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Weltmusik (World music), Bezeichnung für ein
musikalisches Konzept, bei dem die Musik der
östlichen und westlichen Hemisphäre vereinigt werden soll. Diese Konzeption
wurde erstmals 1905 von Georg Capellen (1869-1934) formuliert. Schon bald
wurde der Ansatz auf alle musikethnologischen Stile der Musik ausgedehnt.
Dieses Konzept einer integralen Weltmusik hatte und besitzt immer noch
großen Einfluss auf die Neue Musik, besonders auf die Minimal music, sowie
auf folkloristische Musik und westliche Popkultur. Praktische Bedeutung
besitzt die Weltmusik bei der Integration besonders von afrikanischen und
indischen Folklore-Elementen in die technikorientierte Popmusik und in den
Jazz. Auch ethnologische Sammelwerke auf CD nehmen diesen Begriff oft
für sich in Anspruch. Verfasst von: Jörg Theilacker (Encarta]
| Rough
Guide. Weltmusik. von Simon
Broughton, u. a. |
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Der
ultimative Führer über Musikformen aus über siebzig
verschiedenen Ländern und Regionen. Mit ca. 1000 CD-Empfehlungen,
Diskografien und vielen Fotos. Die Musik, die man unter
dem Begriff »Weltmusik« zusammenfasst, wird nicht von
Minderheiten gemacht. Der in England, dem Mutterland des
Commonwealth, erschienene und inzwischen in neuer
Auflage vorliegende Rough Guide World Music beschäftigt
sich dementsprechend ausführlich mit Geschichte,
Instrumenten, Künstlern und Aufführungspraxis der
Musiken aus aller Welt, die ins westliche/europäische
Bewußtsein vornehmlich durch die Vermittlung
prominenter >Rock-Musiker< wie Paul Simon, David
Byrne und Peter Gabriel gedrungen sind. Über sechzig
Experten schreiben über die landestypischen Musikformen
aus über siebzig verschiedenen Ländern und Regionen -
über Salsa und Soukous, Cajun und Calypso, Rai und
Qawwali, um nur einige Musikstile zu nennen. Jede Menge
Fotos, Interviews, Songtexte, CD-Besprechungen und ausführliche
Diskographien bringen dem Leser in übersichtlicher Form
alle Spielarten der nicht-westlich orientierten Überlieferung
nahe. In diesem Rough Guide werden erstmals die
wesentlichen Aspekte der Weltmusik zusammengestellt.
Dies ist ein Buch für alle, die ihren Horizont
erweitern wollen.
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Weltmusik bei Amazon
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Wessen Welt repräsentiert die
Weltmusik eigentlich? Mit
dem Begriff Weltmusik gelang es in den 80er Jahren, fremde
Spielarten des Pop um ihrer selbst willen im Westen populär
zu machen. Das Musik oft aber - implizit oder explizit -
eine politische Botschaft hat, fällt bei dieser Art des
Kulturtransfer häufig unter den Tisch. Früher, in den 70er
Jahren, interessierten sich vorwiegend politische Bewegte
für Klänge aus der Dritten Welt. Mittlerweile wurde
Weltmusik für den unbeschwerten Konsum entpolitisiert. Dass
dabei z.B. die afrikanische Musik, die hier als Weltmusik
ankommt, eigentlich wenig zu den anderen Meldungen passt,
die sonst so vom afrikanischen Kontinent kommen, fällt dabei
unter den Tisch. Lieder von der Willkür der Regimes in
Nigeria oder Simbabwe, vom Morden im Kongo, falls es Sie den
geben sollten, finden Ihren Weg nicht in den Westen. Sie
passen nicht zum Muzakanspruch des Publikums. Somit kann man
wenig falsch machen, wenn man Freunde zu einem guten Essen
einlädt und dabei eine afrikanische CD auflegt.
Weltmusik ist zum belanglosen
Lifestyleaccessoir degradiert worden. Anything is style and
anything can become style.
Musik war schon immer zu einem grossen
Teil nur modische Aneignung. Auch beim ersten
Weltmusik-Trend, dem Tango-Boom der 20er Jahre, war das
nicht anders. In Paris wurde das kollektive Körperreiben
salonfähig. Von dort aus sprang der argentinische Virus auch
auf die Bohemiens in Berlin und Istanbul, Bukarest und
Moskau über. (Inspiriert von einem
TAZ-Artikel von Daniel Bax ("Bengalisches Irrlicht", vom
26/27 Mai 2001, Beilage p. I)
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