Istanbul

View of the Boshporus
from the Marmara Hotel, Taksim Square.
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Bertil Videt, 2006.
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Istanbul,
direkt am Goldenen Horn gelegen, stellt
die Brücke von Asien nach Europa dar.
Die bewegte Vergangenheit dieser Stadt,
die einst Byzanz, dann Konstantinopel
hieß und Hauptstadt des Römischen,
Byzantinischen und Osmanischen Reiches
war, hat ein umfangreiches Kulturgut
hinterlassen. Unzählige Moscheen, Museen
und prächtige Paläste, das farbige Leben
am Ufer des Bosporus und die überdachten
Basare geben der Stadt ein einzigartiges
Flair.
Die
Stadtteile: Istanbul besteht aus
drei unterschiedlichen Teilen. Das alte
Istanbul hat zahlreiche Parkanlagen und
Gärten. Zu den Sehenswürdigkeiten gehört
der Topkapi-Palast, die Residenz
der ottomanischen Sultane über vier
Jahrhunderte. Von hier hat man einen
herrlichen Ausblick auf die Stadt, auf
das Goldene Horn, den Bosporus und das
Mamara-Meer mit den Prinzeninseln bis
hinüber nach Asien. Topkapi ist nicht
nur ein Palast, sondern ein Komplex von
Gärten, Gebäuden, Bibliotheken und
natürlich dem Harem, dem Quartier
der Frauen.
Wenige Schritte vom Topkapi-Palast
befindet sich die Hagia Sofia,
einst eine römische Kathedrale aus dem
6. Jh., im Jahre 1453 in eine Moschee
verwandelt und heute ein Museum. Die
Blaue Moschee ist bemerkenswert für
ihre sechs Minarette. Der größte
überdachte Basar der Welt, Kapali
Çarsi, ist eine der faszinierendsten
Attraktionen Istanbuls. Wer sich im
Trubel langsam gen Norden treiben lässt,
landet im Ägyptischen Basar, dem
Masir Çarsisi, dem Gewürzbasar. Nur
wenige Schritte davon entfernt liegt die
anmutigste Moschee der Stadt, Rüstem
Pasa Camii. Auf der
gegenüberliegenden Seite des Goldenen
Horns liegen Pera und Galata,
Sinnbild des modernen Istanbuls. Es gibt
keine bedeutenden historischen Gebäude
in diesen Stadtteilen, dennoch sind
beide Viertel einzigartig. Die großen
Hotels, die weitläufigen Plätze und das
internationale Nachtleben bilden einen
starken Kontrast zur Altstadt.
Sehenswert ist die Prinzenpassage mit
ihren vielen Restaurants. Üsküdar
(Scutari) und Kadíköy, beide am
dritten Ufer gelegen, sind die
asiatischen Teile Istanbuls. Überfahrten
werden von der Galata-Brücke aus
angeboten. Zwei Hängebrücken, die
längsten Europas, überspannen den
Bosporus. Von ihnen hat man einen
unvergesslichen Rundblick über Istanbul.
Die Umgebung:
Zahlreiche Urlaubsorte am Bosporus wie
Tarabya und Machka liegen
ganz in der Nähe. Besonders sehenswert
sind die alten Befestigungsmauern von
Rumeli Hisarti, der Nationalpark am
Berg Olympus von Mysia und die Ruinen
von Troja. Boote fahren über den
Bosporus zu den Prinzen-Inseln,
die zweifellos einer der attraktivsten
Ausflugsorte in der Umgebung von
Istanbul sind. Die Inselgruppe besteht
aus neun Inseln, die größte dieser
Inseln ist Büyük Ada, die
ca. 25 km von der Galata-Brücke entfernt
liegt.
Thrakien
und Marmara
Die Dardanellen,
das Marmara-Meer und der Bosporus
trennen die sanften Hügel und
Sonnenblumenfelder des europäischen
Thrakien vom asiatischen Teil der
Türkei. In Edirne, der
Provinzhauptstadt, stehen drei der
schönsten Moscheen der Türkei, die
Eski Cami, die Uc Serefeli Cami
und die bekannte Selimiye. Berge,
Wälder und Strände machen die umliegende
Landschaft aus. Das pittoreske Marmara
ist ein populäres Urlaubsgebiet. An der
Küste liegen die Urlaubsorte Yalova,
Erdek und Gemlik.
