadt ist ein wunderschöner Landschaftspark und steht heute unter Naturschutz. Der Spandauer und Tegler Forst sowie der Grunewald laden zu Wanderungen ein. Der Volkspark Friedrichshain ist der größte und zugleich älteste Park Ostberlins.
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Die neuen Bundesländer
Neubrandenburg liegt am Tollensesee in MECKLENBURG-VORPOMMERN und ist eine der wenigen Städte, in der die mittelalterliche Stadtbefestigung nahezu vollständig erhalten geblieben ist. Die Ringmauer mit ihren vier Stadttoren, drei Wassergräben und einer Anzahl romantischer Wiekhäusern, die ehemals der Verteidigung dienten, umschließen den alten Stadtkern.
Die Universitäts- und Hansestadt Rostock (Internet: www.rostock.de) liegt an der Ostseeküste. Die Universität wurde 1419 gegründet und war die erste Nordeuropas. Auffallen werden dem Besucher die markanten Backsteinbauten. Warnemünde ist ein reizvoller Stadtteil mit altem Fischereihafen. Das Rathaus aus dem 15. Jahrhundert und die schönen Bürgerhäuser am Thälmann-Platz sind besonders sehenswert. In der spätgotischen Marienkirche befinden sich eine Astronomische Uhr (1480/90) und eine barocke Orgel, die die schönste im Ostseeraum sein soll.
Greifswald (Internet: www.greifswald.de), der Geburtsort des Malers Caspar David Friedrich, ist eine kleine Universitätsstadt und liegt östlich von Rostock. Am Markt und im so genannten Rekonstruktionsviertel stehen Bürgerhäuser aus dem 15. Jahrhundert, auch Teile eines mittelalterlichen Fischerdorfes sind erhalten. Neue Wohngebiete und Industrieansiedlungen haben jedoch das Gesicht der Stadt verändert. Die Passagierschiffe der »Weißen Flotte« laufen alle Ostseehäfen und die Insel Hiddensee an, auf der es keine Autos gibt. Die fast unberührte Landschaft ist vielfältig und der Vogelreichtum lockt nicht nur Vogelkundler an. Hiddensee ist Rügen vorgelagert, der größten deutschen Insel. Sie ist ein beliebtes Ferienziel mit einem Naturschutzgebiet. Man erreicht sie über den Rügendamm. Hier findet man die bekannten Kreidefelsen. Anfang 2005 stürzte allerdings der Kreidefelsen Wissower Klinken, der stark durch Erosionen beschädigt war, ein. Auf Usedom, der zweitgrößten Insel Deutschlands, machte das Großbürgertum schon im 19. Jahrhundert Badeurlaub. Reizvolle Natur mit kilometerlangen Sandstränden, herrlichen Wäldern, Mooren und Weideflächen locken Besucher heute wie damals. Das Stadtbild von Heringsdorf, Ahlbeck, Bansin und den anderen Seebädern prägen schöne Bauten aus den Gründerjahren.
Schwerin (Internet: www.schwerin.de) wurde 1160 gegründet und ist auch heute noch eine reizvolle Stadt. Das Schweriner Schloss ist eines der besten Beispiele deutscher gotischer Baukunst. Es liegt am Schweriner See, umgeben von einem Burggarten. In der historischen Altstadt stehen der Dom, das älteste Gebäude der Stadt, das schöne Rathaus und ein interessantes Museum mit Sammlungen französischer, deutscher und niederländischer Malerei des 17., 18. und 19. Jahrhunderts.
Theodor Fontane hat in seinen »Wanderungen« die Schönheit der Mark BRANDENBURG beschrieben. Kiefern- und Birkenwälder, Sandboden, weiter Horizont und viel Wasser prägen das Landschaftsbild. Der herrliche Spreewald, eine von vielen Wasserläufen durchzogene feuchte Niederung, liegt südlich von Berlin. Im Freilandmuseum Lehde erhält man einen Einblick in das frühere Alltagsleben der Einheimischen.
