KOSOVO

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     Kosovo     States which formally recognise Kosovo as independent.     States which have stated they intend to formally recognise Kosovo as independent.     States with ambiguous positions or with no position yet.     States that support further negotiations under UN auspices or disagree with unilateral moves.     States that do not recognise Kosovo as independent.     States with no reported position at present.

██ Kosovo

██ Staaten, welche die Unabhängigkeit des Kosovo formell anerkennen

██ Staaten, welche die Absicht bekundet haben, Kosovo formell als unabhängig anzuerkennen

██ Staaten, welche die Anerkennung der Unabhängigkeit des Kosovo aufgeschoben oder darüber Neutralität bekundet haben

██ Staaten, die Bedenken über ein unilaterales Vorgehen oder den Wunsch nach weiteren Verhandlungen ausgedrückt haben

██ Staaten, die angekündigt haben, dass sie das Kosovo nicht als unabhänig anerkennen werden

██ Staaten ohne gegenwärtig bekannte Position
aktualisiert am 2. März 2008

 

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Kosovo (das oder auch der, serbisch Kosovo/Косово oder Kosovo i Metohija/Косово и Метохија, albanisch: Kosova oder Kosovë vom slawischen Wort kos: „Amsel“; deutsch auch „Amselfeld“) ist eine Region in Südosteuropa. Nach dem Krieg 1999 bekam der Kosovo durch die UN-Resolution 1244 den Status eines autonomen Territoriums (autonomna pokrajina) innerhalb der ehemaligen Bundesrepublik Jugoslawien (jetzt Republik Serbien) und steht unter UN-Verwaltung. Über den zukünftigen Status des Kosovo wird derzeit verhandelt.

Amtssprache

Albanisch, Serbisch, Englisch

Hauptstadt

Priština (Prishtina / Prishtinë)

Staatsform

Republik

Regierungsform

Protektorat der UNO/EU/OSZE
Parlamentarische Demokratie

Staatsoberhaupt

Fatmir Sejdiu

Regierungschef

Hashim Thaçi

Fläche

10.908 km²

Einwohnerzahl

2.126.708

Währung

Euro (unilateral als Fremdwährung übernommen, nicht an der Europäischen Währungsunion beteiligt)

Zeitzone

UTC+1 MEZ
UTC+2 MESZ (März - Oktober)

Internet-TLD

noch nicht vergeben

Name und Etymologie

Kosovo beschreibt international gesehen die gesamte Provinz. Viele Serben verwenden Kosovo bedeutungsgleich, obwohl sich die Bezeichnung Kosmet, eine Wortkombination aus Kosovo und Metochien, immer stärker etabliert.

Kosovo

Kos bezeichnet im Serbokroatischen die Amsel. Die Region und die heutige Provinz sind nach Kosovo Polje, dem Amselfeld, bei Priština benannt. Das Wort kosovo ist ein besitzanzeigendes Adjektiv (dt. zur Amsel gehörig) und ist daher ohne zusätzliches polje (dt. Feld) eigentlich unvollständig, hat sich jedoch in dieser Form als Abkürzung eingebürgert.

Metochien

Die serbische Bezeichnung Metohija leitet sich vom griechischen μετοχή (metoh, Gemeinschaft) ab. Diese Bezeichnung wurde in Jugoslawien von staatlicher Seite seit 1974 nicht mehr gebraucht. Metochien beschreibt eine Landschaft geprägt von vielen Kirchen und vor allem überdurchschnittlich vielen Klöstern mit ihren vielen Mönchsgemeinschaften, auf die man sich mit der Bezeichnung letztendlich bezieht.

Unterteilung Kosovo und Metochien

Unterteilung Kosovo und Metochien

Geographie

Der Kosovo liegt im Zentrum der Balkanhalbinsel völlig von Festland umgeben. Er grenzt im Südwesten an Albanien, im Nordwesten an Montenegro, im Norden und Osten an das Engere Serbien, im Südosten schließlich an Mazedonien. Der Kosovo ist im Westen und Süden von Gebirgen begrenzt, in diesem Kessel liegen zentral zwei Ebenen:

  • das Amselfeld (alb. Fushë Kosovë, serb. Косово поље) mit der Hauptstadt Priština (alb. Prishtinë),

  • Metochien (alb. Rrafshi i Dukagjinit, serb. Metohija/Метохијa) im Westen mit dem Zentrum Prizren. Beide Ebenen sind durch ein hügeliges Bergland voneinander getrennt.

Mit 10.877 Quadratkilometern hat der Kosovo etwa ein Drittel der Größe Belgiens und ist mit 175 Einwohnern pro Quadratkilometer vergleichsweise dicht besiedelt.

An den Grenzen zu Albanien, Montenegro und Mazedonien – im Süden, Südwesten und Westen – dominieren karge Gebirgslandschaften. Die höchsten Berge sind Djeravica/Gjeravica (in der Großgemeinde Pejë/Peć) 2656 m; Bistra (Ferizaj/Uroševac) 2640 m; Marjaš/Marjash (Pejë/Peć) 2530 m; Ljuboten/Luboteni (Ferizaj/ Uroševac) 2496 m und Koprivnik/Koproniku (Pejë/Peć) 2460 m.

53 % der Fläche wird landwirtschaftlich genutzt, 41 % ist Waldgebiet. Das Klima ist ausgeprägt kontinental mit heißen Sommern und kalten Wintern; die Temperaturen liegen zwischen 35 Grad Celsius im Sommer und minus 18 Grad Celsius im Winter.