Der Berg Uludag, der ehemalige
sagenhafte Berg Olympus von Mysia, ist
heute das bedeutendste Wintersportgebiet
der Türkei. Am Fuß des Berges liegt die
historische Stadt Bursa, die
gleichzeitig ein Kurort ist. Sie
zeichnet sich durch zahlreiche elegante
Gebäude aus der ottomanischen Zeit aus,
wie das Grüne Mausoleum und die
Große Moschee. In der Stadt
Iznik treffen Besucher auf Ruinen
aus verschiedenen Epochen; Römer,
Byzantiner, Seldschuken und Ottomanen
haben hier ihre Spuren hinterlassen.
Hier werden die bildschönen Kacheln
hergestellt, die so viele Moscheen und
Paläste in der Türkei schmücken. Die
Stadt Izmit, heute leider von
Abgasen verpestet, hat antike Stadtwälle
und ein römisches Aquädukt.
Die
Ägäische Küste
Das antike Ionien
ist eine der Wiegen der westlichen
Zivilisation. An der herrlichen Küste
liegen malerische Urlaubsorte und
bedeutende Ausgrabungsstätten, hier
wurden die Überreste des legendären
homerischen Troja gefunden. Die Ruinen
der einst bedeutenden Stadt Pergamon
(das heutige Bergama) liegen südlich von
Troja. Zu besichtigen gibt es den
Athena- und den Trajans-Tempel, den
Zeusaltar, eine Akropolis, ein Theater,
ein Gymnasium, das Asklepion, ein Museum
und eine Basilika aus roten Ziegeln.

View
of
İzmir (Izmir, Smyrna), Turkey, as
seen by
Asansör.
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Wikimedia Commons, Autor:
P.
Vasiliadis.
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Die Hafenstadt
Izmir, der Geburtsort Homers, ist
die drittgrößte Stadt der Türkei. Die
moderne Großstadt liegt in einer
wunderschönen Bucht, umgeben von
terrassenartig aufsteigenden Hügeln.
Hier befand sich einst die griechische
Festung Smyrna. Mehrere Erdbeben und ein
großes Feuer haben die alte Siedlung
fast vollständig zerstört.
Übriggeblieben ist die auf dem Berg
Pagos gelegene Zitadelle aus dem 4.
Jahrhundert, die eine wunderschöne
Aussicht auf die Stadt, den Golf von
Izmir und eine römische Agora mit gut
erhaltenen Säulen und Statuen von
Poseidon und Artemis bietet. Çesme
mit ausgezeichneten Stränden, einer
Festung aus dem 15. Jahrhundert, und
Thermalquellen ist nur einer der vielen
beliebten Urlaubsorte der Region. Die
malerische Hafenstadt Sigacik,
die Ruinen der alten ionischen Stadt
Teos und die Sandstrände von
Akkum liegen zwischen Izmir und
Çesme. Am Fuß des Berges Pion befinden
sich die Ruinen der griechisch-römischen
Stadt Ephesus (das heutige Selçuk).
Das Große Theater sowie die
Celsus-Bibliothek sind inzwischen
restauriert worden; außerdem können der
Serapis-Tempel (2. Jh.), die
Fassade des Hadrian-Tempels, die
Hafenstraße, Häuser, die Agora, ein
Gymnasium und ein Stadion besichtigt
werden. Meryemana, angeblich das
Haus der Jungfrau Maria, liegt in der
Nähe von Ephesus in einem kleinen Tal
des Bergs Bulbul Dagi. Die Ruinen
von Priene, Milet und Didyma
(einst eine bedeutende Orakelstätte)
sind ebenfalls interessant. Sie liegen
unweit des Ferienortes Kusadasi,
der ausgezeichnete Sandbuchten hat und
sich als Ausgangspunkt für Ausflüge in
die Umgebung anbietet.
