Geographische Lage
Die Stadt liegt an der nördlichen
Spitze der San-Francisco-Halbinsel, welche die
Bucht von San Francisco südwestlich abschließt, und
wird im Westen vom
Pazifik, im Norden vom
Golden Gate und im Osten von der Bucht begrenzt. Im
Süden liegen die 300 m hohen
Twin Peaks, die von den spanischen Missionaren auf
Grund ihres Aussehens „Los Pechos de la Chola“, zu
deutsch „Die Brüste des Indianermädchens“, genannt
wurden. San Francisco ist auch berühmt für seine Hügel,
die ab 30 Metern Höhe "Hill" genannt werden; es befinden
sich davon 42 im gesamten Stadtgebiet. Um die mitunter
sehr steilen Straßen überwinden zu können, entwickelte
Andrew Smith Halli um 1870 die
Cable Cars. Die "Belle of the Bay", wie die Stadt
auch liebevoll genannt wird, ist eine der bedeutendsten
Hafenstädte an der Westküste Nordamerikas. Diese
Bedeutung erlangte die Stadt durch den vom Meer
geschützten Naturhafen. In der Bucht von San Francisco
liegen die bekannte, heute nur noch als Museum dienende
Gefängnisinsel
Alcatraz, die
Angel Island,
Treasure Island,
Yerba Buena Island und weitere kleine Inseln, sowie
die
Farallon-Inseln im Pazifik.
Geologie
Die Nähe der Stadt zur
San-Andreas-Verwerfung ergibt ein erhöhtes Risiko
für
Erdbeben. Am 18. April 1906 fand das
bislang schwerste Erdbeben statt. Es tobte von
San Juan Bautista bis
Eureka und hatte eine Stärke von 7,8 auf der
Richterskala. Infolge von Bränden und Sprengungen
wurden damals drei Viertel von San Francisco zerstört.
Das
Loma-Prieta-Erdbeben von 1989 war bis heute das
letzte große Beben in der Region. Es hatte erhebliche
Auswirkungen auf Teile der Stadt. Viele Straßen und
Freeways wurden beschädigt. Der
Embarcadero Freeway, an der nördlichen Seite der
Stadt, ist dem Beben vollständig zum Opfer gefallen und
wurde abgerissen. Teile der oberen Fahrbahn der
zweistöckigen Oakland-Bay-Bridge fielen auf die
darunterliegende Ebene. Experten befürchten für die
Zukunft ein noch stärkeres Erdbeben als das von 1906.
Wie in vielen amerikanischen Städten
gibt es ein
Japantown und ein
Chinatown. Die
Chinatown bildet zusammen mit den Chinesen im Sunset
Distrikt eines der größten Chinesenviertel außerhalb der
Volksrepublik China. Auch gibt es eine
vietnamesische Gemeinde im Stadtteil Tenderloin, eine
der Philipinos in Crocker Amazon, eine italienische
Gemeinde in North Beach, ein French Quarter, sowie eine
irische und russische Gemeinde im Richmond District. Der
ursprünglich hispanische Mission District ist einer der
ältesten Stadtteile. Er war einer der 21 Missionen, die
von spanischen Missionaren gegründet wurden.
Russian Hill bezieht seinen Namen von russischen
Trappergräbern, welche man während des Goldrausches
entdeckt hatte.
Haight-Ashbury erlangte in den 1960er seine
Berühmtheit als eine der prominentesten Ansammlungen von
Hippies. Das
Castro steht für die größte Konzentration von
Homosexuellen in Amerika. Die größte
afro-amerikanische Gemeinde befindet sich südöstlich von
Bayview und Hunters Point. Richmond, an der Westseite
der Stadt nördlich des
Golden Gate Parks gelegen, ist im Wesentlichen von
asiatischen Einwanderern geprägt. Südlich der Market
Street, die als eine der wenigen Straßen quer verläuft,
liegt der Stadtteil Soma (South
of Market), bekannt für seine Galerien und
Kunstaktivitäten.