Eine Währung (v. mittelhochdt.: werunge = Gewährleistung) ist im weitgefassten Sinne das staatlich geregelte Geldwesen eines Landes oder einer privaten Gemeinschaft (siehe Komplementärwährung), insbesondere die Festlegung des Münz- und Notensystems. Die meisten Währungen werden an den internationalen Devisenmärkten gehandelt. Den sich dort bildenden Preis bezeichnet man als Wechselkurs. Alle Währungen sind in Unternominale eingeteilt, siehe Stückelung.

Derzeit gibt es weltweit über 160 offizielle Währungen, aber nur die beiden gebräuchlichsten Währungen der Welt, der US-Dollar und der Euro, gelten als internationale Leitwährungen.

Arten von Währungen

Man unterscheidet:

  • Goldumlaufswährung: Goldmünzen dienen als Zahlungsmittel.
  • Goldkernwährung: Papiergeld läuft um und Gold wird bei der Zentralbank als Reserve für den internationalen Zahlungsverkehr gehalten.
  • Golddevisenwährung: Die Zentralbankreserve kann aus den Devisen anderer Goldwährungsländer bestehen, wie dies vor dem Ende der Goldkonvertibilität des US-Dollars 1971 in der Bundesrepublik Deutschland der Fall war.
  • Fiat Money: Nicht durch Gold gedecktes, beliebig vermehrbares Papiergeld. Seit der Aufhebung der Golddeckung für den US-Dollar 1971 durch den damaligen US-Präsidenten Richard Nixon sind fast alle Währungen Fiat Money.

Im Laufe der Geschichte haben sich zur Vitalisierung und Stabilisierung regionaler Wirtschaftskreisläufe zusätzlich Komplementärwährungen entwickelt, die heute besonders im Zuge der fortschreitenden Globalisierung an Bedeutung gewinnen. Die Herstellung und Emittierung dieser Währungen erfolgt nicht durch Zentralbanken, sondern von regional eingesetzten Institutionen oder Initiativen.

Gesetzliche Regelungen

Währungen werden von einem Emittenten herausgegeben. Meist handelt es sich dabei um eine staatlich beauftragte Zentralbank. Sie ist in der Regel gesetzlich mit der Herstellung und der Emittierung der Währung beauftragt. Ihre vordergründige Aufgabe ist dabei in den meisten Ländern, die Geldmenge so zu steuern, dass eine Preisstabilität gewährleistet werden kann.

Die als gesetzliches Zahlungsmittel konzipierte Währung ist innerhalb des Staates in der Regel mit einem Annahmezwang ausgestattet. Dadurch wird ihr Wert als Zahlungsmittel gewährleistet. Historisch betrachtet, leitet sich die Gewährleistung wahrscheinlich vom garantierten Edelmetallgehalt der alten Münzen ab.

Währungszeichen und -abkürzungen

Für viele Währungen werden - nicht nur auf Banknoten, Kursmünzen und Schecks - eigene Schriftzeichen oder Abkürzungen, die Währungssymbole einer Währungseinheit verwendet, zum Beispiel:

Dies sind die vier Währungen aus dem Vereinigten Königreich von GB und Nordirland, den USA, Japan und der Eurozone, mit dem Doppelstrich im offiziellen Symbol.

Üblicherweise gibt es zwei verschiedene Abkürzungen: Zum einen ein Zeichen oder ein Buchstabenkürzel ohne genormten Aufbau (zum Beispiel „Fr.“ oder „sfr“ für Schweizer Franken), das vorwiegend im Inland verwendet wird; zum anderen eine genormte dreibuchstabige Abkürzung gemäß dem ISO-Standard 4217 (zum Beispiel „CHF“), die vor allem im internationalen Währungshandel verwendet wird.

Binnenwert

Der Binnenwert einer Währung (z. B. Euro) gibt an, wie viel an Waren und Dienstleistungen man in der Eurozone für einen bestimmten Geldbetrag erwerben kann. Die nationalen Besonderheiten sorgen dafür, dass die Preise zwar gut vergleichbar, aber nicht überall gleich sind.

Internationaler Währungshandel

Aufgrund der zunehmenden internationalen Verflechtung hat der internationale Handel mit Währungen an den Devisenmärkten in den letzten Jahrzehnten stark an Bedeutung gewonnen. Dabei werden Währungen an den Devisenmärkten sowohl zu spekulativen Zwecken als auch zu realwirtschaftlich begründeten Tauschzwecken gehandelt.

Da im Rahmen des Tauschs einer Währung in eine andere Transaktionskosten entstehen, die nach Ansicht mancher Ökonomen die wirtschaftliche Integration erschweren, haben sich in den letzten Jahrzehnten eine Reihe von Währungsunionen entwickelt (z. B. die Europäische Währungsunion).

Für aktuelle Kurse und Zusatzinformationen zu den einzelnen Ländern gibt die Deutsche Bundesbank die Devisenkursstatistik als Statistisches Beiheft zum Monatsbericht heraus.

Internationale Bedeutung von Währungen

Die internationale Bedeutung einer Währung kann daran bemessen werden, inwiefern sie als Transaktions- und Reservewährung von den handelnden Akteuren genutzt wird. Derzeit ist der US-Dollar die weltweit wichtigste Leitwährung. Von manchen Ökonomen wird er sogar als Weltwährung bezeichnet. Die im internationalen Vergleich zweitbedeutsamste Währung ist der Euro.

 

 

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Währung aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar

 

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