Weiter im Südwesten liegt die
Küstenstadt Bodrum, dem
Geburtsort des antiken
Geschichtsschreibers Herodot. Hier
befinden sich auch die Fundamente des
Grabmals von König Mausolos, des
imposanten Mausoleums, das eines
der Sieben Weltwunder der Antike war.
Die St.-Peter-Burg aus dem 15.
Jahrhundert beherrscht das heutige
Stadtbild. Von hier aus kann man
Ausflüge zur griechischen Insel Kos
unternehmen. Marmaris liegt
an einer Förde und ist von Pinienwäldern
umgeben. Ganz in der Nähe ist das
Fischerdorf Datca, weiter südlich
liegt Fethiye, ein Urlaubsort in
einer geschützten Bucht mit vielen
kleinen Inseln. Die Felsengräber der
Lykier sind einen Besuch wert. Ganz in
der Nähe liegt der erst vor kurzem
entdeckte Öludeniz eine vom Meer
geschützte Lagune mit kristallklarem
Wasser, die unter Naturschutz steht.
Pamukkale in der Nähe von Denizli
ist bekannt für die spektakulären, zu
Kalkstein erstarrten Wasserfälle. Die
Heilkraft der Thermalquellen war schon
den Römern bekannt. Hier befinden sich
auch die Ruinen der römischen Stadt
Hierapolis.
Die
westliche Mittelmeerküste

Blick auf die Stadt
Antalya
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Die Türkische
Riviera ist ein viel besuchtes
Urlaubsgebiet, das mit viel Sonnenschein
um Besucher wirbt. Die Türkische Riviera
reicht von der Provinz Antalya
(Internet:
www.antalya.de) im Westen bis zum
Kap Anamur im Osten. In dieser Region
findet man überall Kreuzritterburgen und
andere Zeugnisse einer bewegten
Geschichte. Mitten in der Provinz
Antalya, die sich im Osten von
Alanya bis nach Kalkan im Westen
erstreckt, liegt auf einer Klippe die
gleichnamige Stadt Antalya, die
über Jachthafen und ausgezeichneten
Hotels verfügt. Sie ist idealer
Ausgangspunkt für Ausflüge zu den
antiken griechischen Städten Perge,
Aspendos und Side. In
Antalya selbst kann man das
Hadriantor, die Moscheen Kesik
Minare und Yivli Minare und
den runden römischen Turm Hidirlik
Kulesi besichtigen. Westlich von
Antalya in der Nähe von Kemer
liegt ein Feriendorf des Club
Mediterranée. Außerhalb der
hellenistischen Stadtmauern der Ruinen
von Perge befindet sich ein gut
erhaltenes römisches Amphitheater.
Außerdem gibt es ein Siegestor, ein
Thermalbad und eine Agora. Im
eindrucksvollen Amphitheater (2. Jh.) in
Aspendos werden noch heute
griechische Tragödien aufgeführt.
Nördlich der Stadt liegt das schönste
römische Aquädukt in der Türkei. In
Side, einem belebten Badeort, kann
man nahezu unbeschädigte griechische
Stadtmauern besichtigen sowie einen
Brunnen, ein Theater, zwei Agoras und
die römischen Bäder. Alanya,
einer der populärsten Urlaubsorte am
Mittelmeer, liegt in der Provinz Antalya
am Fuße des Taurus-Gebirges
unterhalb einer Seldschuken-Zitadelle.
Eine Küstenrundfahrt mit dem Boot führt
an Klippen und versteckten Buchten
vorbei. Von der Zitadelle mit dreifachen
Burgmauern hat man eine atemberaubende
Aussicht.
Der größte Reptilienpark der Welt, der
EKO-Park bei Tekirova in
der Provinz Antalya, ist seit 2005 auch
für die Öffentlichkeit zugänglich. In
dem Park, der momentan 50.000 qm groß
ist, sind eine Vielzahl von
Schlangenarten, Riesenechsen, Fröschen
und Schildkröten sowie zahlreiche
Kakteenarten, Heilpflanzen und exotische
Bäume zu sehen.
