| Hinweis vom 25. Oktober 2007 | |
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Anlässlich des VN-Klimagipfels, der vom 3. bis 14. Dezember 2007 in Bali stattfinden wird, ist insbesondere am Flughafen in Denpasar und in der näheren Umgebung des Konferenzortes Nusa Dua mit erheblichen Behinderungen und Verzögerungen zu rechnen.Die indonesischen Behörden haben für den Vulkan „Mount Kelod“, der ca. 90 km südostlich der Stadt Surabaya auf der Insel Java gelegen ist, die höchste Warnstufe ausgesprochen - es muss mit einem Ausbruch des Vulkans gerechnet werden. Die örtlichen Behörden haben bereits mit der weiträumigen Evakuierung von Anwohnern begonnen. Reisende werden gebeten, die nähere Region um den Vulkan zu meiden, die örtlichen Medien zu verfolgen und den Anweisungen der örtlichen Sicherheitsbehörden Folge zu leisten. 4. Landesspezifische Sicherheitshinweise Terrorismus In Indonesien ist es seit 2002 mehrfach zu Bombenanschlägen islamischer Extremisten gekommen. Am 12. Oktober 2002 kostete ein Anschlag auf eine Diskothek in Bali 202 Menschen das Leben. Am 5. August 2003 kamen bei einem Anschlag auf das Hotel Marriott in Jakarta 13 Menschen und am 9. September 2004 bei einem Anschlag auf die australische Botschaft 10 Menschen ums Leben. Dem jüngsten Anschlag vom 01. Oktober 2005 auf Bali fielen 19 Menschen zum Opfer. Seit dem Anschlag in Bali im Jahre 2002 wurden erhebliche Erfolge bei den Ermittlungen erzielt, die zu zahlreichen Verhaftungen und Verurteilungen geführt haben. 2006 ist es zu keinem der befürchteten Anschläge gekommen. Einige als Drahtzieher der Bombenanschläge identifizierte Extremisten befinden sich jedoch noch auf freiem Fuß. Die Anschläge auf Bali bestätigen, dass es in Indonesien Gruppen gibt, die die Fähigkeit und Motivation zur Durchführung von (Selbstmord-) Attentaten besitzen. Mit solchen Anschlägen muss deshalb auch in Zukunft gerechnet werden. Als gefährdet gelten Orte besonders in Jakarta und auf Bali, die bevorzugt von Ausländern frequentiert oder mit dem westlichen Ausland identifiziert werden, wie Hotels, Botschaften, Einkaufszentren und touristische Einrichtungen. Die Sicherheitslage in der Provinz Aceh im Norden von Sumatra hat sich mit der Unterzeichnung eines Friedensabkommens zwischen der indonesischen Regierung und der separatistischen „Bewegung Freies Aceh“ sowie den Gouverneurswahlen im Dezember 2006 verbessert. Weder der Friedensprozess noch der Wiederaufbau der Provinz werden jedoch in absehbarer Zeit abgeschlossen sein. Für Aceh gelten weiterhin besondere Aufenthaltsregeln. Ethnische und religiöse Spannungen Ethnische, religiöse oder soziale Spannungen haben in einzelnen Landesteilen wiederholt zu gewalttätigen Auseinandersetzungen geführt. In der auf den Molukken gelegenen Provinzhauptstadt Ambon ist es in jüngster Zeit erneut zu Unruhen mit Toten und Verletzten gekommen. Auch in Papua (ehem. Irian Jaya) kann sich die Sicherheitslage plötzlich anspannen. Reisen in diese Gebiete sollten nicht ohne ortskundige Begleitung unternommen werden. Für Papua gelten besondere Einreise- und Aufenthaltsregeln. Verkehrsinfrastruktur Die Verkehrsinfrastruktur in Indonesien leidet häufig an technischen Mängeln und generell am mangelnden Risikobewusstsein der Verkehrsteilnehmer. Die Sicherheitsanforderungen und -vorkehrungen liegen deutlich unter europäischem Niveau. Der Straßenverkehr insbesondere außerhalb der Großstädte ist unfallträchtig, in den letzten Jahren häuften sich zudem Flugzeug- und Schiffsunglücke. Indonesische Flugunternehmen dürfen daher derzeit keine EU-Flughäfen anfliegen. Innerhalb Indonesiens gibt es zur Benutzung indonesischer Flugunternehmen allerdings selten Alternativen. Die Seeschifffahrt in der Straße von Malakka ist durch Piraterie gefährdet. Sportliche Aktivitäten Trekkingtouren, Bergbesteigungen und Tauchgänge sollten nur mit ortskundigen Führern durchgeführt werden, deren Verlässlichkeit durch Empfehlung vom Hotel oder Reisebüro als sicher gelten kann. Grundsätzlich sollte man aus Sicherheitsgründen nur vom Hotel oder Reisebüro empfohlene Reiseführer engagieren. Hilfe im Notfall Rettungsdienste verfügen nicht über die in Europa gängige Ausbildung und Ausrüstung. In weiten Landesteilen entspricht die medizinische Versorgung nicht deutschen Standards. Reisende, die sich abseits der großen Ferienzentren aufhalten und sich aufgrund ihrer Konstitution oder Aktivitäten (z.B. Bergsteigen) besonderen Risiken aussetzen, sollten zusätzlichen Versicherungsschutz und Notfalladressen bei sich führen, die im Ernstfall ein schnelle Evakuierung nach Jakarta oder Singapur gewährleisten. Naturkatastrophen Seit dem Seebeben vor der indonesischen Insel Sumatra am 26.12.2004, das eine zerstörerische Flutwelle auslöste, ist es an der Westküste Sumatras und den vorgelagerten Inseln wiederholt zu Nachbeben gekommen. Allgemein muss in Indonesien mit unvorhersehbar einsetzender tektonischer und vulkanischer Aktivität gerechnet werden. |
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Weiterführende Informationen und Links zu Indonesien beim Auswärtigen Amt
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