Potsdam hat drei große schöne Parks, den Neuen Garten mit Marmorpalais (z. Zt. wegen Umbau geschlossen) und Schloss Cecilienhof (bekannt durch das Potsdamer Abkommen), Babelsberg (englische Parkanlage von Fürst Pückler-Muskau mit Schloss von Schinkel) und natürlich Sanssouci, das nach Plänen Friedrichs des Großen von dem Architekten Knobelsdorff gebaut wurde. Noch prunkvoller und größer als das eigentliche Schloss ist das Gästehaus des 'Alten Fritz', der im Schlossgarten direkt neben dem Schloss begraben liegt. In der Kunstgalerie neben dem Schloss sind Gemälde zahlreicher alter Meister ausgestellt. Auch die Stadt selbst, besonders das Holländische Viertel, ist sehenswert. Die Schorfheide ist ein nördlich von Berlin gelegenes Waldgebiet. Hier leben immer noch Biber, Fischotter, See- und Fischadler und man findet märkische Landschaft wie im Bilderbuch. Der Mittelpunkt der Schorfheide ist der Werbellinsee. Lohnenswert ist auch ein Ausflug zum ehemaligen Zisterzienserkloster Chorin. Hier finden im Sommer viele Konzerte statt.
Magdeburg, die Hauptstadt von SACHSEN-ANHALT (Internet: www.sachsen-anhalt-tourismus.de), ist eine Industriestadt westlich von Berlin. Dom (955) und Liebfrauenkloster sind Zeugnisse der über 1000-jährigen Geschichte der Stadt. Bekannt wurde sie vor allem durch den Magdeburger Reiter. 55 km südwestlich von Magdeburg liegt die schöne Stadt Quedlinburg mit vielen liebevoll restaurierten Fachwerkhäusern aus dem 16. Jahrhundert und einem Renaissance-Rathaus. Besonders sehenswert sind die romanische Stiftskirche St. Servatii mit dem Domschatz (u. a. wertvolles Wappenkästchen Kaiser Ottos IV.) und das Fachwerkensemble Finkenherd in der Stadtmitte. Die Altstadt wurde von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.
Eingebettet in die Gebirgslandschaft des Harzes liegt die Stadt Wernigerode mit einem gotischen Rathaus aus dem 16. Jahrhundert, einem Fachwerkbau mit zwei schlanken Türmen, der der Stadt eine Märchenbuchatmosphäre verleiht. Fachwerkhäuser aus sechs Jahrhunderten, darunter das Schiefe Haus, gilt es zu entdecken. Werningerode ist ein idealer Ausgangspunkt für Ausflüge in die herrliche Umgebung, in der es viele hübsche Dörfer mit Fachwerkhäusern gibt. Der Harz ist eines der schönsten Wandergebiete Deutschlands. Der Brocken, die höchste Erhebung des Gebirges, ist für Wanderer zugänglich. Stolberg wird oft als die »Perle des Südharzes« bezeichnet. Auch hier beherrschen Fachwerkhäuser das Stadtbild.
Weiter südlich liegt Halle (Internet: www.halle.de), in der Marienkirche am Marktplatz (1529) predigte einst Martin Luther. Der Komponist Händel wurde 1685 hier geboren und jährlich im Juni finden internationale Händelfestspiele statt. Im nahe gelegenen Wittenberg nagelte Luther im Jahre 1517 seine »95 Thesen gegen den Ablasshandel« an die Tür der Schlosskirche. Zahlreiche prächtige Bauten aus dem 16. Jahrhundert, das Wohnhaus Luthers, das Melanchthon-Haus, die Schlosskirche und die Gebäude der ehemaligen Universität bezeugen die jahrhundertelange Bedeutung der Stadt.
Südlich von Halle liegt die historische Stadt Naumburg (Internet: www.naumburg.de), deren Wahrzeichen der schöne spätromanisch-frühgotische Dom St. Peter und Paul mit seinen berühmten Stifterfiguren ist. Ein Abstecher in die alten Hansestädte Salzwedel, Stendal und Tangermünde lohnt sich.