Die östliche
Mittelmeerküste
Eine
landschaftlich schöne Straße führt von
Anamur, dessen Stadtbild von
einer auf einer Klippe gelegenen
byzantinischen Burg beherrscht wird,
nach Silifke. Das Museum der
historischen Stadt enthält Funde der
Ausgrabungsstätten dieser Region. Die
Hafenstadt Mersin wurde auf bis
in die Altsteinzeit zurückreichenden
Fundamenten errichtet. Adana in
der Cukurova-Ebene ist das Zentrum der
türkischen Baumwollindustrie. Die enorme
Taskopru-Brücke wurde im 2.
Jahrhundert von Hadrian erbaut. Der
überdachte Basar sowie die
Kreuzritterburgen und
Hethiter-Siedlungen in der Umgebung sind
sehenswert. Von Iskenderun führt
eine Straße über den Belen-Pass nach
Antakya, dem biblischen Antiochia.
Hier gründete Petrus die erste
christliche Gemeinde. Etwas außerhalb
der Stadt liegt die Grotte, in der er
seine ersten Predigten hielt.

Panoramic view of Antioch
from Saint Pierre Church, Turkey.
Antakya'nın Saint Pierre Kilisesi'nden
panoramic görüntüsü
©
Onur Volkan Hatem
2003;
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Die
Schwarzmeerküste
In dieser schöne
Bergregion gibt es einige Ferienorte mit
guten Sandstränden wie Kilyos,
Sile, Akcakoca, Unye,
Ordu und Giresun. Die
Unterkünfte sind oft einfach. Eine
landschaftlich interessante Straße
verbindet die Bezirksstädte Samsun
und Trabzon. In Samsun deutet nur
wenig auf die historische Vergangenheit
hin, die Stadt spielte jedoch eine
bedeutende Rolle in der modernen
Geschichte der Türkei. Ein Denkmal
erinnert an den Unabhängigkeitskrieg,
der hier 1919 begann. In Trabzon können
die Ruinen einer byzantinischen Festung
und zahlreiche andere alte Bauwerke
besichtigt werden. Die Sofienkirche
wurde während der 200 Jahre anhaltenden
Herrschaft der Kommagenen errichtet. Ein
etwa 54 km von Trabzon entfernt
liegendes Kloster aus dem 14.
Jahrhundert wurde der Jungfrau Maria
geweiht; es ist auf einer Höhe von 300 m
in eine Felswand hineingebaut und ist
für seine Wandmalereien bekannt.
Zentralanatolien
Mittelpunkt ist
die moderne Großstadt Ankara, die
Hauptstadt der Türkei. Sie wurde in den
Zwanziger- und Dreißigerjahren in dem
nur dünn besiedelten Gebiet unter der
Aufsicht von Kemal Atatürk gebaut, um
die alte Hauptstadt Istanbul zu
ersetzen. Ant Kabirr, Atatürks
Mausoleum, ist das Wahrzeichen der Stadt
und nur eines der zahlreichen Denkmäler
des Nationalhelden. Ein kleines Museum
mit persönlichen Erinnerungsstücken
Atatürks befindet sich inmitten der
riesigen Anlage. Anadolu
Medeniyetleri Müzesi, das Museum der
Anatolischen Zivilisationen, auch
Hethiter-Museum, südlich der Zitadelle
im restaurierten ehemaligen überdachten
Basar untergebracht, beherbergt eine
einmalige und prächtige Sammlung von
Kunst- und Gebrauchsgegenständen der
Hethiter, Römer, Seldschuken und aus der
neolithischen Zeit. Eine weitere
Sehenswürdigkeit, die Arslanhane
Camii, eine Moschee aus dem 13. Jh.
mit einer von 24 Holzpfeilern getragenen
Holzdecke befindet sich im Basarviertel.
200 km östlich von Ankara liegt das
kleine Dorf Bogazkale. In der
Umgebung von Bogazkale wurden 1906 die
Staatsarchive der Hethiter gefunden, und
die Überreste der ehemaligen Hauptstadt
des Hethiterreiches Hattusa
(ca.1650-1200 v. Chr.) befinden sich
hier. Im Dreieck Bogazkale - Alaca
Hüyük - Yazilikaya kann man die
bedeutende Stätte besichtigen. Eine der
bemerkenswerten Sehenswürdigkeiten
Anatoliens ist das Felsheiligtum
Yazilikaya aus dem 13 Jh. v. Chr.
