Myanmar

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Image:Myanmar BMNG.png
Satellitenfotos Myanmar
 

Union Myanmar (Amtliche Vollform)<*
Myanma  Pye Tawngsu Myanma Naingngan

Myanmar liegt in Südostasien am Ostufer des Golfs von Bengalen und der Andamansee. Die britische Kolonialherrschaft endete 1948. Unruhen, Aufstände, politische Unterdrückung und ethnische Konflikte bestimmten bald das Geschehen. Als die National League for Democracy (NLD) 1990 bei freine Wahlen siegte, verhinderte das Militär ihren Regierungsantritt.
Wichtigster Wirtschaftszweig ist die Landwirtschaft. Zu Myanmars Naturschätzen gehören Fischreichtum und Teakbaumwälder.
 

Amtliche Kurzform: Myanmar
Name in Landessprache:   
Kurzform:
Myanma Naingngandaw  
Vollform:
Pyidaungzu Myanma Naingngandaw
 
Name in Englisch: Burma
Ehemaliger Name: Birmanische Union, zeitweilig Sozialistische Republik Birmanische Union

Staatsangehörige: Myanmare, Myanmarin
Adjektiv: myanmarisch

Nationalfeiertag: 4. Januar
Unabhängigkeitstag (4.1.1948)

Kennungen/Kürzel

ALPHA-2*: MM
ALPHA-3*: MMR
Numerisch*: 104
*nach DIN EN ISO 3166-1
FIPS 10-4 (CIA): BM
Autokennzeichen: MYA
Landesvorwahl: +95
Olympiakürzel: MYA
Internetkennung: .mm
Währungscodes: MMK; MM
Zeitzone: MEZ
+ 05:30, UTC + 06:30

Amtssprache(n): Birmanisch
Weitere Sprachen:
 diverse sino-tibetanische Sprachen

Hauptstadt: Rangun (Yangon); Administrative Hauptstadt Naypyidaw (Pyinmana)

Unabhängigkeit: 4. 1. 1948 (ehem. Teil von Britisch-Indien); bis 1989 Birma bzw. Burma

Staatsgebiet: begrenzt von China im Norden und Nordosten, Laos und Thailand im Osten, Bangladesch, Indien und dem Golf von Bengalen im Westen und der Andamanensee im Süden; erstreckt sich im Süden auf der Halbinsel Malakka bis zum Isthmus von Kra.
 
CIA Background-Info
Britain conquered Burma over a period of 62 years (1824-1886) and incorporated it into its Indian Empire. Burma was administered as a province of India until 1937 when it became a separate, self-governing colony; independence from the Commonwealth was attained in 1948. Gen. NE WIN dominated the government from 1962 to 1988, first as military ruler, then as self-appointed president, and later as political kingpin. Despite multiparty legislative elections in 1990 that resulted in the main opposition party - the National League for Democracy (NLD) - winning a landslide victory, the ruling junta refused to hand over power. NLD leader and Nobel Peace Prize recipient AUNG SAN SUU KYI, who was under house arrest from 1989 to 1995 and 2000 to 2002, was imprisoned in May 2003 and subsequently transferred to house arrest, where she remains virtually incommunicado. In February 2006, the junta extended her detention for another year. Her supporters, as well as all those who promote democracy and improved human rights, are routinely harassed or jailed.

 

*Landesname – Birma, Burma oder Myanmar?

Eigentlich handelt es sich bei Burma und Myanmar nicht um zwei unterschiedliche Bezeichnungen. Bama mit undeutlich ausgesprochenem ersten „a“, von dem sich die englisch ausgesprochene Schreibweise Burma (und davon in anderen Sprachen wiederum Birma) herleitet, und Myanma sind seit jeher die Bezeichnungen für die größte Bevölkerungsgruppe der Bamar in ihrer eigenen Sprache und für ihr Land. Dazu kommen Unterschiede in der Aussprache durch die Dialekte, denn je nachdem, wie stark man die Lippen schließt und wie viel Druck beim ersten Konsonanten entsteht, ist der Übergang von „B“ zu „M“ fließend. Der Begriff Myanma soll bis auf das 6. Jahrhundert zurückgehen. Er entstammt der Schriftsprache und findet sich daher eher in historischen Dokumenten, während Bama umgangssprachlich verwendet wird. Seit den 1920er-Jahren gab es Bestrebungen, einen einheitlichen Begriff für alle im jetzigen Myanmar beheimateten Volksgruppen zu finden. So wurde mehrmals Bama durch Myanma ersetzt und umgekehrt.

Die offizielle Umbenennung des Landes in Union Myanmar (Pyidaungsu Thamada Myanmar Naing-Ngan-Daw) durch das Militär war daher in erster Linie ein Vorhaben mit Außenwirkung. Das Land sollte sich als selbstbewusster Staat präsentieren, der die Kolonialzeit endgültig überwunden hat. Kritiker bemängeln, dass die Umbenennung durch die Willkür der Machthaber geschehen sei, ohne eine Volksabstimmung hierüber durchführen zu lassen.

Die Umbenennung erfolgte aufgrund des Gesetzes Nr. 15/89 vom 18. Juni 1989, das auch die offizielle Schreibweise vieler Ortschaften neu bestimmte. Hierfür wurden die Namen in ihrer ursprünglichen Form, also unter Ausschluss derjenigen Veränderungen, welche sie durch den kolonialen Einfluss erfahren hatten, nach ihrer aktuellen Aussprache ins lateinische Alphabet transkribiert.

Die Vereinten Nationen übernahmen den neuen Namen des Staates wenige Tage nach der Verkündung durch das Militär. Dem sind mittlerweile viele Staaten gefolgt, während die Vereinigten Staaten und Australien sowie weitere Staaten und Nichtstaatliche Organisationen als Zeichen ihrer Missbilligung des Regimes am Namen Burma festhalten. Auch Aung San Suu Kyi sprach sich 1996 für die Beibehaltung von Burma aus, zum Einen wegen der fehlenden Mitwirkung des Volkes, zum anderen, da der Begriff Myanmar eben nicht die Vielfalt der Volksgruppen im Lande widerspiegele. Die deutschschweizerischen Zeitungen verwenden vorwiegend Burma, während sich die deutschsprachigen Agenturen auf die Bezeichnung Birma geeinigt haben.

Im Birmanischen bedeutet die Silbe Myan „nahe zusammenstehend“, die Silbe Mar „hart“ oder „stark“. Neben der offiziellen Bezeichnung nennen die Einwohner den Staat auch kurz Myanma Naingngan (Myanmarischer Staat).

Quelle: Artikel Myanmar. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 29. September 2007, 23:01 UTC. URL: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Myanmar&oldid=37283893 (Abgerufen: 30. September 2007, 04:24 UTC)

Zum Thema auch dieser Artikel: Erklärung der Namensgebung (engl.)

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