THÜRINGEN liegt zwischen Sachsen und Hessen. Die bewaldeten Höhenzüge des Thüringer Waldes und des Schiefergebirges machen die Region zum idealen Wandergebiet. Der berühmteste Wanderpfad ist der Rennsteig, der sich über 168 km erstreckt. Neben der zentralen administrativen Funktion als Landeshauptstadt und der Entwicklung zu einem Verwaltungs-, Dienstleistungs- und Handelszentrum in Thüringen, ist die Stadt Erfurt (Internet: www.erfurt.de) auch kulturelles Zentrum des Freistaates. Das kulturelle Erbe der Stadt zeugt von seiner jahrhundertealten Tradition als reiche Handelsstadt. Im historischen Stadtzentrum ist eine Vielzahl sakraler Bauten, aber auch imposante Bürgerhäuser ausgezeichnet erhalten. Der imposante gotische Mariendom mit der Kirche St. Severi ist das weithin sichtbare Wahrzeichen der Stadt. Im Sommer finden auf den Domstufen musikalische Festspiele mit Opernaufführungen statt. Unbedingt sehenswert sind die Krämerbrücke, die einzige bebaute und bewohnte Brücke nördlich der Alpen, und der Fischmarkt mit dem schönen Rathaus. Die Gründung der Universität fand im Jahre 1392 statt und ging mit einem von Martin Luther und dem Erfurter Humanistenkreis beeinflussten geistig-kulturellen Aufschwung einher. In den Museen der Stadt befinden sich wertvolle Sammlungen mittelalterlicher Kunstschätze, die wichtigsten ethnografischen Zeugnisse Thüringens sowie eine der attraktivsten naturkundlichen Sammlungen.
Suhl ist das Wintersportzentrum der Region, vor allem Langlauffans kommen hier auf ihre Kosten. In Eisenach (Internet: www.eisenach.de), dem Geburtsort Johann Sebastian Bachs, steht das älteste Stadttor Thüringens. Sehenswert ist auch die romanische Nikolaikirche. In der Wartburg, die die Stadt überragt, suchte Martin Luther als Junker Jörg Zuflucht und übersetzte das neue Testament ins Deutsche. Weimar (Internet: www.weimar.de) blickt auf eine tausendjährige Geschichte zurück und ist stolz auf sein reiches kulturelles Erbe. Ihre Blütezeit erlebte die alte Residenzstadt Ende des 18. und Anfang des 19. Jahrhunderts. Goethe lebte hier 50 Jahre lang und beeinflusste die Geschicke der Stadt als Staatsbeamter, Theaterdirektor und nicht zuletzt als größter deutscher Dichter. Im Nationalmuseum, das im ehemaligen Wohnhaus Goethes eingerichtet wurde, kann man auf den Spuren des Geheimrates wandeln. Für literarisch Interessierte steht ein Goethe- und Schiller-Archiv zur Verfügung. Bach war Hoforganist und Hofkonzertmeister in Weimar, Liszt und Richard Strauss wirkten hier als Kapellmeister.
Das Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers Buchenwald in der Nähe von Weimar, in dem über 56.000 Menschen den Tod fanden, ist heute eine Gedenkstätte.
Weitere Ausflugsziele in Thüringen sind Gera (Renaissance-Rathaus, Bürgerhäuser, Internet: www.gera.de), die alte Universitätsstadt Jena, Friedrichsroda (Schlossruine in herrlichem Schlosspark), Gotha, die Reichstadt Nordhausen (spätgotischer Dom, Rolandstatue am Renaissance-Rathaus) und die malerische Kleinstadt Mühlhausen.
SACHSENs Hauptstadt Dresden (Internet: www.dresden.de) hat einiges zu bieten. Mit seinen 479.273 Einwohnern ist sie eine der größten Städte im Südosten der Bundesrepublik. Ihr Glanz geht vor allem auf die Regierungszeit Augusts des Starken und seines Sohnes August III. im 17. und 18. Jahrhundert zurück. Der Zwinger ist das wohl berühmteste Bauwerk der Stadt. Die vielen prächtigen Gebäude wie die Katholische Hofkirche (Hochbarock), die Frauenkirche, die Schlosskirche und die Semperoper trugen der Stadt den Ruf eines »Elbflorenz« ein. Die einstige barocke Pracht der Stadt versank im Bombenhagel des 2. Weltkrieges. Die Ruine der Frauenkirche gemahnte an die Schrecken des Krieges. Inzwischen wurde diese jedoch durch Spendengelder und staatliche Subventionen nach alten Plänen wieder aufgebaut. Am 30. Oktober 2005 war die offizielle Wiedereröffnung. Von der neuen Aussichtsplattform der Frauenkirche haben Besucher einen Panoramablick über die ganze Stadt. Die restaurierte wunderschöne Semperoper, die Schlosskirche, das Grüne Gewölbe und die reiche Schatzkammer der sächsischen Fürsten, legen Zeugnis von vergangenem Glanz ab. Kunstkenner sollten es nicht versäumen, die Gemäldegalerie im Zwinger zu besuchen, in der viele hervorragende Kunstwerke alter Meister ausgestellt sind. Das Schloss wird derzeit restauriert. Die Dresdener Philharmonie, die Staatskapelle und der Kreuzchor sind weltbekannt. Beliebt sind Dampferfahrten auf der Elbe zum Schloss Pillnitz.
