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Sicherheitshinweis

 
  Hinweis vom 25. September 2007
  Die Sicherheitslage in Israel und in den Palästinensischen Gebieten ist weiterhin sehr angespannt. Vor Ort befindliche Personen in Israel und den Palästinensischen Gebieten werden daher zu erhöhter Vorsicht aufgerufen. Vor Reisen in den Gazastreifen wird dringend gewarnt.

Im Einzelnen:

- Israel

Es kommt zu regelmäßigem Beschuss israelischer Städte in der Grenzregion durch Qassamraketen, seit Mitte Mai 2007 verstärkt auf die israelische Grenzstadt Sderot mit zwei Todesopfern. Israel reagiert darauf mit begrenzten militärischen Operationen im Gazastreifen. Vor Reisen in Gebiete in der Nähe des Gazastreifens wird daher dringend abgeraten.

Seit dem 14.08.2006 herrscht nach kriegerischen Auseinandersetzungen Waffenruhe im israelisch-libanesischen Grenzgebiet.

Es wird geraten, vor und während der Reise nach Israel Meldungen in den Medien über die aktuelle Entwicklung erhöhte Aufmerksamkeit zu schenken.

Den Anweisungen der örtlichen Sicherheitskräfte ist auf jeden Fall Folge zu leisten.

Die israelischen Behörden warnen weiterhin vor möglichen Terroranschlägen in Israel. In Israel (innerhalb der Grenzen vom 04.06.67) besteht jederzeit und besonders in Städten die Gefahr von Anschlägen, insbesondere Selbstmordattentaten. Die Anschläge richteten sich in der Vergangenheit insbesondere gegen öffentliche Verkehrsmittel (insb. Linienbusse) und öffentliche Orte mit hohen Besucherzahlen einschl. Einkaufszentren, Restaurants und Diskotheken. Auch Ausländer waren Opfer von Anschlägen. Daher wird höchste Vorsicht empfohlen. In der Nähe des Gaza-Streifens besteht zudem Gefahr durch den Einschlag von Raketen mit kurzer Reichweite. Davon ist insbesondere die grenznahe Stadt Sderot betroffen. Anfang Juli 2006 trafen palästinensische Kassam-Raketen erstmals die ca. 12 km vom Gaza-Streifen entfernte israelische Stadt Ashkelon. Den Anweisungen der örtlichen Sicherheitskräfte ist auf jeden Fall Folge zu leisten.

In unmittelbarer Nähe der neu errichteten bzw. im Bau befindlichen Sperranlage zwischen Israel und der Westbank kommt es immer wieder zu Demonstrationen. In ihrer Umgebung wird zu besonderer Vorsicht geraten.

Bei den Grenzübergängen von Eilat nach Ägypten (Taba) und Jordanien (Arava), sowie den Grenzstationen Sheikh Hussein von Israel nach Jordanien und Allenby Bridge von der Westbank nach Jordanien kann es immer wieder zu kurzzeitigen Schließungen bzw. einer Verkürzung der Öffnungszeiten kommen. Der Übergang nach Gaza (Achtung Reisewarnung) ist derzeit geschlossen.

In Jerusalem wird auf Grund der angespannten Situation zu besonderer Vorsicht geraten. Öffentliche Verkehrsmittel, ebenso wie öffentliche Orte mit hohen Besucherzahlen einschl. Restaurants, waren in der Vergangenheit Ziele von Anschlägen in der Stadt. Von Besuchen in der Nähe des Tempelbergs an Freitagen wird abgeraten. Bei Altstadtbesuchen wird zu genereller Vorsicht – insbesondere an islamischen und jüdischen Feiertagen - geraten. Ortskundige Begleitung wird empfohlen.

- Palästinensische Gebiete

Reisewarnung für den Gazastreifen

Aktuell: Seit dem 11. Juni 2007 eskalieren die bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen verfeindeten palästinensischen Gruppen. Es kommt im gesamten Gazastreifen zu heftigen Schießereien. Zudem kommt es nach der Entführung eines israelischen Soldaten am 26.06.2006 und aufgrund seit Mitte Mai 2007 verstärkten Beschusses israelischer Städte durch Qassam-Raketen vom Gazastreifen aus wiederholt zu militärischen Operationen Israels im Gazastreifen. Der Gazastreifen ist vollständig abgeriegelt, die Grenzübergänge sind nur sporadisch geöffnet.

Seit dem Frühjahr 2006 wurden mehrere Ausländer entführt, zuletzt am 12. März ein Korrespondent der BBC, und westliche Einrichtungen angegriffen. Es besteht eine besondere Gefährdung für westliche Ausländer.

Vor Reisen in den Gaza-Streifen wird daher dringend gewarnt.

