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Anmerkung: Am 22.02.05 ereignete sich im Südosten des Iran in der Provinz Kerman ein Erdbeben mit der Stärke 6,4 auf der Richterskala. Im Umkreis der Stadt Sarand sind einige Dörfer zerstört worden. Von dem verheerenden Erdbeben um die Stadt Bam am 25.12.03 hat sich die Provinz bis heute noch nicht erholt. Das Ausmaß der Zerstörungen ist immer noch zu erkennen. Von touristischen Reisen in das betroffene Gebiet wird daher nach wie vor abgeraten. Bei Reisen - insbesondere bei Individual- oder Trekkingreisen - in den Provinzen Kerman und Sistan-Balutschestan besteht ein erhebliches Entführungsrisiko.

Teheran, die Landeshauptstadt, ist überwiegend modern – Teile der schönen Altstadt sind jedoch erhalten geblieben. Die Shahid-Motahari-Moschee mit ihren acht Minaretten bietet eine gute Aussicht über die Stadt. Der Basar, der täglich außer freitags und an religiösen Feiertagen geöffnet hat, zählt zu den größten der Welt. Ein weiterer Basar befindet sich im Vorort Tajrish, im Norden der Hauptstadt. In dem Gewirr von überdachten Gassen werden kostbare Teppiche, Silber- und Kupferarbeiten sowie Lebensmittel und exotische Gewürze feilgeboten. Die verschiedenen Handwerke haben gesonderte Bereiche auf dem Markt und man kann den Handwerkern bei ihrer Arbeit zusehen. In Teheran gibt es mehrere sehenswerte Museen, u.a. das Abgineh Museum (iranische Töpferkunst), das Rea Abbasi Museum (Sammlung iranischer Kalligraphie und Gemälde), das Nationalmuseum (Iran Bastan Museum), die Rassam Teppichkultur- und -kunstsammlung mit Teppichwebereischule, das Teppichmuseum, dessen ältester Teppich 450 Jahre alt ist, sowie das Anthropologische Museum. Die Kulturzentren Bahman, Khavaran und Azadi, die Nationalbibliothek und der Zoo lohnen ebenfalls einen Besuch. Von Teheran bieten sich Ausflüge in das Elburz-Gebirge an, wo es Wintersportorte mit Bergbahnen und Skipisten gibt. Die Wintersportsaison dauert von Januar bis März.

Die historischen Städte Rey, Varamin, Qazvin und Shemshak sind problemlos von Teheran aus erreichbar.


Tabriz ist die zweitgrößte Stadt des Landes und bekannt für ihre Blaue Moschee (1465). Der überdachte Qaisariyeh-Basar stammt aus dem 15. Jahrhundert. Etwa 22 km vom Salzsee entfernt liegt Oroumiyeh, der angebliche Geburtsort von Zoroaster (Zarathustra). Die Städte Ardabil, Astara, Bandar Anzali und Rasht am Kaspischen Meer sind ebenfalls einen Besuch wert.

Das Goldene Dreieck ist der gebräuchliche Name für die von den Städten Hamadan, Kermanshah (Bakhtaran) und Khorrambad umgrenzte Region. Dieser Landesteil hat eine reiche Geschichte, so können Überreste von 6000 Jahre alten Siedlungen besichtigt werden. Hamadan war die Sommerresidenz der persischen Kaiser (Susa war die Winterresidenz). Die Hauptsehenswürdigkeit ist der beeindruckende Steinlöwe aus der Zeit Alexanders des Großen. Kermanshah ist ein guter Ausgangspunkt für Ausflüge nach Tagh-e Bostan mit seinen Reliefs aus der sassanidischen Zeit und Bisotun. Der Seleucid-Tempel der Artemis in Kangavar besteht aus großen, umgestürzten Säulen, die jetzt wieder aufgebaut werden.


Isfahan ist die ehemalige Hauptstadt Persiens und wurde von der UNESCO als Weltkulturerbe eingestuft. Mittelpunkt der Stadt ist ein wunderschöner Platz, der ca. siebenmal so groß ist wie der Markusplatz in Venedig. Hier steht die Moschee Masjid-e Imam mit ihren blauen Kacheln, das Wahrzeichen der Stadt und vielleicht eines der schönsten islamischen Bauwerke. Die Moscheen, Paläste, Brücken und Gartenanlagen sind architektonisch interessant. Die »Freitags-Moschee« (Masjid-e Jomeh) ist heute ein Museum für islamische Architektur. Die Shaikh-Lotfullah-Moschee ist für den Stalaktiteneffekt des Nordeingangs berühmt.

Shiraz ist die alte Hauptstadt der Provinz Fars mit zahlreichen Gebäuden aus dem 9. Jahrhundert. Die persischen Dichter Hafis und Omar Chaijam lebten hier. 50 km entfernt liegt Persepolis, Hauptstadt Darius I. Hier befinden sich Palastanlagen und u. a. der zeremonielle Sitz des Darius auf einer riesigen Plattform, die aus dem Berg Kuh-e Rahmat gemeißelt wurde. Obwohl Alexander der Große die Stadt niederbrannte, sind die Ruinen immer noch beeindruckend. 40 km südöstlich von Susa befindet sich die archäologische Ausgrabungsstätte Changha Zanbil.

Khorasan ist eine große Provinz im Osten. Im frühen Mittelalter war sie ein Zentrum für Gelehrte. Mashhad ist ein ehemaliger Handelsposten an der Seidenstraße und eine der heiligen Städte des Islam. Das Mausoleum des Imam Reza (8. Imam der Schiiten) befindet sich hier.

In Kerman in der südlichen Wüstenregion befinden sich mehrere prachtvolle Moscheen, ein sehr alter Basar, alte Bäder. Die Ruine einer Zitadelle bei der Stadt Bam wurde durch ein Erdbeben Ende 2003 völlig zerstört. Besuchern wird dringend geraten, nur Touren bei staatlich anerkannten Veranstaltern zu buchen.


Aus: www.derreisefuehrer.com, Copyright (c) 2006 Highbury Columbus Travel Publishing Ltd.

 

 

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