Koordinaten: 41 00 S, 174 00 O Referenzkarte
Kontinent: Australien und Ozeanien
Lage:
Landesfläche: 268.680
km² (Weltrang:
82)
davon Land:
km² (73);
Wasser:
km² (133)
Grenzländer: Keine
Grenzlänge: 0 km
Küstenlänge: 15.134 km
Geographische
Merkmale:
Höchste Erhebung: Mount Cook 3.764 m
Tiefster Punkt: Pacific Ocean 0 m
Klima:
Durch den ozeanischen Einfluss herrscht ein mildes Klima mit warmen Sommern und milden Wintern auf Neuseeland. Die Niederschläge liegen im Normalfall zwischen 600 und 1.500mm, an bestimmten Orten können jedoch auch bis 8.000mm Niederschläge fallen. Die Temperaturen auf der Ostinsel liegen zwischen 8°C im Winter und 14°C im Sommer, die auf der Westinsel im Durchschnitt zwischen 12°C und 18°C. Durch das Ozonloch hat die UV-Strahlung in Neuseeland in den letzten Jahren stark zugenommen.
Flora:
Etwa 85 % der neuseeländischen Pflanzenarten sind endemisch. Waren vor der Ankunft der Māori noch etwa 80 % des Landes mit Wäldern bedeckt, so wachsen heute noch auf gut 24 % der Landesfläche einheimische Wälder, von deren Fläche rund 77 % unter Schutz steht. Auf rund 5 % der Landesfläche werden von der neuseeländischen Forstwirtschaft schnellwachsende, nicht-einheimische Baumarten wie die Monterey-Kiefer (Pinus radiata) und der Küstenmammutbaum (Sequoia sempervirens) angebaut.
Die beiden wichtigsten einheimischen Waldtypen des Landes sind einerseits Nadelwälder, beispielsweise aus Steineibengewächsen (Podocarpaceae) oder Kauri-Bäumen (Araucariaceae) zusammengesetzt, sowie Laubwälder, die hauptsächlich aus Südbuchen (Nothofagus) bestehen. Die meisten neuseeländischen Bäume sind immergrün. Unterhalb des dichten Walddaches kommen zahlreiche, meist endemische Farne vor. Am imposantesten sind zweifellos die Baumfarne (Cyatheales), die bis über zehn Meter hoch werden. Der bekannteste unter den Farnen ist der Ponga oder Silberfarn, er stellt die neuseeländische Nationalpflanze dar.
Wesentliche Teile der einheimischen Vegetation (etwa ein Drittel der Landesfläche) stehen unter Naturschutz, zu guten Teilen in Nationalparks und so genannten Forest Parks.
![]() Blüte eines Eisenholz-Baumes (Rata) |
![]() Baumkronen zweier Kauri-Bäume |
![]() Silber-Baumfarn (Cyathea dealbata) |
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Fauna:
Aufgrund der verhältnismäßigen Isolation hat sich in Neuseeland ein einzigartiges Ökosystem entwickelt, dessen herausragendstes Merkmal vor der polynesischen Kolonisation das Fehlen jeglicher Art von Landsäugetieren war, ausgenommen von drei Fledermausarten (die zwei Arten der Neuseelandfledermäuse und Chalinolobus tuberculatus).
Viele der Nischen, die normalerweise von Säugetieren besetzt würden, sind von Vögeln belegt worden. So spielen hier flugunfähige Vögel eine besonders wichtige Rolle. Zu ihnen gehören der Kakapo (Strigops habroptilus), der Kiwi (Apterygidae), der Takahe (Porphyrio mantelli), der Weka (Gallirallus australis) und der ausgestorbene Moa (Dinornithiformes). Die Vögel wurden von Greifvögeln gejagt, von denen der größte, der Haastadler (Harpagornis moorei), eine Spannweite von bis zu drei Metern und ein Gewicht von bis zu 14 Kilogramm hatte. Einige der flugunfähigen Arten kommen heute nur noch auf raubtierfreien Inseln vor der Küste Neuseelands vor. Weniger Probleme haben die kräftigen Papageienarten Kea (Nestor notabilis) und Kaka (Nestor meridionalis). Darüber hinaus gibt es zahlreiche Vögel, die über die riesigen Weiten des Pazifiks fliegen, um Teile des Jahres in Neuseeland zu verbringen, wie der Westlandsturmvogel (Procellaria westlandica). Auch Königsalbatrosse (Diomedea epomophora) und Australtölpel (Morus serrator) nisten hier. Die Küsten teilen sich verschiedene Pinguin-Arten wie der Dickschnabelpinguin (Eudyptes pachyrhynchus), der Gelbaugenpinguin (Megadyptes antipodes) und der Zwergpinguin (Eudyptula minor) mit Neuseeländischen Seebären (Arctocephalus forsteri), Elefantenrobben (Mirounga) und Neuseeländische Seelöwen (Phocarctos hookeri). Vor den Küsten schließlich sind Delfine und Wale anzutreffen, wo es außerdem eine seltene Kleindelfinart gibt, die Hector-Delfin (Cephalorhynchus hectori) genannt wird. In etwa zehn Generationen wird sie wahrscheinlich ausgestorben sein. Des Weiteren ist Neuseeland die Heimat des Tuatara (Sphenodon punctatus), einer uralten Reptilienart, und des Weta (Anostostomatidae), eines Insekts, das bis zu 10 cm lang werden kann. Neuseeland ist eines der wenigen Länder dieser Erde, in dem es keine Schlangen gibt.
Die Ankunft erst der Māori und später auch der Europäer hat aufgrund der Eingriffe des Menschen in die Natur und wegen absichtlich und unabsichtlich mitgebrachter Tiere (Neozoen), vor allem von Ratten, aber auch von Hunden, Katzen, Igel, Hermeline und anderer Wieselarten sowie dem australischen Fuchskusu zu zwei spektakulären Aussterbewellen geführt. Die neuseeländische Regierung versucht mit verschiedenen Maßnahmen, die durch importierte Tiere in ihrer Existenz bedrohten endemischen Arten, allen voran die vielen unterschiedlichen Vögel, vor dem Aussterben zu bewahren. Zum einen wird durch Kastration, zum Beispiel von Katzen, deren Vermehrung verhindert, und zum anderen ist Neuseeland weltweit führend in der Ausrottung eingeführter Tiere und hat damit begonnen, kleinere Inseln vor der Küste wieder in ihren Zustand vor der Kolonisierung zu versetzen und dort wieder einheimische Arten anzusiedeln, um in der nächsten Stufe das Projekt auch auf die beiden Hauptinseln auszudehnen.
![]() Ein ausgestopfter Streifenkiwi |
![]() Ein lebendes Fossil, der Tuatara |
![]() Ein männlicher Kea |
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