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Sicherheitshinweis

 
  Hinweis vom 25. September 2007
  Gelbfieber

Die Behörden von Rio Grande do Sul haben aktuell eine Warnung ausgegeben und die Bevölkerung zur Impfung aufgerufen, nachdem im Nordosten des Bundesstaates ein Gelbfieberausbruch bei Affen beobachtet wurde. Der Ausbruch liegt außerhalb der in der aktuellen WHO-Karte markierten Gelbfieberzone. Virusnachweise bei Affen gibt es in diesem Bundesstaat bisher nur in den westlichen Grenzgebieten zu Argentinien entlang des Uruguay. Menschliche Erkrankungen wurden hier bisher nicht bekannt. Für Reisen ins Landesinnere wird Impfschutz dringend empfohlen, das gilt auch für Besucher der dort gelegenen Städte sowie des Iguazú-Nationalparks.


4. Landesspezifische Sicherheitshinweise
Reisen über Land / Kriminalität

Die Großstädte Brasiliens, insbesondere Belem, Recife, Salvador, Rio de Janeiro und São Paulo, weisen eine hohe Kriminalitätsrate mit stetig steigender Tendenz auf (Eigentumsdelikte, Gewaltverbrechen, Entführungen; siehe auch allgemeine Informationen). Vom Besuch von Elendsvierteln (Favelas) wird strikt abgeraten. Häufig werden sie von Drogenbanden kontrolliert. Zwischen den Banden und der Polizei kommt es regelmäßig zu bewaffneten Auseinandersetzungen, die auch Unbeteiligte in Mitleidenschaft ziehen können. Vorsicht ist auch in den als sicherer geltenden Stadtteilen angebracht.

Nicht nur im Zusammenhang mit dem Karneval in Brasilien wird insbesondere vor Straftaten im Umfeld der Prostitution (Diebstähle, Raub, Überfälle etc.) gewarnt. Darüber hinaus kam es in letzter Zeit häufig zu Diebstählen im Flughafenbereich und Taxiüberfällen durch Motorradfahrer, bei denen ausschließlich Laptops gestohlen wurden. Es wird daher empfohlen, diese unauffällig in einer Reisetasche zu verstauen. Ausweispapiere sollten nicht im Gepäck aufbewahrt werden. Es ist empfehlenswert, Originale der Ausweispapiere im Safe des Hotels zu lassen und nur Kopien davon und eine Broschüre/Visitenkarte des Hotels mit sich zu führen.

Bei Überfällen sollte generell kein Widerstand geleistet werden! Die oft unter Drogeneinfluss stehenden Täter sind in aller Regel bewaffnet und schrecken vor Gewaltanwendung auch aus nichtigem Anlass nicht zurück. Es ist ratsam, stets einen Geldbetrag im Wert von 50,- Euro zur widerstandslosen Herausgabe mitzuführen.

Überfälle finden vor allem in weniger belebten Straßen der Innenstädte, an Stränden, sowie in Rio auch auf den Zubringerautobahnen zum Flughafen, der Linha Vermelha, der Linha Amarela und der Avenida Brasil statt. Auf diesen Strecken wurden in den letzten Monaten immer wieder Zubringerbusse und auch Taxis zum Anhalten gezwungen und die Insassen ausgeraubt. Auch der zwischen dem nationalen und dem internationalen Flughafen in Sao Paulo verkehrende Zubringerbus ist vor gelegentlichen Überfällen nicht sicher. Als Alternative können Taxis (mit Bestellservice) in Anspruch genommen werden, die in größeren Flughäfen auch schon im Flughafengebäude gebucht und bezahlt werden können, aber von Überfällen auch nicht ausgenommen sind. Auch in Bussen des öffentlichen Nahverkehrs sowie in Überlandbussen kommt es immer wieder zu Überfällen mit Schusswaffenanwendung. In São Paulo und im Umland von Rio de Janeiro wurden Busse auch gezielt von kriminellen Banden in Brand gesetzt, um die öffentliche Ordnung zu stören. Im Dezember 2006 gab es mehrere Vorfälle dieser Art im Umkreis von Rio de Janeiro, die sich aber nicht gezielt gegen Touristen richteten. Der seit Januar 2007 amtierende neue Gouverneur des Bundesstaates Rio de Janeiro hat von der Bundesregierung in Brasilia Spezialtruppen angefordert und erhalten, um die öffentliche Ordnung zu garantieren.

