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Der Name der Inselgruppe leitet sich vom griechischen ballein/baliarides ab, womit die in der Antike gefürchteten Steinschleuderer Els Foners Balears der Inseln gemeint waren, die sich als Söldner auf den Kriegsschauplätzen der Antike verdingten. GeographieDie Balearischen Inseln sind die abgesprengte Fortsetzung des andalusischen Felsengebirges, das sich von Gibraltar über die Sierra Nevada hinzieht. Ein etwa 1500 Meter tiefer Meeresgraben trennt die Inseln vom spanischen Festland. Die gebirgigen Inseln liegen zwischen 90 und 200 km östlich vom spanischen Festland entfernt. BevölkerungDie Einwohnerzahl beläuft sich (Stand: 2006) auf 1.001.062 Personen, dieses entspricht etwas mehr als zwei Prozent der spanischen Gesamtbevölkerung. Rund 79 Prozent davon, 790.763 Einwohner, entfallen auf die mit Abstand größte Insel Mallorca. Mit einer Bevölkerungsdichte von 200,5 Einwohner pro km² sind die Balearen für spanische Verhältnisse recht dicht besiedelt. Die Bevölkerungsdichte ist mehr als doppelt so hoch wie der Landesdurchschnitt (82,7 E/km²) und auch im Vergleich zur Europäischen Union (119 E/km²) beachtlich. Dazu kommen in etwa zehn Millionen Touristen, die jährlich die Balearen besuchen. Der Großteil davon, rund neun Millionen, entfallen alleine auf die Insel Mallorca. 167.751 Ausländer sind auf den Balearen ansässig, was 16,76 % der Gesamtbevölkerung entspricht. Deutsche BevölkerungsanteileLaut der Bevölkerungserhebung aus dem Jahre 2006 waren 26.293 Deutsche mit Wohnsitz auf den Balearen offiziell gemeldet (zum Vergleich: 17.637 Briten). Sie stellen etwa 16 % aller auf den Balearen lebenden Ausländer und rund 31 % der aus Europa stammenden Zuwanderer. Unter Berücksichtigung der saisonal bewohnten Zweitwohnungen geht man sogar davon aus, dass tatsächlich mehr als 60.000 Deutsche permanent oder relativ häufig auf den Balearen leben, rund 80 Prozent davon auf Mallorca. SprachenAmtssprachen der Balearen sind gemäß Artikel 3 des Autonomiestatuts Spanisch (castellano) und Katalanisch (català). Zugleich besteht ein Diskriminierungsverbot hinsichtlich der Verwendung einer dieser Sprachen und ein Fördergebot zur Schaffung der Voraussetzung, beide Sprachen zu erlernen und zu benutzen. Darüber hinaus gibt es inselspezifische Varietäten der Amtssprachen wie Mallorquinisch, Menorquinisch und Ibizenkisch. BildungswesenDie Balearischen Inseln verfügen über 394 Schulen, darunter sind 263 Schulen im Staatsbesitz. 112 Schulen sind Vertragsschulen und 20 Schulen sind reine Privatschulen. Im Schuljahr 2002/2003 wurden rund 150.000 Schüler unterrichtet. Darüber hinaus gibt es 17 Einrichtungen zur Erwachsenenbildung auf den Balearen. Neben der Nationalen Universität für Fernlehre (UNED) bietet vor allem die Universität der Balearen (UIB) ein breites Ausbildungsspektrum mit Naturwissenschaften und Geisteswissenschaften. Im Studienjahr 2002/2003 waren 14.323 Studenten in 15 verschiedene Fächersparten an der UIB immatrikuliert. Seit 1995 ist auf dem Gelände der UIB in Palma auch die Hotelfachschule der Balearen angesiedelt. WirtschaftMit dem Ausbau der Fremdenverkehrswirtschaft ging eine starke Steigerung der Wirtschaftskraft der balearischen Inseln einher. Das Pro-Kopf-Einkommen der Einwohner der Balearen ist eines der höchsten in ganz Spanien und beträgt etwa 118 Prozent des Landesdurchschnitts. Im Vergleich mit dem BIP der EU ausgedrückt in Kaufkraftstandards erreicht die Region einen Index von 115 (EU-27:100) (2006). Die Arbeitslosenrate lag 2005 bei 7.2%. Der mit weitem Abstand größte Anteil an der Wertschöpfung entfällt mit rund 80 Prozent auf den Dienstleistungssektor. Dies stellt die höchste Quote aller autonomen Gemeinschaften Spaniens dar. 73,4 Prozent der arbeitenden Bevölkerung sind im Dienstleistungsbereich beschäftigt. Den zentralen Beschäftigungsfaktor bildet der Fremdenverkehr mit einer Beherbergungskapazität von insgesamt über 410.000 Plätzen. Von der Zunahme des Fremdenverkehrs hat vor allem auch die Bauwirtschaft profitiert. Einhergehend mit dem starken Bevölkerungswachstum durch Zuzug auch aus anderen Landesteilen Spaniens stieg der Bedarf an Wohngebäuden deutlich an. Inzwischen existieren auf den Balearen über eine halbe Million Wohneinheiten. Der Anteil der Baubranche an der Gesamtwertschöpfung lag auch im Jahr 2005 bei über acht Prozent. Der Industriesektor ist überwiegend durch kleinere und mittlere Betriebe geprägt, die vor allem Bedarfsgegenstände wie Schuhe, Modeschmuck, Lederwaren und Textilien herstellen, nicht zuletzt für den Export. Ein beachtlicher Teil der Industrieexporte entfällt jedoch auch auf die Produktsparten Maschinen und Metallwaren. Auf den Industriebereich entfällt etwa neun Prozent der Gesamtwirtschaft der Balearen. Demgegenüber liegt der Anteil des Agrarsektors lediglich bei zwei Prozentpunkten. Weblinks
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