Die Kleinkriminalität in Laos nimmt generell zu. In den von Touristen stark frequentierten Städten Vientiane, Luang Prabang und Vang Vieng kommt es immer häufiger zu Überfällen und Handtaschendiebstählen.
Reisen über Land
Entlang der Nationalstraße 13 kam es in den vergangenen Jahren vereinzelt zu Überfällen. Seit Anfang des Jahres 2004 ist die Lage ruhig; Reisende, die auf dieser Landroute nach Luang Prabang reisen wollen, sollten sich dennoch des Risikos bewusst sein und gegebenenfalls die Fahrt durch ein örtliches Reiseunternehmen mit entsprechender Erfahrung organisieren lassen. Dies gilt auch für die Benutzung der Nationalstraße 7 zwischen Phoukhoun und vietnamesischer Grenze.
Terrorismus
Es ist in den letzten Jahren, zuletzt im Februar 2004 in Vientiane, sporadisch zu Anschlägen mit kleineren selbstgefertigten Sprengkörpern auf Märkte und Bushaltestellen gekommen, die Regimegegnern zugerechnet wurden. Deutsche Touristen wurden hierbei nicht verletzt
Reisen zur Ebene der Tonkrüge sollten sich auf die ausgewiesenen Touristenziele beschränken und schon wegen der Minengefahr (UXO) nur in Begleitung ortskundiger Reiseführer stattfinden.
Straßen- und Luftverkehr sowie Verkehr auf Wasserwegen
Viele Straßen befinden sich in einem schlechten Zustand. Zudem birgt der Straßenverkehr auf Grund des Verhaltens der Verkehrsteilnehmer besondere Risiken. Gerade abends und an Feiertagen tragen alkoholisierte Fahrer zum hohen Verkehrsrisiko bei. Die Unfallrate (auch mit Todesfolge) ist hoch. Benutzer motorisierter Zweiräder müssen seit Anfang dieses Jahres einen Schutzhelm tragen. Wird ein Ausländer in einen Unfall verwickelt, wird von ihm meist unabhängig von der Schuldfrage die Bezahlung des (gesamten) Schadens und ggf. Schmerzensgeld gefordert.
Der Sicherheitsstandard des Luftverkehrs hat sich mit dem Einsatz von Maschinen des Typs ATR 72 für die Inlandsstrecke Vientiane – Luangprabang und Vientiane – Phonsavan deutlich verbessert. Mit der Neubeschaffung zweier Maschinen des Typs MA 60 wurde die Sicherheit im Luftverkehr weiter erhöht. Problematisch bleiben die Verbindungen in die entlegenen Nordprovinzen wegen des häufig schlechten Wetters und der fehlenden technischen Ausstattung der dortigen Flughäfen. Insbesondere in der Regenzeit sollten diese Strecken gemieden werden.
Die Schnellboote ("Speed Boats") sind häufig in Unfälle verwickelt, gelegentlich mit tödlichem Ausgang. Da auf fast allen Strecken auch normale Boote (sog. "Slow Boats") verkehren, sollte auf die Benutzung der Schnellboote verzichtet werden.
Allgemeine Reiseinformationen Für Ausländer bestehen in Laos keine Reisebeschränkungen. Sie können sich auf eigenes Risiko im ganzen Land frei bewegen.
Weltweiter Hinweis Die weltweite Gefahr terroristischer Anschläge besteht fort. Besonders hoch
ist die Gefahr von Anschlägen im Nahen und Mittleren Osten, in Afghanistan,
Indonesien und - wie zahlreiche schwere Anschläge in der jüngsten Zeit gezeigt
haben - auch in Russland. Darüber hinaus besteht sie insbesondere in Regionen,
in denen bereits in der Vergangenheit Terroranschläge verübt oder
Terrororganisationen aufgedeckt wurden, in denen Terroristen über Rückhalt in
der lokalen Bevölkerung verfügen oder in denen Attentate mangels effektiver
Sicherheitsvorkehrungen vergleichsweise leicht verübt werden können. Eine
Gefährdung ist jedoch auch anderswo nicht auszuschließen, etwa in den USA, oder
den Mitgliedstaaten der Europäischen Union.
Als vorrangige Ziele müssen weiterhin Orte mit Symbolcharakter gelten. Dazu
zählen religiöse Versammlungsstätten, Regierungs- und Verwaltungsgebäude,
Verkehrsinfrastrukturen (einschließlich Luft- , Bahn- und Seeverkehr),
Wirtschafts- und Tourismuszentren sowie Orte mit großen Menschenansammlungen.
Das Auswärtige Amt empfiehlt deshalb allen Reisenden nachdrücklich
sicherheitsbewusstes und situationsgerechtes Verhalten. Zum Beispiel sollten
Reisende sich vor und während einer Reise sorgfältig über die Verhältnisse in
Ihrem Reiseland informieren, wachsam sein und verdächtige Vorgänge (z.B.
unbeaufsichtigte Gepäckstücke in Flughäfen oder Bahnhöfen, verdächtiges
Verhalten von Personen) den örtlichen Polizei- oder Sicherheitsbehörden melden.
Disclaimer des Auswärtigen Amtes Das Auswärtige Amt rät dringend, die in den Reise- und Sicherheitshinweisen
enthaltenen Empfehlungen zu beachten sowie einen
Auslands-Krankenversicherungsschutz mit Rückholversicherung abzuschließen. In
diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass Ihnen Kosten für erforderlich
werdende Hilfsmaßnahmen in Rechnung gestellt werden. Dies sieht das
Konsulargesetz vor.
Reise- und Sicherheitshinweise beruhen auf den zum angegebenen Zeitpunkt
verfügbaren und als vertrauenswürdig eingeschätzten Informationen des
Auswärtigen Amts. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit sowie eine
Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden.
Gefahrenlagen sind oft unübersichtlich und können sich rasch ändern. Die
Entscheidung über die Reise und Ihre eigene Verantwortung können wir Ihnen nicht
abnehmen. Gesetzliche Vorschriften eines Landes können sich ändern, ohne dass
das Auswärtige Amt hiervon unterrichtet wird. Kontaktaufnahme mit der
zuständigen diplomatischen oder konsularischen Vertretung des Landes wird im
Zweifelsfall empfohlen. Verweise auf Reise- und Sicherheitshinweise in den
Geschäftsbedingungen von Reiseveranstaltern sind für das Auswärtige Amt nicht
verbindlich.