Bevölkerung

Bild:Kosovo eth Verteilung 2005.png

Die Bevölkerung des Kosovos wird auf circa 1,9 Millionen Einwohner geschätzt. Sie ist sehr jung: 33 Prozent sind unter 16 Jahre alt, über die Hälfte der Bevölkerung ist jünger als 25 Jahre, nur 6 Prozent über 65 Jahre. Die Geburtenraten übertrifft die Sterberate derzeit deutlich: 23 Geburten pro 1000 Einwohnern standen 2003 stehen lediglich 7 Todesfälle gegenüber, so dass die Bevölkerung ständig wächst. Die Lebenserwartung der Frauen beträgt 71, die der Männer 67 Jahre. Der Anteil der Landbevölkerung liegt zwischen 60 und 65 Prozent. Schätzungsweise 350.000 bis 400.000 Kosovaren leben im Ausland, vor allem in Deutschland, den USA, Österreich und der Schweiz.

Die ethnisch albanischen Kosovaren wuchsen im Laufe des letzten Jahrhunderts zur Mehrheit. Seit 1981 hat sich ihr Anteil von 77,4 Prozent auf rund 90 Prozent erhöht.[4]

Ethnische Zusammensetzung und Religion

Der Kosovo wird mehrheitlich von Albanern bewohnt; Schätzungen der Weltbank aus dem Jahre 2000, denen das statistische Amt des Kosovos bis heute folgt, gehen von 88 % Albanern, 7 % Serben und 5 % der übrigen ethnischen Gruppen aus. Zu letzteren gehören Türken, Bosniaken, Torbeschen, Goranen, Janjevci (Kroaten), Roma und Aschkali (Kosovo-Ägypter). Die aktuellen Schätzungen der OSZE im Kosovo kommen auf rund 91 % Albaner, 5 % Serben und 4 % der übrigen Minderheiten. Der Anteil der Albaner hat sich im Gefolge des Kosovo-Krieges weiter vergrößert.

Die Mehrheit der Kosovo-Albaner sind sunnitische Muslime, die Mehrheit der Serben gehören der serbisch-orthodoxen Kirche an. Es gibt unter den Albanern aber auch Katholiken und Orthodoxe, ebenso gibt es unter den slawischen Ethnien auch Muslime. Der Anteil der Konfessionslosen ist im europäischen Vergleich hoch.

Analphabetismus

Bei Frauen ist der Anteil an Analphabeten deutlich höher als bei Männern: 13,4 % in ländlichen Gebieten (3,8 % bei Männern) und 10,4 % in städtischen Siedlungen (Männer 2,3 %). Analphabetismus ist nicht nur vom Geschlecht, sondern auch vom Alter abhängig – in der Gruppe bis 39 Jahre liegt die Rate weit unter dem Durchschnitt, bei Frauen zwischen 55 und 59 Jahren sind knapp 20 %, bei Frauen zwischen 70 und 74 Jahren knapp 60 % Analphabeten.

Familie und Wohnung

Das Zusammenwohnen in einer Großfamilie ist im Kosovo weitverbreitet; die Durchschnittsgröße eines Haushalts liegt bei 6,5 Personen. Dies ist auf dem Land deutlich ausgeprägter als in der Stadt.

Die Bewohner des Kosovos sind zu 99 % Eigentümer der Räumlichkeiten, in denen sie wohnen, nur ein Prozent lebt zur Miete. 10 % der Haushalte verfügen über ein Zimmer, 36 % über zwei, 25 % über drei und 20 % über vier Zimmer. 93 % heizen in der Regel mit einem Holzofen, 3 % in der Regel mit Elektroöfen, nur 4 % mit Fernwärme oder einer Zentralheizung. In den Städten sind 94 % der Haushalte mit fließendem Wasser ausgestattet, in ländlichen Gegenden müssen dagegen 44 % ihr Wasser vom Brunnen holen.
 

The museum of Kosovo
Das Kosovo Museum
 

 

Blick ins Stadtzentrum von Priština
 Blick ins Stadtzentrum von Priština

Geschichte

Vom 12. bis zum 14. Jahrhundert war das Gebiet des heutigen Kosovo Teil eines serbischen mittelalterlichen Reiches, dessen Herrschaft 1389 mit der Schlacht auf dem Amselfeld endete. In der Folge gehörte der Kosovo zum Osmanischen Reich.

Nach dem 1. Balkankrieg gehört der Kosovo 1912 zu Serbien und Montenegro. In der Zeit zwischen den Weltkriegen gehört es zum ersten jugoslawischen Staat, nach dem Zweiten Weltkrieg zu Titos Jugoslawien als Teil Serbiens. Seit 1974 ist es autonome serbische Provinz.

Der Zerfall Jugoslawiens begann im Kosovo. Seine Autonomie wurde 1989 auf Betreiben von Slobodan Milošević durch einen Beschluss des serbischen Parlaments aufgehoben. Viele Albaner verlangten hingegen zunächst mehr Rechte und schließlich die Selbstständigkeit. Der anfangs gewaltfreie Widerstand der Albaner ging unter Führung der UÇK in einen anhaltenden Kleinkrieg zwischen albanischen Freischärlern und den serbischen Streitkräften über. Die gewaltsame Auseinandersetzung führte 1999 zum Kosovo-Krieg und zum Einmarsch der NATO in den Kosovo, der zur Rückkehr einiger vertriebener Kosovo-Albaner führte; im Gegenzug wurden Serben, aber auch Roma vertrieben.

2008 Kosovo declaration of independence

  Quellen

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Nationale Symbole
Coat of arms of Kosovo
Wappen
 

Pristina

 

Kosovar Government Central Building (Formerly a bank, damaged in the 1999 war, now fully renovated)

 

 

 

 

 

 

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