Myanmar liegt in Südostasien am Ostufer des Golfs von Bengalen und der Andamansee. Die britische Kolonialherrschaft endete 1948. Unruhen, Aufstände, politische Unterdrückung und ethnische Konflikte bestimmten bald das Geschehen. Als die National League for Democracy (NLD) 1990 bei freine Wahlen siegte, verhinderte das Militär ihren Regierungsantritt.
Wichtigster Wirtschaftszweig ist die Landwirtschaft. Zu Myanmars Naturschätzen gehören Fischreichtum und Teakbaumwälder.
CIA Background-Info
Britain conquered Burma over a period of 62 years (1824-1886) and incorporated it into its Indian Empire. Burma was administered as a province of India until 1937 when it became a separate, self-governing colony; independence from the Commonwealth was attained in 1948. Gen. NE WIN dominated the government from 1962 to 1988, first as military ruler, then as self-appointed president, and later as political kingpin. In September 1988, the military deposed NE WIN and established a new ruling junta. Despite multiparty legislative elections in 1990 that resulted in the main opposition party - the National League for Democracy (NLD) - winning a landslide victory, the junta refused to hand over power. NLD leader and Nobel Peace Prize recipient AUNG SAN SUU KYI, who was under house arrest from 1989 to 1995 and 2000 to 2002, was imprisoned in May 2003 and subsequently transferred to house arrest. After the ruling junta in August 2007 unexpectedly increased fuel prices, tens of thousands of Burmese marched in protest, led by prodemocracy activists and Buddhist monks. In late September 2007, the government brutally suppressed the protests, killing at least 13 people and arresting thousands for participating in the demonstrations. Since then, the regime has continued to raid homes and monasteries and arrest persons suspected of participating in the pro-democracy protests. The junta appointed Labor Minister AUNG KYI in October 2007 as liaison to AUNG SAN SUU KYI, who remains under house arrest and virtually incommunicado with her party and supporters. Burma in early May 2008 was struck by Cyclone Nargis which official estimates claimed left over 80,000 dead and 50,000 injured. Despite this tragedy, the junta proceeded with its May constitutional referendum, the first vote in Burma since 1990, setting the stage for the 2010 parliamentary elections. AUNG SAN SUU KYI's house arrest was due to end in May 2009, but was extended for eighteen months after she was convicted for violating the terms of her house arrest.
*Landesname – Birma, Burma oder
Myanmar?
Eigentlich handelt es sich bei Burma
und Myanmar nicht um zwei unterschiedliche
Bezeichnungen. Bama mit undeutlich ausgesprochenem
ersten „a“, von dem sich die englisch ausgesprochene
Schreibweise Burma (und davon in anderen Sprachen
wiederum Birma) herleitet, und Myanma sind
seit jeher die Bezeichnungen für die größte
Bevölkerungsgruppe der Bamar in ihrer eigenen Sprache
und für ihr Land. Dazu kommen Unterschiede in der Aussprache
durch die Dialekte, denn je nachdem, wie stark man die
Lippen schließt und wie viel Druck beim ersten Konsonanten
entsteht, ist der Übergang von „B“ zu „M“ fließend. Der
Begriff Myanma soll bis auf das 6. Jahrhundert
zurückgehen. Er entstammt der Schriftsprache und findet sich
daher eher in historischen Dokumenten, während Bama
umgangssprachlich verwendet wird. Seit den 1920er-Jahren gab
es Bestrebungen, einen einheitlichen Begriff für alle im
jetzigen Myanmar beheimateten Volksgruppen zu finden. So
wurde mehrmals Bama durch Myanma ersetzt und
umgekehrt.
Die offizielle Umbenennung des Landes in
Union Myanmar (Pyidaungsu Thamada Myanmar Naing-Ngan-Daw)
durch das Militär war daher in erster Linie ein Vorhaben mit
Außenwirkung. Das Land sollte sich als selbstbewusster Staat
präsentieren, der die Kolonialzeit endgültig überwunden hat.
Kritiker bemängeln, dass die Umbenennung durch die Willkür
der Machthaber geschehen sei, ohne eine Volksabstimmung
hierüber durchführen zu lassen.
Die Umbenennung erfolgte aufgrund des
Gesetzes Nr. 15/89 vom 18. Juni 1989, das auch die
offizielle Schreibweise vieler Ortschaften neu bestimmte.
Hierfür wurden die Namen in ihrer ursprünglichen Form, also
unter Ausschluss derjenigen Veränderungen, welche sie durch
den kolonialen Einfluss erfahren hatten, nach ihrer
aktuellen Aussprache ins lateinische Alphabet transkribiert.
Die Vereinten Nationen übernahmen den
neuen Namen des Staates wenige Tage nach der Verkündung
durch das Militär. Dem sind mittlerweile viele Staaten
gefolgt, während die Vereinigten Staaten und Australien
sowie weitere Staaten und
Nichtstaatliche Organisationen als Zeichen ihrer
Missbilligung des Regimes am Namen Burma festhalten.
Auch
Aung San Suu Kyi sprach sich 1996 für die Beibehaltung
von Burma aus, zum Einen wegen der fehlenden
Mitwirkung des Volkes, zum anderen, da der Begriff
Myanmar eben nicht die Vielfalt der Volksgruppen im
Lande widerspiegele. Die deutschschweizerischen Zeitungen
verwenden vorwiegend Burma, während sich die
deutschsprachigen Agenturen auf die Bezeichnung Birma
geeinigt haben.
Im
Birmanischen bedeutet die Silbe Myan „nahe
zusammenstehend“, die Silbe Mar „hart“ oder „stark“.
Neben der offiziellen Bezeichnung nennen die Einwohner den
Staat auch kurz Myanma Naingngan (Myanmarischer
Staat).