Sungurlu ist ein guter Ausgangspunkt
für Ausflüge in diese faszinierende
Region. Amasya, eine der
reizvollsten Städte Anatoliens, war die
Hauptstadt des einstigen Königreiches
Pontus. Die Felsengräber der Könige von
Pontus und die auf einem hohen Berg
gelegenen Ruinen einer Zitadelle mit den
Überresten eines ottomanischen Palastes
sind einen Besuch wert. Ganz in der Nähe
liegen die Städte Tokat und
Sivas mit Beispielen seldschukischer
Architektur.

Landschaft bei
Göreme,
Kappadokien, Türkei
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Die
surrealistisch anmutende
Erosionslandschaft von Kappadokien
besteht aus bizarren Felsformationen,
Tuffsteinkegeln und Schluchten. Die
Bewohner dieses Gebietes haben seit 400
v. Chr. ganze Siedlungen in die weichen
Felswände aus vulkanischem Gestein
geschlagen. Einige der Dörfer, z. B.
Soganli, sind noch immer bewohnt. In
Göreme kann man Felskirchen mit
byzantinischen Fresken besichtigen. In
Zelve steht ein etwas unheimlich
wirkendes Kloster. Die von bizarr
geformten Felsen umgebenen Dörfer
Ortahisar und Uchisar mit
ihren Festungen bieten einen
ausgezeichneten Rundblick. Das enge Tal
von Ihlara und die unterirdischen
Städte Kaymakli und Derinkuyu
sind faszinierend. Überall in
Kappadokien findet man kleine Hotels und
Campingplätze; die besten Hotels gibt es
in den Städten Nevsehir und
Ürgüp. Die historischen Siedlungen
Kanes, Karum und Fraktin
(heute ein Wintersportort) in der Nähe
der Stadt Kayseri sind ebenfalls
einen Besuch wert.
Konya,
eine grüne Oase inmitten der kargen,
südwestanatolischen Steppenlandschaft,
ist trotz moderner Einflüsse eine stark
vom Islam geprägte, traditionelle
anatolische Stadt geblieben. Die letzte
Hauptstadt des Seldschukenreiches und
viertgrößte Stadt der Türkei ist eine
der ältesten Siedlungen der Welt - sie
geht auf das 7. Jahrtausend v. Chr.
zurück. Hier lebte der Mystiker Mevlana,
der den Orden der Tanzenden Derwische
gründete. Mevlanas Mausoleum wurde 1927
zum Museum erklärt, nachdem Kemal
Atatürk eine weltlich orientierte
Politik einführte. Für viele Gläubige
ist es aber immer noch ein Heiligtum.
Aus dieser vergangenen Epoche sind
beeindruckende restaurierte Bauten zu
besichtigen. Besonders sehenswert sind
die Alaeddins Moschee (13. Jh.),
das Portal der Ince Minare Medresse,
das Fayencen-Museum der Karatay
Medresse und die Iplikci-Moschee,
Konyas ältestes Gebäude. Die antiken
Stätten Beysehir und
Binbirkilise liegen in der Nähe von
Konya.
Ostanatolien
Das weitläufige
und kaum bevölkerte Ostanatolien ist ein
raues Land mit extremen
Temperaturunterschieden. Desolate
Schönheit, grüne Wiesen und gewaltige
Gebirgsmassive mit ewigem Schnee,
Nomadenzelte, einsame Dörfer, Lehmhütten
und verlassene Kloster prägen das
Landschaftsbild.
Erzurum, die größte Stadt der
Region, war Jahrhunderte lang eine der
östlichsten Bastionen des Byzantinischen
Reiches. Die Moscheen und Mausoleen der
Seldschuken und der Mongolen,
byzantinische Stadtmauern sowie zwei
Koranschulen mit Minaretten und fein
geschnitzten hölzernen Eingangstoren
sind einen Besuch wert. Die Grenzstadt
Kars, nordöstlich von Erzurum,
zeichnet sich durch eine
mittelalterliche Festung (12. Jh.) aus.
Östlich von Kars liegen die
Ani-Ruinen aus dem 10. Jahrhundert.