Weiterführende Informationen und Links zu Brasilien beim Auswärtigen Amt

 
Weltweiter Hinweis
Die weltweite Gefahr terroristischer Anschläge besteht fort. Besonders hoch ist die Gefahr von Anschlägen im Nahen und Mittleren Osten, in Afghanistan, Indonesien und - wie zahlreiche schwere Anschläge in der jüngsten Zeit gezeigt haben - auch in Russland. Darüber hinaus besteht sie insbesondere in Regionen, in denen bereits in der Vergangenheit Terroranschläge verübt oder Terrororganisationen aufgedeckt wurden, in denen Terroristen über Rückhalt in der lokalen Bevölkerung verfügen oder in denen Attentate mangels effektiver Sicherheitsvorkehrungen vergleichsweise leicht verübt werden können. Eine Gefährdung ist jedoch auch anderswo nicht auszuschließen, etwa in den USA, oder den Mitgliedstaaten der Europäischen Union.

Als vorrangige Ziele müssen weiterhin Orte mit Symbolcharakter gelten. Dazu zählen religiöse Versammlungsstätten, Regierungs- und Verwaltungsgebäude, Verkehrsinfrastrukturen (einschließlich Luft- , Bahn- und Seeverkehr), Wirtschafts- und Tourismuszentren sowie Orte mit großen Menschenansammlungen.

Das Auswärtige Amt empfiehlt deshalb allen Reisenden nachdrücklich sicherheitsbewusstes und situationsgerechtes Verhalten. Zum Beispiel sollten Reisende sich vor und während einer Reise sorgfältig über die Verhältnisse in Ihrem Reiseland informieren, wachsam sein und verdächtige Vorgänge (z.B. unbeaufsichtigte Gepäckstücke in Flughäfen oder Bahnhöfen, verdächtiges Verhalten von Personen) den örtlichen Polizei- oder Sicherheitsbehörden melden.

Disclaimer des Auswärtigen Amtes
Das Auswärtige Amt rät dringend, die in den Reise- und Sicherheitshinweisen enthaltenen Empfehlungen zu beachten sowie einen Auslands-Krankenversicherungsschutz mit Rückholversicherung abzuschließen. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass Ihnen Kosten für erforderlich werdende Hilfsmaßnahmen in Rechnung gestellt werden. Dies sieht das Konsulargesetz vor.

Reise- und Sicherheitshinweise beruhen auf den zum angegebenen Zeitpunkt verfügbaren und als vertrauenswürdig eingeschätzten Informationen des Auswärtigen Amts. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Gefahrenlagen sind oft unübersichtlich und können sich rasch ändern. Die Entscheidung über die Reise und Ihre eigene Verantwortung können wir Ihnen nicht abnehmen. Gesetzliche Vorschriften eines Landes können sich ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon unterrichtet wird. Kontaktaufnahme mit der zuständigen diplomatischen oder konsularischen Vertretung des Landes wird im Zweifelsfall empfohlen. Verweise auf Reise- und Sicherheitshinweise in den Geschäftsbedingungen von Reiseveranstaltern sind für das Auswärtige Amt nicht verbindlich.

Auswärtiges Amt
Bürgerservice
Referat 040
D-11013 Berlin
Tel.: (030) 5000-2000
Fax: (030) 5000-51000

http://www.auswaertiges-amt.de:80/diplo/de/Infoservice/FAQ/Sicherheitshinweise/Uebersicht.html

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Weitere Informationen
Weitere Länder- und Reiseinformationen:
http://www.auswaertiges-amt.de:80/diplo/de/Laenderinformationen/ListeNeuesteSicherheitshinweise.html
http://www.auswaertiges-amt.de:80/diplo/de/Laenderinformationen/Sicherheitshinweise-Laenderauswahlseite.jsp

 


 

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