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West Virginia ist einer der Bundesstaaten der Vereinigten Staaten in der Region der Appalachen, allgemein bekannt als The Mountain State (Der Bergstaat). West Virginia trennte sich von Virginia im Sezessionskrieg ab. Es ist als Bergbauregion und Ort von Arbeiterkämpfen und Armut bekannt. GeschichteWest Virginias Genese ist einzigartig in der Geschichte der Vereinigten Staaten. Bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts gehörte es zu Virginia. Schon seit der Besiedlung dieses Landesteils gab es jedoch politische Differenzen zwischen den eher ärmeren Kleinbauern dieser Gebirgsregion und den Plantagenbesitzern in den Ebenen, die in der Politik des Staates dominant waren. Nach dem Ausbruch des amerikanischen Bürgerkrieges und der Loslösung Virginias von der Union trennten sich ihrerseits die westlichen Countys von ihrem Mutterstaat am 27. April 1861. Vertreter dieser Verwaltungsbezirke formten eine neue Regierung, die ihren Sitz in Alexandria, Virginia einnahm. Durch eine Note Abraham Lincolns vom 31. Dezember 1862 waren sie dazu ermächtigt worden. Dabei bezeichnen die Bewohner West Virginias ihren Staat selbstironisch als Irland der USA. Denn die Umgebung ist ländlich und von ärmeren Verhältnissen geprägt. Über Generationen hinweg flossen die Gewinne aus den reichen Holz- und Kohlevorkommen in die Tresore monopolistischer Trusts, ohne dass ein Großteil der Einwohner einen auch nur bescheidenen Anteil daran genommen hätte. Als schließlich zum Ende des 19. Jahrhunderts auch hier die Eisenbahn vom Osten her bis in die Bergregionen vorgedrungen war, nutzte man diesen Transportvorteil zur extensiven Rodung der Wälder. Wirtschaft und InfrastrukturDie einst prächtigen Wälder waren für lange Zeit abgeholzt. Eine Aufforstung zeigt in den letzten Jahrzehnten Erfolge. Der Bergbau (v. a. Steinkohle; ferner Erdgas, Erdöl) spielt immer noch eine wichtige Rolle, aber bereits 50 Prozent der Staatseinnahmen werden durch den Tourismus erwirtschaftet. Die Wirtschaft West Virginias zählt zu den schwächsten der US-Bundesstaaten. Das reale Bruttoinlandsprodukt pro Kopf – der wichtigste Wohlstandsindikator – betrug im Jahr 2006 24.748 US-Dollar (nationaler Durchschnitt der 50 US-Bundesstaaten: 37.714 US-Dollar; nationaler Rangplatz: 49). Nur noch Mississippi hatte in diesem Jahr ein niedrigeres reales Bruttoinlandsprodukt pro Kopf.
Quellen
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Aktuelle Ortszeit
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