Wer trotzdem reist, muss mit einer erheblichen Gefährdung terroristische Anschläge und Entführungen rechnen.

Allgemein: Auch nach dem israelischen Rückzug aus dem Gazastreifen 2005 kann es zur Schließung von Grenzübergängen und einem Ausreiseverbot auch für Ausländer kommen. In solchen Fällen sind die Botschaft Tel Aviv oder das Vertretungsbüro Ramallah außerstande, den Reisenden die Ausreise zu ermöglichen. Die Ein- und Ausreise über den Grenzübergang Rafah ist für Touristen nicht möglich.

Sicherheitshinweise

Von Reisen in die Westbank wird grundsätzlich abgeraten. Aufgrund der intensiven bewaffneten Auseinandersetzungen im Gazastreifen liegt aktuell auch im Westjordanland ein erhöhtes Risiko vor. Ein Überschwappen der Kämpfe auf die Westbank kann nicht ausgeschlossen werden. Es wird empfohlen, die Lage in den Medien aufmerksam zu verfolgen, die tagesaktuellen UN Sicherheitshinweise zu beachten und Fahrten im Westjordanland auf das unerlässliche Minimum zu reduzieren. Fahrten in die nördliche Westbank (insbesondere Jenin, Nablus, Tulkarem), aber auch nach Hebron sollten gegebenenfalls eng mit dem deutschen Vertretungsbüro in Ramallah abgestimmt werden. Nachtfahrten sollten völlig unterbleiben. Besuche in den Städten Bethlehem und Jericho sind derzeit vertretbar.

Generell gilt, dass Reisen in und eine Ausreise aus den Palästinensischen Gebieten (Westbank und Gaza-Streifen) auch mit Unterstützung der Deutschen Botschaft Tel Aviv und des Vertretungsbüros in Ramallah nicht sichergestellt werden können.

Die Mitarbeiter des Vertretungsbüros Ramallah können bei Sperrung der Stadt, die in der Regel sehr kurzfristig erfolgt, dort nicht erreichbar sein. In diesem Fall wird auf dem Anrufbeantworter des Büros eine Telefonnummer angegeben, unter der Mitarbeiter zu erreichen sind. Außerhalb der Dienstzeiten können Sie in dringenden Fällen den Bereitschaftsdienst unter nachfolgenden Telefonnummern erreichen:

Botschaft Tel Aviv

03-6931-312

Vertretungsbüro Ramallah

0599-656.000 oder 054-3046337 (für Anrufer aus Israel oder den Palästinensischen Gebieten)

00972-54-3046337 (für Anrufer aus Deutschland)

Weiterführende Informationen und Links zu Israel beim Auswärtigen Amt

 

 

Die aktuellen Reiseinfos und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes der BRD finden Sie hier:

Reiseinfos & Sicherheitshinweise - Länderauswahlseite

Reisehinweise enthalten faktische Auskünfte unter anderem über die Einreisebestimmungen des Landes, medizinische Hinweise, straf- oder zollrechtliche Besonderheiten. Sie werden regelmäßig überprüft und aktualisiert.

Sicherheitshinweise machen auf besondere Risiken für Reisende im Ausland lebende Deutsche aufmerksam. Sie werden regelmäßig überprüft und aktualisiert. Sie können die Empfehlung enthalten, auf Reisen zu verzichten oder sie einzuschränken. Gegebenenfalls wird von (nicht unbedingt erforderlichen) Reisen abgeraten.

Besonders gefährdete Länder und Gebiete sind auf der folgenden Seite unter den Rubriken "Das Auswärtige Amt warnt" und "Das Auswärtige Amt rät ab" zusammen gefasst.

Aktuelle Reisewarnungen und Sicherheitshinweise

Reisewarnungen enthalten einen dringenden Appell des Auswärtigen Amts, Reisen in ein Land oder in eine Region eines Landes zu unterlassen. Sie werden nur dann ausgesprochen, wenn aufgrund einer akuten Gefahr für Leib und Leben vor Reisen in ein Land oder in eine bestimmte Region eines Landes gewarnt werden muss. Eine Reisewarnung wird nur selten ausgesprochen. Deutsche, die in diesem Land leben, werden gegebenenfalls zusätzlich zur Ausreise aufgefordert.

Quelle: Auswärtiges Amt


Weitere Quellen

Österreich
Bundesministerium für auswärtige Angelegenheiten

Schweiz
Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA)

Großbritannien
The Foreign & Commonwealth Office’s (FCO) Travel Advice Notices  

Vereinigte Staaten
U.S. Departement of State: Travel warnings

Australien
The Australian Government's travel advisory and consular assistance service

 

 

 

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