Südöstlich von Halle liegt Leipzig (Internet: www.leipzig.de), eine Stadt der Musik und des Verlagswesens. 38 Verlage sind in Leipzig ansässig. Die Frühjahrs-Buchmesse lockt jährlich Interessierte in die traditionsreiche Messestadt. Hier wurde Richard Wagner geboren, Mendelssohn war lange Jahre Kapellmeister des heute noch renommierten Gewandhausorchesters und Bach war in den Jahren 1723 bis 1750 Kantor der Thomaskirche, die ebenso wie das Rathaus aus dem 16. Jahrhundert stilgerecht restauriert wurde. Johann Sebastian Bachs Kirchenchor existiert noch heute und die Thomaner sind international hoch angesehen. Die alte Universität (1407), der berühmte Auerbachs-Keller und der Kaffeebaum, das bekannteste Kaffeehaus der Stadt, sind weitere touristische Anziehungspunkte.
Südöstlich von Leipzig in Südsachsen liegen die Städte Meißen und Dresden. Im tausendjährigen Meißen (Internet: www.meissen.de) steht die älteste Porzellanmanufaktur Europas. Auch heute noch werden die kostbaren Service in den traditionellen Meißener Mustern angefertigt. Besucher können sich in einer Schauwerkstatt von der Handwerkskunst der Porzellanmaler überzeugen. Muss auch noch manches restauriert werden, so beeindruckt auch heute schon die Schönheit der Stadt und das geschlossene historische Stadtbild. Dom, Albrechtsburg (1485) und Bischofsschloss ragen hoch über der Stadt empor. In der Umgebung Meißens wird seit Jahrhunderten Weinbau betrieben.
Die Industriestadt Chemnitz (früher Karl-Marx-Stadt, Internet: www.chemnitz.de) wurde im 2. Weltkrieg fast völlig zerstört und nur wenige historische Bauwerke blieben erhalten. Dazu gehören das Alte Rathaus (16. Jh.) und der 800 Jahre alte Rote Turm. Sehenswerte Städte der Region sind Freiberg, Kuchwald (Freilufttheater) und Seiten (Spielzeugmuseum). Zwickau (Internet: www.zwickau.de) ist die Geburtsstadt Robert Schumanns, ein Museum erinnert an den berühmten Komponisten. Der spätgotische Dom, das Rathaus (1403), das spätgotische Gewandhaus (heute ein Theater) und zahlreiche schöne alte Bürgerhäuser zählen zu den interessantesten Sehenswürdigkeiten.
In der Oberlausitz leben die Sorben, ein slawischer Volksstamm, dessen Ursprung auf das 6. Jahrhundert zurückgeht. In Bautzen oder Budysin gibt es einen sorbischen Verlag, eine Zeitung und ein sorbisch-deutsches Volkstheater. Eigene Radioprogramme in sorbischer Sprache und Sprachunterricht in den Schulen sollen dazu beitragen, die Sorbenkultur zu erhalten.
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Rundreisen
5-tägig: Rüdesheim – Lorelei Felsen – St. Goar – Koblenz – Bonn – Köln (Rheinfahrt). 7-tägig: (a) Heidelberg – Würzburg – Nürnberg – Regensburg – Schloß Neuschwanstein (Romantische Straße). (b) Heidelberg – Heilbronn – Ulm – Nürnberg (Burgenstraße). (c) Erfurt – Weimar – Jena – Eisenach – Rudolstadt – Arnstadt (Klassische Straße in Thüringen).
Weitere deutsche Ferienstraßen: (a) Lindau – Oberstdorf – Oberammergau – Garmisch-Partenkirchen – Berchtesgaden (Deutsche Alpenstraße). (b) Darmstadt – Heidelberg (Bergstraße). (c) Bockenheim – Wissemburg (Weinstraße). (d) Trier – Koblenz (Mosel-Weinstraße). (e) Freudenstadt – Baden-Baden (Schwarzwald-Hochstraße). (f) Freudenstadt – Pforzheim (Schwarzwald-Bäderstraße).
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