Noahs Arche soll auf Agri Dagi,
dem Berg Ararat aus der Bibel,
gestrandet sein. Am Fuße des Berges, in
Dogubeyazit, liegen der
Märchenpalast und die Moschee des
Ishak Pascha. Die Aussicht vom
Palast ist atemberaubend. Die befestigte
Stadt Van liegt am östlichen Ufer
des riesigen Van-Sees. Sie war
zwischen 800 und 600 v. Chr. eine
bedeutende Festung der Urartu. Die
Felsengräber und Ruinen von Moscheen der
Seldschuken und Ottomanen sind
besuchenswert. Auf der Insel Akdamar
steht die bezaubernde Kirche des
Heiligen Kreuzes aus dem 10.
Jahrhundert. Diyarbakir wurde im
4. Jahrhundert erbaut und ist von drei
mächtigen Wällen aus schwarzem Basalt
umgeben. In Mardin stehen Gebäude
aus dem Mittelalter und eine römische
Zitadelle. Urfa ist ebenfalls
sehenswert. In Nemrut Dagi stehen
gigantische Steinstatuen, die König
Antiochus I. im 1. Jahrhundert v. Chr.
errichten ließ und die einen
unvergesslichen Anblick bieten.
Unterkünfte in dieser Region sind
einfach und mitunter schwer zu finden.

Mount Nemrut
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Wintersportorte
Die
Wintersportorte der Türkei liegen meist
auf bewaldeten Bergen der mittleren
Hochlagen. Die nachfolgenden Skigebiete
können mit dem Auto oder mit dem
Flugzeug (Turkish Airlines)
erreicht werden. Weitere Informationen
erteilen die Fremdenverkehrsämter.
Uludag
liegt 36 km südlich von Bursa und kann
entweder über eine asphaltierte Straße
oder mit der Drahtseilbahn erreicht
werden. Saison ist von Januar bis April.
Es gibt Anfängerhügel, Slalom,
Riesenslalom, drei Skilifte, drei
Sessellifte, ein kleines Krankenhaus und
Après-Ski. Unterkunft findet man in
Hotels und Skihütten (Kapazität 3100
Betten).
Saklikent
48 km nördlich von Antalya liegt die
Bakirli-Dagi-Bergkette (2546 m). Es gibt
Pensionen und Skihütten (Kapazität 2500
Betten). Die besondere Attraktion dieser
Gegend ist das nahe gelegene Mittelmeer.
Im März und April kann man morgens Ski
laufen, und am Nachmittag schwimmen
gehen.
Köroglu
Dagi liegt an der Autobahn zwischen
Istanbul und Ankara, etwa 50 km von Bolu
entfernt. Das Skigebiet liegt auf einer
Höhe von 1900-2350 m. Das Kartal-Hotel
hat einen Swimmingpool und einen
Skilift. Skiausrüstungen können gemietet
werden, Skilehrer stehen zur Verfügung.
Palandoken,
6 km von Erzurum (Höhe 2200-3100 m), hat
die längsten und schwierigsten Pisten
der Türkei. Das Skihotel (Kapazität 100
Betten) hat Zentralheizung und einen
Sessellift. Skilehrer stehen zur
Verfügung, man kann auch Ausrüstungen
mieten. In Erzurum gibt es ebenfalls
einige Hotels. Hauptsaison ist von
Dezember bis April.
Sarikamis:
Dieses Skigebiet in der Nähe von Kars
hat gute Pisten und ideale
Schneebedingungen (Höhe 2250 m).
Hauptsaison ist von Januar bis März. Das
Skihotel (Kapazität 60 Betten) hat
Zentralheizung, Sessellift und
Skilehrer. In Kars findet man ebenfalls
Unterkunft.
Erciyes
ist 25 km von Kayseri entfernt und liegt
am östlichen Hang des Berges Erciyes
Dagi (2150 m). Saison ist von November
bis Mai. Das Hotel (Kapazität 120
Betten) stellt Skiausrüstungen und
Skilehrer zur Verfügung. Zum Skilaufen
benötigt man eine Erlaubnis des
Generaldirektors für Sportunterricht.